Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr weilte in Berlin
Eine Reise in den „Schmelztiegel“

Sendenhorst -

Eien Reise in den „Schmelztiegel“ Berlin unternahm eine Gruppe der Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr. Die männer verbrachten aufregende und auch aufwühlende Tage.

Montag, 15.04.2019, 22:00 Uhr
In der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, dem ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnis, wurden die Besucher mit den Schrecken der Vergangenheit konfrontiert.
In der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, dem ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnis, wurden die Besucher mit den Schrecken der Vergangenheit konfrontiert. Foto: Ehrenabteilung

Drei Tage volles „Berlin-Programm“ erlebten zwölf Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr . Der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker habe die Bildungsfahrt angeregt, heißt es im Bericht von Werner Keppler. Und so ging‘s mit dem ICE in die Hauptstadt.

Heino Holz und Reinhold Kriener fuhren die Reisenden nach Hamm zum Bahnhof. Dort wurden die Reisenden von einer Wahlkreis-Mitarbeiterin in Empfang genommen. Ohne Umsteigen ging es nach Berlin. Ein Bus und ein kompetenter Stadtführer warteten auf die Gruppe, die inzwischen auf 48 Personen angewachsen war, berichtet Keppler. Nach dem Mittagessen standen eine Führung und ein Informationsgespräch in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, dem ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnis, auf dem Programm. „Erschreckend konnten wir hautnah erleben, wozu Menschen in Deutschland fähig waren. Die Stimmung in der Gruppe sank auf den Nullpunkt“, schreibt Keppler. Gegen Abend erlebten die Besucher die Hauptstadt vom Schiff.

Zu Gast beim Morgenmagazin

Am folgenden Tag ging es früh ins ZDF-Hauptstadtstudio für die Teilnahme am Morgenmagazin. „Das war für alle Teilnehmer ein tolles Erlebnis mit bleibenden Eindrücken“, so Keppler. Es folgte eine professionelle, sehenswerte und sehr informative Stadtrundfahrt durch das politische Berlin. Die Fahrt, durch einen Dschungel von Tausenden von Ampeln, noch mehr Baustellen, erschwert durch einen Taxifahrerstreik und eine schwierige Suche nach geeigneten Busparkplätzen vor den vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt und dem mehrfachen Wechsel über den ehemaligen Todesstreifen vorbei an den Resten der einst mehr als 180 Kilometer langen Berliner Mauer, wurde exzellent gemeistert und vom Busfahrer kommentiert. Die Fahrt habe an die Ortsdurchfahrt von Albersloh mit einem Bus erinnert, so Keppler. Auf den Besuch des Dokumentationszentrums „Topographie des Terrors“ folgte der Besuch im Bundestag mit Sicherheitscheck und Teilnehme an einer Plenarsitzung. „Ein wenig getrübt durch einen Redebeitrag eines Abgeordneten einer leicht angebräunten Partei, konnten wir auch die politischen Schattenseiten erleben“, schreibt Keppler.

Ein Besuch am Reichstag, dem Regierungsgebäude, gehörte natürlich dazu.

Ein Besuch am Reichstag, dem Regierungsgebäude, gehörte natürlich dazu. Foto: Ehrenabteilung

Anschließend fand eine Diskussion mit Reinhold Sendker statt. Er schilderte seine politische Arbeit, die schwierigen Aufgaben der Politik und auch Ergebnisse, die nicht alle Menschen zufriedenstellen. Auch die vielen Fragen der Gruppe wurden beantwortet. Es folgte „der sportliche Teil“, die Begehung der Reichstagskuppel.

Schimpfworte am Kanzleramt

Am letzten Tag besuchte die Gruppe das Brandenburger Tor und ging anschließend zu Fuß zum Bundeskanzleramt, um dieses bedeutende Gebäude nach erneuter, sehr gründlicher Sicherheitsüberprüfung „unter dem überaus strengen Augen von völlig spaßbefreiten Sicherheitsfachleuten“ zu besichtigen. „Eine Welle deftigster Schimpfworte mussten wir über uns ergehen lassen, als uns eine Demonstrantin gegen den ukrainischen Präsidenten Poroschenko beim Verlassen des Kanzleramtes irrtümlich für Abgeordnete hielt“, berichtet Keppler.

Zum Mittagsessen ging es in etwa 203 Meter Höhe auf den Fernsehturm am Alexanderplatz. Dort genossen alle den Blick auf fast 900 Quadratkilometer Baustelle, Verkehrschaos und pulsierendes Berlin. „Berlin ist ein Schmelztiegel“, zieht Werner Keppler ein Fazit.

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