Konzert des Vokalensembles zur Passionszeit
Musik voll Leid und Zuversicht

Sendenhorst -

Über 140 Gäste hatten am Mittwochabend den Weg in die Pfarrkirche St. Martin gefunden, um sich musikalisch auf die bevorstehende Osterzeit einstimmen zu lassen. Das Vokalensemble unter der Leitung von Heinz Braunsmann hatte ein anspruchsvolles Programm mit Stücken aus verschiedenen Jahrhunderten zur Passionszeit zusammengestellt.

Donnerstag, 11.04.2019, 14:52 Uhr aktualisiert: 12.04.2019, 14:05 Uhr
Das Vokalensemble unter der Leitung von Heinz Braunsmann hatte zum Passionskonzert in die Pfarrkirche St. Martin eingeladen. Unterstützung bekam der Chor instrumental durch Winfried Lichtscheidel an der Orgel und dem Barockorchester Münster sowie durch die Gesangssolisten.
Das Vokalensemble unter der Leitung von Heinz Braunsmann hatte zum Passionskonzert in die Pfarrkirche St. Martin eingeladen. Unterstützung bekam der Chor instrumental durch Winfried Lichtscheidel an der Orgel und dem Barockorchester Münster sowie durch die Gesangssolisten. Foto: Anke Weiland

Über 140 Gäste hatten am Mittwochabend den Weg in die Pfarrkirche St. Martin gefunden, um sich musikalisch auf die bevorstehende Osterzeit einstimmen zu lassen. Das Vokalensemble unter der Leitung von Heinz Braunsmann hatte ein anspruchsvolles Programm mit Stücken aus verschiedenen Jahrhunderten zur Passionszeit, unter anderem von Antonio Caldara und Felix Mendelssohn-Bartholdy, zusammengestellt. „Crucifigatur“ war das Konzert überschrieben, also „Lass ihn kreuzigen“.

Mit instrumentaler Unterstützung von Winfried Lichtscheidel an der Orgel und dem Barockorchester Münster sowie den vier Solisten Sandra Batkowski (Sopran), Ina Susanna Hirschfeld (Alt), Stephan Hinssen (Tenor) und Michael Nonhoff (Bass) gelang ein geistliches Konzert, das das biblische Geschehen um die Osterzeit widerspiegelte.

Zahlreiche Künstler hätten sich immer wieder mit Leid, Schmerz, Tod und Auferstehung auseinandergesetzt, begrüßte Pfarrer Clemens Lübbers die Zuhörer. Auf die Darbietung der Frage nach Leid und Hoffnung des Vokalensembles war er sehr gespannt. „Das Leid wird förmlich herausgesungen“, meinte Lübbers. Die Melodien aus den unterschiedlichen Jahrhunderten weckten zudem hoffnungsvolle Töne der Zuversicht und der Auferstehung. „Die Zuversicht und die Hoffnung kann man fast einatmen“, so der Geistliche.

Sandra Batkowski, Ina Susanna Hirschfeld, Stefan Hinssen und Michael Nonhoff (v.li.) übernahmen die Solo-Partien im Konzert.

Sandra Batkowski, Ina Susanna Hirschfeld, Stefan Hinssen und Michael Nonhoff (v.li.) übernahmen die Solo-Partien im Konzert. Foto: Anke Weiland

Das Konzert begann mit Antonio Caldaras „Missa dolorosa“, einem Spätwerk aus dem Jahr 1735. Aus diesem spätbarocken Werk hatte das Ensemble das Kyrie und das Agnus Dei erarbeitet.

Es folgten die Kantaten „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ und „Christe, du Lamm Gottes“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Damit unternahm das Vokalensemble stilistisch einen Sprung in die Romantik.

Das Barockorchester Münster hatte für das Konzert die Sinfoie h-moll für Streicher von Antonia Vivaldi im Gepäck.

Zwei moderne Stücke von Rihards Dubra und György Deak-Bardos jeweils für vierstimmigen Chor a cappella folgten.

Zum Abschluss kehrten die Musiker zu Antonio Caldara zurück. Der Chor präsentierte das zu den kleineren, aber durchaus bekannteren Vokalwerken zählende „Stabat mater“ des Komponisten, das die von Schmerz um ihren gekreuzigten Sohn erfüllte Mutter Jesu in den Mittelpunkt stellt und das Publikum stimmungsvoll in die bevorstehende Karwoche entließ.

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