Hauptversammlung des Heimatvereins
Neue Satzung und neues Büro

Sendenhorst -

Der Vorstand des Heimatvereins hat sich nach den turnusgemäßen Wahlen nicht verändert: Christian Hölscher bleibt erster Vorsitzender, Ulrich Ermer wurde als Kassierer im Amt bestätigt. Marlis Ermer fungiert weiter als Schriftführerin, und Beisitzer für weitere drei Jahre sind Jochen Horstmann und Max Linnemann-Bonse. Darüber hinaus gab es jedoch einigen Gesprächsbedarf bei der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins.

Montag, 18.02.2019, 06:00 Uhr
Vorsitzender Christian Hölscher und die Vorstandsmitglieder Hans-Günther Ermer, Thomas Glatzel und Marlis Ermer (v. li.) gaben einen Rückblick auf das vergangene Jahr.
Vorsitzender Christian Hölscher und die Vorstandsmitglieder Hans-Günther Ermer, Thomas Glatzel und Marlis Ermer (v. li.) gaben einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Foto: Anke Weiland

Nicht zuletzt durch den Vorschlag, eine neue Satzung zu beschließen, die den Mitgliedern mit der Einladung zur Versammlung vorgelegt und am Freitagabend im Haus Siekmann vorgestellt wurde. „Nach 32 Jahren ist es Zeit gewesen, die Satzung dem heutigen Sprachgebrauch und der Rechtsprechung anzupassen“, erklärte der erste stellvertretende Vorsitzende Hans-Günther Ermer . Zudem machten steuerrechtliche Vorgaben eine Neufassung der Satzung erforderlich. In Anlehnung an die Mustersatzung für Heimatvereine des Westfälischen Heimatbundes habe der Vorstand den Satzungsvorschlag auf die Belange des Heimatvereins abgestimmt. Auch hinsichtlich der neuen Datenschutzgrundverordnung sei eine Überarbeitung notwendig gewesen.

Der Vorschlag des Vorstandes wurde daraufhin in der Versammlung erläutert, diskutiert und verschiedene Punkte, wie zum Beispiel die Durchführung von Wahlen, zur Abstimmung gebracht. Auch wird der Bürgermeister weiterhin Kraft seines Amtes Mitglied im Vorstand sein, auch wenn er aus Zeitmangel oft nicht an den Vorstandssitzungen teilnehmen kann. Neu ist, dass Kinder und jugendliche Mitglieder von der Beitragszahlung befreit werden.

Der Begriff „Heimat“ habe sich verändert, führte Bürgermeister Berthold Streffing in seiner Begrüßung aus. Doch trotz Globalisierung sei Heimat „der Ort, an dem mein Herz hängt“. Der Heimatverein schaffe „Verbundenheit in Zeiten, wo uns vieles zu trennen scheint“. Die Stadt wird Projekte im Rahmen des Förderprogramms „Heimat.Zukunft.NRW. Wir fördern, was Menschen verbindet“ umsetzen, berichtete Streffing. So soll zum Beispiel ein Heimatpreis, der mit 5000 Euro dotiert ist, für heimatstärkende Projekte ins Leben gerufen werden. Schlussendlich forderte er den Heimatverein auf, die Frage als Impuls für die zukünftige Arbeit aufzunehmen, was Heimat für junge Menschen bedeutet.

In seinem Bericht blickte der Vorsitzende Christian Hölscher auf zahlreiche Bilder- und Filmabende zurück. Gut angenommen wurden auch die „schaurig-schönen Stadtführungen“. Für die Führung am 8. März seien noch einige Plätze frei, so Hölscher, der die Anmeldungen entgegennimmt. Auch die Teilnahmen am „Stadtradeln“ und am „Dondrekiel-Stadtspiel“, das Lambertussingen, das „Kloatscheeten“ (ähnlich dem Boßeln) und der „Gang um die Wälle“ hätten den Mitgliedern viel Freude bereitet. Unangefochtenes Highlight des vergangenen Jahres sei aber wohl der Auftritt der plattdeutschen Band „Strauhspier“ gewesen.

Hölscher berichtete auch aus dem Arbeitskreis „Stadtgeschichte“. So sei das Material, das vor sieben Jahren an das Kreisarchiv übergeben worden war, aber nicht dort archiviert wurde, nun wieder in Sendenhorst und zunächst eingelagert. Der Heimatverein sei zudem dabei, einen Raum zu renovieren, der ihm vom Besitzer Thomas Glatzel kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde, teilte Hans-Günther Ermer mit. Dort soll demnächst ein Büro des Heimatvereins mit regelmäßigen Sprechstunden eingerichtet werden. Und dort könne dann auch nach Terminabsprache Einsicht in das Archiv des Heimatvereins gewährt werden. Der Raum solle aber keineswegs den Standort des Heimatvereins im Haus Siekmann ersetzen, sondern das Angebot des Vereins lediglich erweitern.

Aus dem Arbeitskreis „Volkstanz“ berichtete Elfriede Schürmann. Die Mitglieder hatten einige Auftritte, wünschen sich jedoch noch weitere interessierte Mittänzer. Die Volkstanzgruppe trifft sich jeden ersten und dritten Dienstag im Monat im Haus Siekmann.

Nur wenige Radwandertouren hat der Arbeitskreis „Radwandern“ im vergangenen Jahr bestritten. Helga Berkemeyer verabschiedete sich mit ihrem Bericht aus der Organisation der Touren.

Vom Arbeitskreis „Plattdeutscher Krink“ berichtete Ludwig Schmülling stellvertretend für den Leiter Josef Stohbücker. Das Prinzip des Krinks sei es, dass jeder Teilnehmer Beiträge liefern könne. So solle man sich auch in der Sprache „heimatlich“ fühlen. Jeder Abend steht unter einem bestimmten Thema, über das sich die Teilnehmer unterhalten.

Zwischen Arbeitskreisen und Vorstand schien es außerdem Redebedarf zu geben, wurde in der Versammlung deutlich. So schloss Schmülling seine Ausführungen mit dem Appell: „Zusammenhalt untereinander, motivieren und Leute einbinden – das muss weiter gestärkt werden.“

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