Bürgerliches Engagement in der Flüchtlingshilfe
Aktiv und unentbehrlich

Albersloh -

Als im Jahr 2015 viele Flüchtlinge auch Sendenhorst vor gewaltige Aufgaben stellte, war für viele Menschen in Sendenhorst und Albersloh klar: „Wir wollen helfen.“ Heute, fast vier Jahre später, wird deutlich, was die vielen Helfer geleistet haben und noch immer leisten. Dafür wollten sich der DAF (Deutsch-Ausländischer Freundeskreis) und das FiZ (Lokales Bündnis für Familie) bedanken.

Freitag, 15.02.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 15.02.2019, 14:28 Uhr
Zu einem Helferfest hatten der DAF, das FiZ und das Sozial-Zentrum „Fels“ die Ehrenamtlichen eingeladen, die sich aktiv in der Flüchtlingshilfe engagieren.
Zu einem Helferfest hatten der DAF, das FiZ und das Sozial-Zentrum „Fels“ die Ehrenamtlichen eingeladen, die sich aktiv in der Flüchtlingshilfe engagieren. Foto: Christiane Husmann

Als im Jahr 2015 die große Flüchtlingswelle das Land und die Kommunen vor gewaltige Aufgaben stellte, war für viele Menschen in Sendenhorst und Albersloh klar: „Wir wollen helfen.“ Heute, fast vier Jahre später, wird deutlich, was die vielen Helfer geleistet haben und noch immer leisten. Dafür wollten sich der DAF (Deutsch-Ausländischer Freundeskreis) und das FiZ (Lokales Bündnis für Familie) einmal mehr bedanken und luden zu einer Feier ins Sozial-Zentrum „Fels“.

Die Bereiche, in denen sich die Helfer engagieren, sind vielfältig. Ob als Paten, ob im DAF-Depot oder im Sprachunterricht – „dort, wo Hilfe gebraucht wird, setzen sich Menschen ein – dafür möchten wir Danke sagen“, begrüßte Annette Dimmer-Deppe im Namen des DAF-Vorstands die Gäste: „Wir haben mal überlegt, was alles so stattfindet in der Flüchtlingshilfe – da kam eine Menge zusammen“, sprach sie auch im Namen von Lea Wallmeyer und Theodor Lohölter vom DAF-Vorstand.

Ein Grundstein, der diese Hilfe möglich mache, sei zum einen die Erfahrung des vor fast 30 Jahren gegründeten DAF und zum anderen die Entscheidung der Stadt, die Geflüchteten vor Ort dezentral integrativ unterzubringen und einzubinden. „Und natürlich beruht die Hilfe auf den vielen Menschen, die sich mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für das Wohlergehen der Flüchtlinge eingesetzt haben“, machte Annette Dimmer-Deppe deutlich. Aktuell seien es rund 300 Flüchtlinge, die in Sendenhorst und Albersloh leben und die verschiedenen Hilfsangebote nutzen könnten. Von „B“ wie Begleitung zu Ärzten, zu verschiedenen Terminen und Behörden, über „F“ wie Fahrradwerkstatt, in der nicht nur Räder repariert, sondern auch offene Gespräche geführt werden könnten. Fahrdienste, Patenschaften, Sprachunterricht, Vorstandsarbeit und viele andere Tätigkeiten reihten sich in das ABC der Hilfsangebote. „Ihr könnt euch auf die Schulter klopfen“, lobte Annette Dimmer-Deppe die Ehrenamtlichen. Ihnen sei es mit zu verdanken, dass Berührungsängste hätten abgebaut werden können und ein gutes Miteinander entstanden sei.

„Jetzt ist es an der Zeit, dass ihr euch mal verwöhnen lasst“, lud Annette Dimmer-Deppe die Ehrenamtlichen ans Büfett, das mit iranischen Haupt- und deutschen Nachspeisen lockte – zubereitet von Nasanin Asgari, Maeli Salmani und Dorothea Hegger-Lohölter. Die Helfer genossen nicht nur das leckere Essen, sondern den Austausch untereinander.

Wer die Flüchtlingshilfe in Sendenhorst und Albersloh unterstützen möchte, kann sich in den Sprechstunden des DAF im Haus Siekmann, montags von 10 bis 12 Uhr, und in der FiZ-Kontaktstelle im Sozial-Zentrum „Fels“ mittwochs von 15 bis 17 Uhr, informieren.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6390813?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Nachrichten-Ticker