Über 2000 Unterschriften für „Stoppt den Lkw-Verkehr“
„Das ist ein sensationelles Votum“

Albersloh -

„Das ist ein aus unserer Sicht sensationelles Votum“, finden die Initiatoren der Aktion „Stoppt den Lkw-Verkehr in Albersloh“. Mehr als 2000 Unterschriften haben sie bisher gezählt. „Und bei uns trudeln immer noch welche ein“, freuen sie sich, und sehen sich durch die große Bürgerbeteiligung in ihrem Handeln mehr als bestätigt.

Samstag, 16.02.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 16.02.2019, 15:01 Uhr
Über diesen engen Gehweg schiebt Irmela Höfener die Kita-Kinder lieber nicht. „Das ist mir viel zu gefährlich“, sagt sie und wählt deshalb einen Umweg. Auch sie sagt: „Stoppt den Lkw-Verkehr in Albersloh“.
Über diesen engen Gehweg schiebt Irmela Höfener die Kita-Kinder lieber nicht. „Das ist mir viel zu gefährlich“, sagt sie und wählt deshalb einen Umweg. Auch sie sagt: „Stoppt den Lkw-Verkehr in Albersloh“. Foto: Christiane Husmann

Dass Handlungsbedarf besteht, machen gefährliche Situationen im Dorf immer wieder deutlich. „Wir fahren mit unseren Kindern nur noch selten ins Dorf“, sagt Kita-Leiterin Irmela Höfener. „Dabei sind wir gerne mobil – aber der Lkw-Verkehr ist wirklich gefährlich und unzumutbar“, findet sie und wählt lieber Umwege, um beispielsweise in die Bücherei zu kommen.

„Es wird endlich Abhilfe erwartet“, spiegelt Hubertus Gärtner als Mitinitiator der Aktion die Stimmung im Dorf wider. Nicht nur für Kinder oder ältere Menschen sei die Verkehrssituation unzumutbar und gefährlich, sondern für alle, die sich im Dorf bewegten. „Wir haben uns natürlich gefreut, dass auch Leute wie Polizist Robert Kempe und Pfarrer Clemens Lübbers unterschrieben haben“, sagt Willi Ber­heide mit Blick auf die vielen Unterschriften. „Und besonders dass Bürgermeister Berthold Streffing und mit ihm alle im Rat vertretenen Parteien hinter uns stehen“, ergänzt Thomas Tombrink.

Nun gehen die Initiatoren die nächsten Schritte: „Bürgermeister Streffing bekommt in Kopie alle Unterschriftenlisten, damit er sie am 21. Februar Verkehrsminister Hendrik Wüst in Düsseldorf überreichen kann“, erklären sie. „Die vielen Unterschriften zeigen unmissverständlich auf, dass es einen großen Bürgerwillen für eine Entlastung des Dorfes vom Schwerlastverkehr gibt“, findet Hubertus Gärtner. Deshalb soll eine weitere Kopie der Unterschriften auch an die Bezirksregierung in Münster gehen.

Abordnung trifft den Landrat

Ein weiteres Ziel ist Warendorf. „Landrat Dr. Olaf Gericke wird eine Abordnung unserer Initiative am 25. Februar empfangen“, erklärt Hubertus Gärtner. Auch ihm sollen die Unterschriften in Kopie überreicht werden. „Das Straßenverkehrsamt des Kreises ist für eine Sperrung zuständig“, weiß er und berichtet: „Mehrere Anwohner haben dort Anträge auf Schutzmaßnahmen gestellt, über die der Kreis entscheiden muss.“ Mit ihren Unterschriften hätten die Bürger das Anliegen deutlich unterstützt.

„Es bewegt sich was“, freut sich die Gruppe von Alberslohern, die sich engagiert für ein Durchfahrtsverbot für Lkw von außerhalb einsetzt und den Nerv sehr vieler Mitbürger getroffen zu haben scheint. Ihr Fazit: „Jetzt hoffen wir, dass wir auch wirklich was erreichen.“

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