Informationsabend zum CAM-Projekt in Tansania
Eindrucksvolle Bilder aus einem fernen Land

Sendenhorst -

Eine Reise in eine für sie unbekannte Welt unternehmen zahlreiche der Besucher im Haus Siekmann. Der Freundeskreis Bagamoyo stellte das CAM-Projekt in Tansania vor, in dem afrikanische Jugendliche unterstützt werden.

Dienstag, 26.03.2019, 09:00 Uhr
Eine große Gruppe von freiwilligen deutschen Mitarbeitern war gekommen und berichtete über Erlebnisse und Eindrücke aus Tansania.
Eine große Gruppe von freiwilligen deutschen Mitarbeitern war gekommen und berichtete über Erlebnisse und Eindrücke aus Tansania.

Für fast 100 Besucher des Informationsabends über das CAM-Projekt „ Cor Ardens Mlandizi“ in Tansania war es eine Reise in eine zum Teil unbekannte Welt mit vielen Überraschungen, heißt es im Bericht der Veranstalter. Der Sendenhorster Bernd Schäpers vom Freundeskreis Bagamoyo stellte das Projekt vor, das er – wie berichtet – seit sechs Jahren gemeinsam mit vielen deutschen Helfern begleitet.

Mit zahlreichen Bildern schilderte er im Haus Siekmann die bisherige Entstehungsgeschichte des Ausbildungszentrums für benachteiligte Jugendliche in Mlandizi, das von dem tansanischen Begründer und Leiter Pater Peter Kilasara „Cor Ardens“ – „brennendes Herz“ – genannt wurde. Dessen Aufenthalt in Deutschland war der Anlass für die Einladung an Freunde, Förderer und Interessierte, nach Sendenhorst zu kommen.

Entstanden war die Zusammenarbeit mit diesem Zentrum in der Hoffnung, dass es tansanischen Jugendlichen ermöglichen soll, ein selbstbestimmtes Leben in der Heimat führen zu können, durch ehemalige Schüler der Städtischen Realschule Ahlen, die das Projekt im Rahmen einer Schulpartnerschaft kennengelernt hatten.

„Beeindruckend war besonders, mit welchen einfachen Mitteln der Aufbau gelingen musste, und wie viel Erfindungsreichtum und Durchhaltevermögen nötig war, damit dieses Projekt soweit gedeihen konnte“, blickte Schäpers im Haus Siekmann zurück. Fruchtbare Felder und eine große Werkstatt eröffneten heute viele Möglichkeiten der Weiterentwicklung.

Erfreut zeigten sich besonders die Gäste, die bereits bei einem Aufenthalt in Tansania selbst mit Hand angelegt hatten: die freiwillig und unentgeltlich arbeitenden Helfer, Handwerker und Ingenieure, sowie die jungen Volontäre, die im Rahmen des „Konkreten Friedensdienstes NRW“ mindestens vier Wochen im CAM-Projekt mitgearbeitet hatten.

Auch der Vize-Präsident der Handwerkskammer Münster, Josef Trendelkamp, war anwesend, um sich über den weiteren Fortgang im CAM zu informieren, nachdem er an der Entsendung von jungen Metall-Handwerkern nach Tansania im Jahre 2017 mitgewirkt hatte.

Nach dem informativen Bildervortrag zeigte sich großes Interesse bei den Anwesenden durch zahlreiche Fragen an den anwesenden Pater Peter. Darüber hinaus gab Bernd Schäpers einer großen Gruppe von Menschen, die bereits im CAM gewesen sind, die Möglichkeit, auf der Bühne ihre Erinnerungen und Eindrücke aus Tansania darzustellen.

Die Frage aus dem Publikum, ob das Projekt auch vom tansanischen Staat gefördert würde, musste Pater Peter verneinen, aber augenzwinkernd gab er der anwesenden deutschen Honorarkonsulin von Tansania, Petra Hammelmann, mit auf den Weg, dass sie sich vielleicht dafür einsetzen könne.

Bevor die Besucher mit Bildern aus Afrika entlassen wurden, überreichte Bernd Schäpers an Pater Peter ein Buch des deutschen Schriftstellers Hermann Schulz, der seine Kindheit in Tansania verbracht hatte. Das Kinderbuch „Wenn dich ein Löwe nach der Uhrzeit fragt“ ist durch Initiative des Freundeskreises Bagamoyo in Kiswahili, die Sprache der Tansanier, übersetzt worden. „So kannst Du mal sehen, wie schön es in Tansania ist“, gab Schäpers dem überraschten Tansanier mit auf den Weg.

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