Muko-Band für Erwachsene
Wenn die Kinder groß sind

Sendenhorst/Albersloh -

Es gibt Musiker, die haben irgendwann aufgehört mit dem Musizieren. Etwa, weil die Familie es nicht weiter zuließ oder weil der Job dazu zwang. Irgendwann greifen sie dann vielleicht doch wieder zum Instrument – wie in einer besonderen Band der Muko.

Dienstag, 09.04.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 12.04.2019, 14:04 Uhr
Musizieren „im zweiten Anlauf“ gemeinsam in einer Band und freuen sich über weitere Mitstreiter: Martin Schoneberg, Brigitte Denker, Martin Wetter und Ralf Thoms (v.li.).
Musizieren „im zweiten Anlauf“ gemeinsam in einer Band und freuen sich über weitere Mitstreiter: Martin Schoneberg, Brigitte Denker, Martin Wetter und Ralf Thoms (v.li.). Foto: Benedikt Stasch

„Wir brauchen Bandmitglieder, die Bock haben, wieder musikalisch aktiv zu werden“, sagt Martin Schoneberg. Der Musiklehrer der Muko gibt bei einem ganz besonderen Bandprojekt den Ton an. Er führt Menschen zusammen, die irgendwann einmal in ihrem Leben ein Instrument gespielt haben, dieses aber aus etwaigen Gründen nicht weiterverfolgen konnten.

Um das Projekt auch über den Sommer hinaus am Leben zu erhalten, werden ab sofort weitere Mitstreiter gesucht, die Lust haben, ein Mal in der Woche gemeinsam zu musizieren.

Im Ruhestand

Die einzige Voraussetzung zum Mitmachen: „Man sollte irgendwann in seinem Leben einmal Musik gemacht haben“, sagt Martin Schoneberg. Angesprochen fühlen sollen sich vor allem diejenigen, die schließlich irgendwann aufhören mussten, weil es berufsbedingt oder anderweitig zeitlich nicht mehr passte, aber jetzt wieder den Gedanken bekommen, zum Instrument greifen zu wollen. „Wer nun wieder Zeit hat, weil die Kinder aus dem Haus sind, man im Ruhestand ist oder sich einfach neu orientieren möchte, der ist bei uns richtig“, so Schoneberg weiter. Ob 40, 50 oder 60 Lebensjahre sei demnach ganz egal: Wichtig ist die Freude an der gemeinsamen Musik.

Ich habe 20 Jahre lang Schlagzeug und Gitarre gespielt, aber musste schließlich berufsbedingt aufhören, weil ich es zeitlich nicht mehr geschafft habe.

Martin Wetter

„Ich kann für mich sagen, dass ich länger geguckt hatte, wo ich mit mehreren Leuten spielen kann – ganz ohne Druck. Das macht mir hier total Spaß“, sagt Brigitte Denker, die Saxofon spielt. Und auch für Martin Wetter ist das Bandprojekt der Muko genau das Richtige: „Ich habe 20 Jahre lang Schlagzeug und Gitarre gespielt, aber musste schließlich berufsbedingt aufhören, weil ich es zeitlich nicht mehr geschafft habe. Im Ruhestand wollte ich gerne wieder Musik machen. Daher würde es mich freuen, wenn wir das am Leben erhalten können.“ Ihm gefalle vor allem auch die Anleitung der Proben von Martin Schoneberg, der „Musik komplett verinnerlicht habe“ und der einen Musiker noch weiterbringen könnte.

Fünf Musiker sind bislang dabei

Derzeit besteht die Combo aus fünf Musikern, allerdings hören zwei im Sommer auf, da sie sich eigenen Dingen widmen möchten.

„Nachwuchs“ wird also dringend gesucht. Bei den Instrumenten gibt es keinerlei Einschränkungen, und Interessierte müssten nicht einmal etwas mitbringen, da ein großes Instrumentarium vorhanden ist. „Bass, Bläser, Gitarre oder natürlich auch Gesang: Alle sind willkommen“, sagt Martin Schoneberg.

Vor allem würde sich die Band auch über einen Mitspieler an den Tasten freuen: „Keyboard oder Klavier würde unser Repertoire unheimlich erweitern.“ Das bestehe vor allem aus Pop- und Rockmusik ab den 1970-er Jahren. Aber Blues oder etwas Soul sei auch dabei. Jeder könne aber Vorschläge mitbringen, denn grundsätzlich sei alles möglich. „Auch aus ganz anderen Ecken.“

Eine Probe in der Woche

Geprobt wird ein Mal in der Woche etwa 90 Minuten lang, derzeit am Montagabend im Probenraum in der Montessori-Schule. Das sei eine super Länge, in der man etwas schaffe, aber am Ende weder „gar“ noch „taub“ sei. Durch Martin Schoneberg gelingt es zudem, Ausfälle einfach zu kompensieren, so dass Proben nicht ausfallen müssen, wenn mal jemand im Urlaub ist. Fehlt beispielsweise der Schlagzeuger, setzt er sich an das Schlagzeug, fehlt der Bassist, dann spielt er Bass.

„Gemeinsam mit anderen Menschen in einer Gruppe Musik zu machen, ganz entspannt und ohne Druck – das ist das einzige Ziel“, sagt Martin Schoneberg. Ein bisschen vorbereiten solle man sich aber natürlich schon, da die Band schließlich Stücke einstudieren wolle. „Ich hoffe, dass viele den Mut haben sich zu melden, da wir Leute brauchen und es etwas Langfristiges sein soll.“

Die Kosten pro Monat belaufen sich auf 50 Euro, worin unter anderem der Probenraum, die Instrumente und die Anleitung durch den Lehrer enthalten sind.

► Interessenten können sich bei der Muko unter ✆ 0 25 26/37 82 melden oder am Montagabend um 18.30 Uhr im Probenraum im Keller der Montessori-Schule (Eingang hinter dem Parkplatz) vorbeikommen.

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