Kita „Biberburg“ beteiligt sich an „Fairtrade-Town“
Kinder essen „faire“ Bananen

Albersloh -

Die „Biberburg“ will eine „Fairtrade-Kita“ werden. Und das Team, die Eltern und die Kinder unterstützen die Stadt auf dem Weg zur „Fairtrade-Town“. Deshalb landen nicht nur fair gehandelte Bananen und Fairtrade-Kaffee auf den Tischen der Kita. Die Kinder erfahren viel darüber, was fairer Handel bewirken kann, und sie werden selber aktiv.

Freitag, 29.03.2019, 13:50 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 13:52 Uhr
Die „Biberburg“ ist als Kita bei der Kampagne „Fairtrade-Town“, an der sich die Stadt beteiligt, mit im Boot. Neben Annette Görlich (2.v.li.), Irmela Höfener (li.), Ulla Brinkschulte und vielen anderen machen sich auch die Kinder für fairen Handeln stark.
Die „Biberburg“ ist als Kita bei der Kampagne „Fairtrade-Town“, an der sich die Stadt beteiligt, mit im Boot. Neben Annette Görlich (2.v.li.), Irmela Höfener (li.), Ulla Brinkschulte und vielen anderen machen sich auch die Kinder für fairen Handeln stark. Foto: Christiane Husmann

„Der Tageszeitung haben wir entnommen, dass die Stadt Sendenhorst ,Fairtrade-Town’ werden will. Das finden wir toll“, beschreiben Ulla Brinkschulte und Irmela Höfener als Kita-Leiterinnen die Motivation, warum sich die „Biberburg“ an der Faitrade-Kampagne beteiligt. Seitdem landen nicht nur fair gehandelte Bananen und Fairtrade-Kaffee auf den Tischen der Kita. Die Kinder erfahren viel darüber, was fairer Handel bewirken kann, und sie werden selber aktiv.

Informationen über die Arbeit der Kleinbauern

An einer Wand hängen Fotos von einer Bananenplantage in Südamerika. Die Kinder des „Maxi-Clubs“ erfahren, wie das beliebte Obst von weither zu ihnen kommt, wie viel Arbeit damit verbunden ist und wie man durch fairen Einkauf helfen kann, dass dort lebende Kleinbauern gerechter entlohnt werden. Außerdem machen sie sich beim Einkauf mit ihren Eltern als „faire“ Detektive auf den Weg. „Mit Lupe und Detektivausweis ausgestattet, machen sich die Maxis auf die Suche nach fair gehandelten Produkten“, erklären die Kita-Leiterinnen. Gesammelte Logos von fair gehandelten Lebensmitteln können auf ein Plakat geklebt werden, das schon jetzt vor ausgeschnittenen Fair-Siegeln strotzt.

Annette Görlich ist zu Besuch

In der Kita ist Annette Görlich zu Besuch. Die Wirtschaftsförderin der Stadt gehört zur Steuerungsgruppe, die die Stadt auf dem Weg zur „Fairtrade-Town“ unterstütz. „Ich finde es klasse“, kommentiert sie die Teilnahme der „Biberburg“ an der Kampagne. „Das ganze Projekt hat etwas mit Wertschätzung zu tun. Wir wollen aber nicht missionieren“, erklärt die Wirtschaftsförderin die Intention der Stadt und freut sich darüber, dass nicht nur die Geschäftswelt, sondern auch die Zivilgesellschaft mit Vereinen, Schulen, Kitas und anderen Verbänden an der Kampagne teilnimmt.

Fair gehandelte Bananen und Fairtrade-Kaffee

Eines der Kriterien, „Fairtrade-Town“ werden zu können, ist, dass teilnehmende Geschäfte und Einrichtungen gemessen an der Einwohnerzahl eine Mindestanzahl fair gehandelter Produkte anbieten. In Sendenhorst und Albersloh sind es jeweils zwei.

Ich finde es klasse.

Annette Görlich

In der Kita „Biberburg“ gibt es fair gehandelte Bananen und Fairtrade-Kaffee. „In erster Linie legen wir Wert darauf, dass hier regionale Bioprodukte verarbeitet werden. Aber Bananen und Kaffee wachsen hier nicht“, erklärt Ulla Brinkschulte. Im Kita-Rat habe man mit den Elternvertretern, den Gruppenleitungen und einer Vorstandsvertreterin ganz offiziell den Beschluss gefasst, „faire Kita“ zu werden. „Bei der Projektstelle ‚faire Kita NRW‘ haben wir uns erst schlau gemacht und dann beworben“, beschreibt Ulla Brinkmöller den Bewerbungsverlauf. Daraufhin folgten eine Teamfortbildung und der Besuch einer Referentin, die verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt hatte, wie die Kita und die Eltern das Thema angehen könnten.

Die Kinder gehen die Sache derweil ganz pragmatisch an. Mit ihren „Detekiv“-Ausweisen, Lupen und mit ganz viel Eifer durchstreifen sie die Läden auf der Suche nach Fairtrade-Produkten.

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