Helt Oncale und Yannick Monot musizieren im Haus Siekmann
Zwei großartige Musiker

Sendenhorst -

Ein ungewöhnliches Konzert gaben Helt Oncale und Yannick Mono im Haus Siekmann. Ihr Markenzeichen ist die Cajun-Musik.

Montag, 01.04.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 13:52 Uhr
Helt Oncale und Yannick Monot gaben im Haus Siekmann ein Konzert, bei dem die Zuhörer die Füße kaum stillhalten konnten.
Helt Oncale und Yannick Monot gaben im Haus Siekmann ein Konzert, bei dem die Zuhörer die Füße kaum stillhalten konnten. Foto: Dierk Hartleb

Ein Bretone und ein Mann aus Louisiana brachten am Sonntagnachmittag die Besucher im Haus Siekmann in Schwung. Als Rezeptur hierfür hatten der Franzose und der Amerikaner reichlich musikalisches Gepäck dabei. Und zwar solches, das in deutschen Konzertsälen nicht allzu häufig erklingt. Ihr Markenzeichen ist die Cajun-Musik.

Das ist die Musik, die französische Siedler in der Mitte des 18. Jahrhunderts aus der ostkanadischen Region Akadien mit in den Süden der USA nach Louisiana gebracht hatten, nachdem sie von der englischsprachigen Mehrheit aus ihrer neuen Heimat vertrieben worden waren. „Es ist eine typische Migrationsgeschichte“, meinte Yannick Monot .

Akkordeon, Gitarre und Mundharmonika

Wie sein amerikanischer Partner Helt Oncale ist Monot ein Multi-Instrumentalist, der abwechselnd Akkordeon, Gitarre und Mundharmonika spielte sowie mit seinem leidenschaftlichen Spiel die zahlreichen Zuhörer immer wieder in Entzücken versetzte.

Helt Oncale, der genauso wie sein französischer Duo-Partner seit Jahren in Deutschland lebt, stand Yannick Monot musikalisch und gesanglich in nichts nach. Grandios sein Spiel mit Fiddle, Geige oder Gitarre, bei dem er sich selbst als Sänger begleitete.

Es ist eine typische Migrationsgeschichte.

Yannick Monot

Die mitreißenden Takte gingen beim Publikum in die Beine, und statt der Stuhlreihen hätte die Tenne eigentlich zur Tanzfläche leergeräumt sein müssen.

Nebenbei erfuhren die Zuhörer durch die unterhaltsame Moderation, bei der sich beide Künstler abwechselten und sich gelegentlich die Bälle zuwarfen, dass es auch noch musikalische Ableger wie Zydeco oder die zeitgenössische New-Orleans-Musik gibt.

Karrierestart als Straßenmusiker

Phasenweise begeisterte der Franzose, der launig erzählte, wie er 1969 in die Staaten ging, um sich dort als Straßenmusiker durchzuschlagen und feststellte, dass er der einzige war, auch mit solistischen Einlagen. „Aber schlecht verdient habe ich nicht“, meinte er in dem typischen Tonfall eines Franzosen, der ihm die Herzen der Zuhörer zufliegen ließ. Und Woodstock hat sich der Tourist aus Good Old Europe 1969 natürlich nicht entgehen lassen.

Helt Oncale zeigte ein ums andere Mal, dass seine Stimme auch zum Bluessänger wunderbar taugt, wenn er zum Beispiel den Song „Mr. Bojangles“ sang, den Sammy Davis jr. unvergesslich gemacht hat.

Als Zugaben bekamen die Besucher nach zweieinhalb Stunden dann noch als Bonbon einen Song zu hören, der im Karneval in New Orleans gespielt wird. Und anschließend eine Kostprobe von Yannik Monot mit keltisch inspirierten Klängen, die auf  der neuen CD der beiden Musiker zu hören sein werden. Jürgen Krass, Vorsitzender des veranstaltenden Fördervereins Haus Siekmann, hatte bei seiner Begrüßung betont,  zwei großartige Musiker präsentieren zu können – und nicht zu viel versprochen.

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