Karnevalisten, Polizei und Feuerwehr bilanzieren Rosenmontag
Kehraus nach stürmischen Zeiten

Sendenhorst -

Nach dem Rosenmontagszug haben die Karnevalisten, die Polizei und die Feuerwehr Bilanz gezogen. Prinz Uli II. (Ulrich Möllers) ist zufrieden mit dem Verlauf der Session. Das gilt auch für den KG-Präsidenten Uwe Wuttke, der den Rosenmontagszug trotz des miesen Wetters als gelungen bezeichnet.

Mittwoch, 06.03.2019, 06:00 Uhr
Säuberten gestern den Rasen an der Kirche: KG-Vizepräsident Heinz Schemmelmann, Gerd Olde, Prinz Ulrich Möllers, KG-Präsident Uwe Wuttke, Paul Hankmann und Theo Puke (v.li.).
Säuberten gestern den Rasen an der Kirche: KG-Vizepräsident Heinz Schemmelmann, Gerd Olde, Prinz Ulrich Möllers, KG-Präsident Uwe Wuttke, Paul Hankmann und Theo Puke (v.li.). Foto: Josef Thesing

Prinz Uli II. , ab sofort wieder in Zivil, war am Dienstagmorgen sprachlos, und das nicht sprichwörtlich. Die Stimme war fast komplett weg, und auch sonst waren ihm die Strapazen der vergangenen Tage durchaus anzusehen. Dennoch legte er sich nicht ins Bett, sondern war früh auf den Beinen, um Pastors Rasen rund um St. Martin von den Rosenmontags-Hinterlassenschaften zu befreien. Fegen war angesagt.

Der Rest vom Fest . . .

Der Rest vom Fest . . . Foto: Josef Thesing

Ein paar spärliche Worte kamen zum Ausklang des Karnevals dann doch noch mühsam über seine Lippen. „Sehr schön“ sei die Session trotz der vielen Arbeit gewesen, und der Rosenmontagszug habe ihm trotz des miesen Wetters sehr viel Spaß gemacht. Am Abend habe er dann allerdings feiermäßig klein beigeben müssen, allerdings nicht aus konditionellen Gründen. „Ab 22 Uhr gab’s in den Gaststätten kein Bier mehr. Alles dicht. Das gibt’s doch gar nicht“, blickte der Prinz zurück.

Um 22 Uhr war KG-Präsident Uwe Wuttke nach einem anstrengenden Tag mit schwierigen Entscheidungen und unter ebenso schwierigen Wetterbedingungen längst im Bett. „Um 18 Uhr war Schluss. Ab nach Hause und duschen“, blickte Wuttke auf den Vorabend zurück. Und auch auf Montagmorgen, an dem es galt, über den Umzug zu entscheiden. „Ich glaube, dass wir alles richtig gemacht haben“, meinte der Präsident. Der Zug sei – rein organisatorisch – reibungslos über die Bühne gegangen. „Natürlich waren bei dem Wetter nicht so viele Menschen wie sonst an Rosenmontag an den Straßen. Aber bei denen, die da waren, war die Stimmung ganz gut.“

Polizei zieht Bilanz

Auch die Polizei hat gestern Bilanz gezogen. In Sendenhorst, wo die Beamten seit vielen Jahren jeweils zu Rosenmontag einen Kontroll-Schwerpunkt einrichten, notierten sie eine „gefährliche Körperverletzung“ durch eine Jugendliche, die bei der Party nach dem Umzug im Zelt auf dem Rathausplatz mit einem Gegenstand geworfen habe. Bei einer anderen Person fanden die Beamten Rauschgift und stellten es sicher. „Für zwei junge Männer, 18 und 21 Jahre alt, endeten die Veranstaltung aufgrund erteilter Platzverweise zur Verhinderung von Straftaten frühzeitig“, berichtet die Kreispolizei in Warendorf.

Auch die Einsatzzentrale des Jugendamtes im Haus Siekmann hatte einiges zu tun. 15 alkoholisierte Jugendliche wurden dort nach Kontrollen registriert und, nachdem die Eltern informiert worden waren, nach Hause geschickt. „Das ist hier sicher nicht auffälliger als in den anderen Karnevalsorten. Aber in Sendenhorst wird eben immer besonders intensiv kontrolliert“, meinte dazu KG-Präsident Uwe Wutte. „Wir bemühen uns jedenfalls, alles zu tun, damit es nicht soweit kommt.“

Sturm beschäftigt Feuerwehr

Bevor der Umzug gestartet wurde, hatte die Feuerwehr am Morgen zwischen 8 und 10 Uhr alle Hände voll zu tun. Das kurze und heftige Unwetter hinterließ seine Spuren.

Der Turm hat einen Kranausleger abgeknickt, der auf den Dachstuhl fiel.

Der Turm hat einen Kranausleger abgeknickt, der auf den Dachstuhl fiel. Foto: Feuerwehr

Neben abgeknickten Ästen und umherfliegenden Mülltonnen knickten die starken Sturmböen einen Baukranausleger im Neubaugebiet am Hagenholt ab. Dabei wurden ein benachbarter Kran sowie der gerade erstellte Dachstuhl eines Neubaus stark beschädigt, berichtet die Feuerwehr. Der beschädigte Kran drohte außerdem auf eine Oberleitung zu stürzen. Die Wehrleute sicherten die Gefahrenstelle ab und informierten das Ordnungsamt sowie den Stromnetzbetreiber.

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