Jugendfeuerwehr feiert 50-jähriges Bestehen
Ein gutes Generationen-Projekt

Albersloh -

Die Albersloher Jugendfeuerwehr besteht seit 50 Jahren. Das soll wird mit verschiedenen Aktionen gefeiert.

Samstag, 27.04.2019, 12:00 Uhr
Die einen waren, die anderen sind aktiv in der Jugendfeuerwehr: Guido Abelmann (sitzend im Feuerwehrbulli von 1965) unterstützt die Jubiläumsfeierlichkeiten. Darüber freuen sich Reinhard Seebröker, Finn-Louis Tschirner und Paul Feldmann (v.li.).
Die einen waren, die anderen sind aktiv in der Jugendfeuerwehr: Guido Abelmann (sitzend im Feuerwehrbulli von 1965) unterstützt die Jubiläumsfeierlichkeiten. Darüber freuen sich Reinhard Seebröker, Finn-Louis Tschirner und Paul Feldmann (v.li.). Foto: Christiane Husmann

Finn-Louis Tschirner und Paul Feldmann tragen ihre Jacken mit Stolz. Die beiden Jungs gehören zur Albersloher Jugendfeuerwehr, die vor 50 Jahren ins Leben gerufen worden war. „Ein guter Grund zum Feiern“, findet nicht nur die örtliche Feuerwehr , sondern meinen auch weite Teile der Dorfbevölkerung, die vom ehrenamtlichen Einsatz der Wehrleute profitieren und den jungen Nachwuchs nicht nur feiern, sondern auch fördern wollen.

Auf die Frage, warum er der Jugendfeuerwehr beigetreten ist, sagt der zehnjährige Finn-Louis Tschirner: „Das macht Spaß.“ Und der 15-jährige Paul Feldmann ergänzt: „Wir unternehmen gemeinsam viel.“ Dabei zählt er Zeltlager, Sport und andere Aktivitäten auf.

Spaß und Unterricht

Dass neben viel Spaß auch Unterricht auf dem Plan der jungen Leute steht, stört sie nicht. „Im Winter befassen wir uns mehr mit Theorie. Im Sommer sind meist die praktischen Übungen dran“, sagt Paul. Beim hintergründigen Ernst spielt der Spaß eine große Rolle. Das belegen Übungen mit Feuerwehrschläuchen an der Werse, die in turbulenten Wasserschlachten gipfeln.

Dafür, dass der Spagat zwischen Disziplin und Spaß gelingt, sorgen die beiden Jugendwarte Tobias Litoborski und Mario Baiger, die aus eigener Erfahrung wissen, worauf es in der Jugendfeuerwehr ankommt. Besonderer Wert wird auf Teamgeist gelegt. Dass man sich gut ergänzen und mit unterschiedlichen Talenten punkten kann, wird bei verschiedenen Aktionen deutlich gemacht. Während der eine sich sportlich bewährt, kann der andere mit Theorie glänzen. Und ein dritter Jugendlicher ist handwerklich geschickt. „Wir lernen, dass guter Zusammenhalt und Teamarbeit wichtig sind“, sagt Paul.

Das „Notrufbrot“.

Das „Notrufbrot“. Foto: Christiane Husmann

Mit der nötigen Portion Stolz blickt Reinhard Seebröker auf die Nachwuchs-Wehrleute. Der Feuerwehrmann in fünfter Generation gehörte 1968 zu den Mitbegründern der Albersloher Jugendfeuerwehr. So auch die Hauptbrandmeister Peter Datema und Herbert Sievers, die heute in der Ehrenabteilung sind.

Reinhard Seebröker ist noch  immer als Stadtbrandinspektor aktiv und kümmert sich als „Chef“ des Vorbereitungsteams zum Jubiläumsjahr auch um viele andere Belange der Jugendfeuerwehr. „Das liegt mir am Herzen“, sagt Seebröker, der die Jugendabteilung gut aufgestellt sieht. „Die Jugendlichen haben zusammen viel Spaß und werden gut ausgebildet“, weiß er.

Handwerker unterstützen die Jugendfeuerwehr

Ernst wird es erst mit Eintritt in die aktive Feuerwehr. „Die meisten wollen als junge Erwachsene weitermachen“, weiß der Stadtbrandinspektor. Dafür müssen sie eine feuerwehrtechnische Grundausbildung und verschiedene Sonderausbildungen absolvieren. „Bei den ersten Einsätzen begleiten sie die erfahrenen Kameraden“, erklärt Reinhard Seebröker. Damit das Jubiläumsjahr in gebührendem Rahmen begangen werden kann, muss die Feuerwehr etwas tiefer in die Tasche greifen. Mit verschiedenen Aktionen soll deshalb   Geld akquiriert werden, das den verschiedenen Jubiläumsveranstaltungen zugute kommen soll.

Bäckermeister Guido Abelmann, der übrigens vor 30 Jahren selbst in die Jugendfeuerwehr eingetreten war und noch heute aktiver Feuerwehrmann ist, hatte die Idee, anlassgemäß ein Brot zu backen. „Notruf 112“ heißt der Brotlaib, der sich appetitlich im Regal der Bäckerei an der Bergstraße präsentiert. Nicht nur mit der Notrufnummer, sondern auch mit gutem Geschmack will das Brot überzeugen: 40 Prozent Roggenvollkornmehl, Salz, Sauerteig und ein Hauch von Kümmel geben dem Backwerk seinen typischen Geschmack. Vom Verkauf eines jeden Brotes kommen 1,50 Euro dem Feuerwehr-Nachwuchs zugute.

Die Jugendlichen haben zusammen viel Spaß und werden gut ausgebildet.

Reinhard Seebröker

Auch andere Geschäftsleute wollen die Jugendfeuerwehr unterstützen: Die Fleischerei Meier verkauft eine Rostbratwurst mit Lavendel, einem Kraut, dem beruhigende Wirkung nachgesagt wird. So heißt die Wurst: „112 – in der Ruhe liegt die Kraft.“ Pro verkauftes Kilogramm gehen 1,50 Euro an die jungen Feuerwehrleute. Und die Schreinerei Bartmann fertigt Geschenke aus Holz für die Jubiläumsgäste.

► Bis die eigentlichen Jubiläumsaktionen, wie das Zeltlager vom 7. bis 10. Juni, zu dem mehr als 200 Jugendliche aus dem Kreis erwartet werden, und die große Festveranstaltung am 14. September mit Party stattfinden, gibt es für die Feuerwehr noch viel zu tun. Dabei ist wieder Teamarbeit gefragt. Wohl kein Problem, denn das ist ja eine der Disziplinen, die den Feuerwehrleuten früh mitgegeben wird.

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