Gelungener Jubiläumsauftakt für den Kirchenchor St. Martin
Harmonisches Freundschaftssingen

Sendenhorst -

Ein besonderes Jubiläum begeht der Kirchenchor St. Martin von 1869 in diesem Jahr. Stolze 150 Jahre sind seit der Gründung des Chores ins Land gegangen – Grund genug, den runden Geburtstag gebührend zu feiern und dazu viele Freunde einzuladen. Sieben Chöre – den Gastgeber mitgerechnet – trafen sich deshalb zu einem inspirierenden Freundschaftssingen.

Donnerstag, 21.03.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 14:02 Uhr
Der Kirchenchor St. Martin wird in diesem Jahr 150 Jahre alt. Das soll gefeiert werden. Zum Start ins Jubiläumsjahr fand ein Freundschaftssingen in der Aula der Realschule statt, an dem sieben Chöre teilnahmen.
Der Kirchenchor St. Martin wird in diesem Jahr 150 Jahre alt. Das soll gefeiert werden. Zum Start ins Jubiläumsjahr fand ein Freundschaftssingen in der Aula der Realschule statt, an dem sieben Chöre teilnahmen. Foto: Andrea Höwekamp

Ein besonderes Jubiläum begeht der Kirchenchor St. Martin von 1869 in diesem Jahr. Stolze 150 Jahre sind seit der Gründung des Chores ins Land gegangen – Grund genug, den runden Geburtstag gebührend zu feiern und dazu viele Freunde einzuladen. Sieben Chöre – den Gastgeber mitgerechnet – trafen sich deshalb zu einem inspirierenden Freundschaftssingen in der Aula der Realschule St. Martin und zum belebenden Gespräch bei Kaffee und Kuchen.

Ein Festausschuss, bestehend aus Brigitte Pasternak , Andrea Höwekamp, Petra Schlautmann und Stefan Benning, hatte im Vorfeld vorbildlich für optimale Rahmenbedingungen gesorgt und begrüßte die teilnehmenden Chöre zu einem erfrischenden musikalischen Stelldichein. Pfarrer Clemens Lübbers betonte in seiner Begrüßung die besondere Bedeutung der Musik, insbesondere des Singens. „Das Singen ist eine Möglichkeit der Berührung mit Gott, aber auch eine Basis für das harmonischen Miteinander.“

Der gesangliche Auftakt war den jüngsten Teilnehmern vorbehalten. Und so eröffnete der Kinderchor der Gemeinde den musikalischen Reigen. „Klein, aber fein“ könnte das Motto der Gruppe lauten, die sicher noch ein paar junge Gesangskünstler mehr vertragen könnte. Mit ihrer sympathischen Ausstrahlung, die irgendwo zwischen kindlicher Unbekümmertheit und Lampenfieber angesiedelt war, vor allem aber mit ihren amüsanten Liedbeiträgen zogen sie das Publikum im Nu auf ihre Seite, indem sie die unglückliche Begegnung eines reisenden Luftballons mit einem Kaktus besangen oder im Lied vom „kleinen Leuchtturm“ Jesus als leuchtendes Licht beschrieben, der uns durch Nacht und Sturm führt.

Das Singen ist eine Möglichkeit der Berührung mit Gott, aber auch eine Basis für das harmonischen Miteinander.

Pfarrer Clemens Lübbers

Kantor Winfried Lichtscheidel leitete nicht nur seinen Kinderchor sicher von Ton zu Ton, sondern hatte auch weiter viel zu tun. Der Kirchenchor St. Martin betrat unter seiner Leitung weltliches Terrain, trug unter anderem das kleine Madrigal „Wir lieben sehr im Herzen“ von Daniel Friderici vor und bereitete mit dem UFA-Filmtitel „Du passt so gut zu mir wie Zucker zum Kaffee“ auch gleich den musikalischen Bogen zur üppig ausgestattete Kaffeetafel.

Auch der Kirchenchor St. Ludgerus aus dem Ortsteil Albersloh hatte unter der Leitung von Alfons Book musikalische Glück- und Segenswünsche im Gepäck, trug ein einfühlsames Friedenslied vor und interpretierte beherzt eine deutsche Fassung des ABBA-Songs „We have a dream“.

Die Gruppe „Saitenwind“ überraschte mit der Uraufführung einer neu gestalteten Chor-Hymne, die auf dem populären Banana-Boat-Song von Harry Belafonte basierte und überzeugte dann vor allem mit harmonischer Wärme bei dem Lied „Die Wege, die du gehst.“

Eine langjährige Freundschaft verbindet die Kirchenchöre aus Sendenhorst und Hoetmar. Und so gratulierten auch die Nachbarn von St. Lambertus musikalisch. Vertretungsweise hatte Winfried Lichtscheidel hier die Leitung inne und manövrierte die Sängerinnen und Sänger sicher durch das Lied vom „alten Kakadu“ und den feurigen Ungarischen Tanz Nr. 6 von Johannes Brahms.

Die Männer vom Kolpingchor Sendenhorst überreichten ebenfalls musikalische Geschenke und überzeugten unter Leitung von Heinz Braunsmann unter anderem mit einem begeistert aufgenommenen Arrangement von „Marmor, Stein und Eisen bricht“, sowie dem heiteren Titel „Lächeln bitte“ von Lorenz Maierhofer. Schließlich brachte das Vokalensemble Sendenhorst das Publikum noch einmal ordentlich zum Schmunzeln und trug mit hoher rhythmischer Präzision drei pfiffige Arrangements von Oliver Gies vor, die für große Heiterkeit sorgten.

Zufrieden über so viel musikalische Vielfalt und begeistert über die freundschaftliche Atmosphäre des Tages bedankte sich Matthias Tacke als Kirchenchor-Vorsitzender bei seinem Organisationsteam und den teilnehmenden Chören.

Wenn das Jubiläumsprogramm des Kirchenchores so weiter geht, darf man sich mit Recht noch auf die kommenden Veranstaltungen freuen.

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