Info-Veranstaltung zur Sanierung der Ortsdurchfahrt
Vieles geht – aber nicht alles

Albersloh -

In Albersloh geht in den nächsten Monaten nicht alles. Um quer durch den Ort zu kommen, wird mancher lange Umwege zurücklegen müssen. Wie es funktionieren soll, wenn ab Mai die Bagger das Ortsbild bestimmen, um die Ortsdurchfahrt und in zwei Abschnitten den Kanal zu sanieren, darüber informierte die Stadt Sendenhorst am Donnerstagabend in der Wersehalle.

Samstag, 23.03.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 15:52 Uhr
Viele Albersloher waren in die Wersehalle gekommen, um sich über die Baumaßnahme und die geplanten Verkehrsregelungen zu informieren.
Viele Albersloher waren in die Wersehalle gekommen, um sich über die Baumaßnahme und die geplanten Verkehrsregelungen zu informieren. Foto: Annette Metz

In Albersloh geht in den nächsten Monaten nicht alles. Um quer durch den Ort zu kommen, wird mancher lange Umwege zurücklegen müssen. Wie es funktionieren soll, wenn ab Mai die Bagger das Ortsbild bestimmen, um die Ortsdurchfahrt und in zwei Abschnitten den Kanal zu sanieren, darüber informierte die Stadt Sendenhorst am Donnerstagabend in der Wersehalle. Dabei blieben nur wenige der 200 Stühle frei.

Die vom Land geplante Straßensanierung der L 586 im Bereich der Ortsdurchfahrt sei der Anstoß zu dieser komplexen Maßnahme gewesen, erläuterte Klaus Neuhaus , Leiter der städtischen Eigenbetriebe. „Diese Gelegenheit werden wir nutzen, um gleichzeitig Bereiche des Kanals, der aus dem Jahr 1963 stammt, zu sanieren“, erklärte er. Und weil es praktisch ist, dass bei zwei Baulastträgern einer die Federführung übernimmt, „hat die Stadt die Mütze auf“, so Neuhaus. Das habe schon bei der Sanierung Sendenhorst gut funktioniert, zumal es eine sehr gute Zusammenarbeit mit Straßen.NRW gegeben habe.

Nach der Vorstellung des Projektes samt geplanter Umleitungsregelungen (Info-Box) fügte Neuhaus an, dass für alle in der Bauphase auftretenden Abstimmungsfragen wöchentliche Anliegerbesprechungen genutzt werden können. Dort können auch Absprachen über Erreichbarkeiten der anliegenden Häuser und Termine abgesprochen werden.

Nachdem auch Gregor Speer, RVM, die für diese Zeit geplanten Anbindungen an den ÖPNV (Info-Box) dargestellt und Annette Görlich (Stadtmarketing) von einem Abstimmungsgespräch mit Gewerbetreibenden vor Ort berichtet hatte, stellten sich Klaus Neuhaus und Ordnungsamtsleiter Wolfgang Huth , den Fragen der Anwesenden.

Sie sehen, das wird keine einfache Maßnahme.

Bürgermeister Berthold Streffing

Dabei kamen viele Aspekte, groß- und vor allem kleinteilig zur Sprache. Wie beispielsweise der Lieferverkehr, der teilweise mit Lkw erfolge, geregelt werden könne. Eine Frage, die Neuhaus nicht aus der Hüfte beantworten wollte und direkte Absprachen vor Ort ankündigte, denn es sei vieles, aber nicht alles möglich.

Auch über die vermehrte Belastung der Wersebrücke bei Jeiler wurde gesprochen. Wolfgang Huth kündigte an, die Entwicklung der Verkehrsströme an dieser Stelle im Auge behalten zu wollen und – wenn erforderlich – weitere Maßnahmen zu ergreifen. Dass die Brücke für die Belastung ertüchtigt werden müsse, räumte er ebenfalls ein. Sicherlich sei sie auch ebenso wie beispielsweise der Bispingweg im Anschluss wieder instand zu setzen. „Wir leiten den Verkehr aber früh ab. So sollte dort gar nicht mehr so viel ankommen“, erklärte er.

Weitere Nachfragen drehten sich darum, wie der Bereich mit Anliegern wie Apotheke, Arztpraxis oder Sparkassen-Service zu Fuß zu erreichen sei und welche Parkplätze genutzt werden könnten. Der Inhaber der Bäckerei an der Bergstraße forderte konkret, dass es für seinen Betrieb notwendig sei, dass er zumindest jeweils über eine Seite zu erreichen ist. „Sonst kann es sein, dass wir Ende des Jahres nicht mehr da sind“, erklärte er mit Nachdruck. In diesen Punkten fiel die Antwort der Verwaltungsmitarbeiter für die Zuhörer nicht ganz zufriedenstellend aus. „Lieferanten werden wohl kurze Fußwege in Kauf nehmen müssen“, erklärte Klaus Neuhaus. Er wies dabei auf Parkmöglichkeiten vor der Wersebrücke hin. Auf WN-Nachfrage ergänzte Neuhaus am Freitag noch, dass durch die dort entstehende Sackgasse auch zusätzlicher Parkraum entlang der Straße entstehen soll. Im südlichen Bereich könne man sich vorstellen, im Bereich Kohkamp noch Stellplätze einzurichten. Im Fall der Bäckerei wolle er nach Lösungen suchen, könne sie aber auch nicht ohne Prüfung zusagen.

Weitere Gedanken hat sich die Verwaltung auch über die Schulwegsicherung oder die Erreichbarkeit der Kita St. Ludgerus gemacht. Die Schaffung neuer Straßenübergänge, gesichert durch neue Ampelpunkte oder Elternlotsen, sei geplant.

Schwierig wird das Jahr, so wurde es in der Versammlung deutlich, auch für die Landwirte. Denn viele, die sonst ihre Ernte quer durch das Dorf zu ihren Höfen transportieren, werden Umwege über Wirtschaftswege in Kauf nehmen müssen. Ein Begegnungsverkehr über die innerörtlichen Routen „Teckelschlaut“ oder „Rohrlandweg“ sei angesichts der schmalen Fahrbahnbreiten schlicht nicht möglich.

„Sie sehen, das wird keine einfache Maßnahme“, erklärte Bürgermeister Berthold Streffing, zum Abschluss. „Aber ich denke, sie haben das Bemühen erkannt, verträgliche Lösungen zu finden.“  

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