Familie Horstmann-Frenke legt eine Wildblumenwiese an
Ein Paradies für Insekten

Albersloh -

Die Albersloher Familie Horstmann-Frenke sorgt sich um den Bestand der Insekten. Deshalb legt sie eine Wildblumenwiese an und sucht Paten, die als Partner mitmachen.

Sonntag, 24.03.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 14:02 Uhr
Sie möchten, dass auch am Radweg in der Bauerschaft Ahrenhorst bald eine Blühwiese entsteht: Jan Horstmann, Tobias Frenke, Martin Horstmann und Elisabeth Frenke (v.li.).
Sie möchten, dass auch am Radweg in der Bauerschaft Ahrenhorst bald eine Blühwiese entsteht: Jan Horstmann, Tobias Frenke, Martin Horstmann und Elisabeth Frenke (v.li.). Foto: Horstmann-Frenke

„Die Jugendlichen wurden aufmerksam durch die verschiedenen Berichte in der Zeitung und wollten selber etwas tun“, erzählt Martin Horstmann . „So haben wir als Familie die Entscheidung getroffen, dass wir es anderen ermöglichen möchten, sich effektiv und nachhaltig für die Bewahrung der Nahrungsgrundlagen verschiedener Insekten einzusetzen.“ Familie Horstmann-Frenke hat sich, wie andere Landwirte auch, dazu entschlossen, eine Blühwiese anzulegen, für die Patenschaften übernommen werden können.

Ohne Bienen gibt es keine Äpfel oder Kirschen mehr an Obstbäumen.

Martin Horstmann

„Wichtig ist zu wissen, dass Bienen für uns Menschen absolut notwendig und lebenserhaltend sind“, erklärt Martin Horstmann. Dabei gehe es nicht um den leckeren Honig, sondern um die Aufgabe der Biene und der anderen Insekten, Blüten zu bestäuben. „Ohne Bienen gibt es keine Äpfel oder Kirschen mehr an Obstbäumen und viele andere Nahrungsmittel auch nicht. Das wiederum ist die Nahrungsgrundlage von uns Menschen“, fasst der Landwirt zusammen und resümiert: „Das Problem ist, dass der Bestand der Bienen bedrohlich zurückgeht und wir Menschen aktiv helfend eingreifen müssen.“

Uferrandstreifen ist schon angelegt

Angeregt durch verschiedene schulische Diskussionen im Biologie-Leistungskurs und aufmerksam geworden durch die Tageszeitung kam am Tisch der achtköpfigen Familie immer wieder zur Sprache, was denn ein Einzelner ganz konkret machen kann. „Tatsächlich sind Stammtischparolen und Lebensweisheiten nicht wirklich hilfreich für die immer aktueller werdende Problematik des Insektensterbens“, glaubt Martin Horstmann und meint, dass die EU mit Hilfsprojekten zu träge sei.

  Foto: Carsten Rehder

Bisher hat die Familie bereits einen etwa 30 Meter breiten Uferrandstreifen am Ahrenhorster Bach als Nahrungsstelle für Bienen und als Ruheort für wildlebende Arten angelegt. Kurzerhand wurde in der Familie der weitergehende Entschluss gefasst, eine Blumenwiese anzulegen und dabei selber Geld und Arbeit zu investieren. Darüber hinaus soll aber auch anderen die Möglichkeit geboten werden, sich auf ganz konkrete Weise zu beteiligen. Martin Horstmann beschreibt die Idee der Familie: „Direkt am Ahrenhorster Radweg soll eine Fläche als Blühwiese angelegt werden, die verschiedenen Insekten sowohl Nahrung als auch Lebensraum bietet. In nächster Nachbarschaft stehen bereits mehrere Bienenvölker. Jeder Einzelne, der das Projekt unterstützen möchte, kann für 50 Cent pro Quadratmeter eine Patenschaft übernehmen. Mindestgröße der Parzelle für einen Paten sind 100 Quadratmeter, also 50 Euro für ein Jahr. Wie viele Quadratmeter insgesamt angelegt werden können, liegt daran, wie viele Paten sich aktiv beteiligen.“

Familie sucht Paten

Landwirt Martin Horstmann erklärt, dass die Aktion jetzt schnell und kurzfristig anlaufen muss: „Es muss feststehen, wie viel Fläche mit Blumen eingesät wird, denn der Rest muss landwirtschaftlich genutzt werden.“ Dann könnten die Blumen schon bald vom Radweg aus gesehen und bewundert werden. Die Fläche dürfe aber zum Schutz der Insekten nicht betreten oder abgepflückt werden.

► Wer sich aktiv an der Blumenaktion beteiligen möchte, kann sich bei Martin Horstmann und Elisabeth Frenke unter bienenparadiesalbersloh@aol.com bis zum 15. April melden. Auf Wunsch wird den Paten der Fortgang des Wachsens der Blumenwiese per Newsletter mitgeteilt.

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