Montessori-Schüler gehen im St.-Josef-Stift auf Berufsfelderkundung
Ein Krankenhaus bietet viele Berufe

Sendenhorst -

In einem Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen sind viele Berufe vertreten. Das erfuhren Montessori-Schüler bei ihrer Berufsfelderkundung im St.-Josef-Stift.

Samstag, 27.04.2019, 10:00 Uhr
Bei der Berufsfelderkundung probierten die Schüler mit Alterssimulationsanzügen aus, wie es sich anfühlt, wenn Menschen durch Krankheit oder Alter beeinträchtigt sind.
Bei der Berufsfelderkundung probierten die Schüler mit Alterssimulationsanzügen aus, wie es sich anfühlt, wenn Menschen durch Krankheit oder Alter beeinträchtigt sind. Foto: Bettina Goczol

Was willst du mal werden? Diese Frage wird Jugendlichen wohl am häufigsten gestellt. Sie ist aber mitunter am schwersten zu beantworten. Achtklässler der Montessori-Gesamtschule waren zur Berufsfelderkundung im St.-Josef-Stift zu Gast, um sich über ganz unterschiedliche Berufe im Krankenhaus und in der Altenhilfe zu informieren. Die wichtigste Botschaft fasste Ausbildungskoordinatorin Laura Harms zusammen: „Sucht euch einen Beruf, der euch Spaß macht, der eine sinnvolle Tätigkeit ist und bei dem ihr mitgestalten könnt.“

Mitarbeiter stellen Berufe vor

In neun „Berufssteckbriefen“ stellten Auszubildende und Mitarbeiter ihre Berufe vor, darunter Kranken- und Gesundheitspflege, Medizinische Fachangestellte, Altenpflege, Orthopädietechnik-Mechaniker, Orthopädieschuhtechniker, Physio- und Ergotherapie. Aber auch nicht so naheliegende Berufe wie Fachinformatiker für Systemintegration oder Kaufleute im Gesundheitswesen waren vertreten. Dabei gab es jeweils Einblicke in die Tätigkeitsfelder und die Bewerbungsvoraussetzungen. Deutlich wurde, dass das St.-Josef-Stift in den jeweiligen Berufen eine große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten abdeckt und dann nach Neigung die Möglichkeit zur späteren Spezialisierung bietet.

Auch als Physiotherapeut muss ich einen Bericht für den Arzt schreiben können oder mich mit einem englischsprachigen Patienten unterhalten.

Peter Müller

Für viele Berufe ist nicht nur fachliche, sondern auch menschliche Kompetenz nötig. Und: Viele Schulfächer bekommen im Beruf eine ganz neue Bedeutung: „Auch als Physiotherapeut muss ich einen Bericht für den Arzt schreiben können oder mich mit einem englischsprachigen Patienten unterhalten“, nannte Peter Müller, Leiter des Therapiezentrums, als Beispiel. Für viele Schüler war neu, dass auch die IT in einem Krankenhaus große Bedeutung hat. Auszubildender Dominik Höing beschrieb die Vielfalt der Aufgaben, um die Datensicherheit und Funktionsfähigkeit der Systeme sicherzustellen. „Man muss bereit sein, Fragen zu stellen, ein Ziel zu verfolgen und sich auch mal einen halben oder ganzen Tag mit einer Problemlösung zu befassen.“

Orthopäditechnik-Mechanikerin Vanessa Behrendt gehörte zu den Berufsbotschaftern des St.-Josef-Stifts und stellte ihr Gesellenstück, eine Unterschenkelorthese für Patienten mit einer Fußhebeschwäche, vor.

Orthopäditechnik-Mechanikerin Vanessa Behrendt gehörte zu den Berufsbotschaftern des St.-Josef-Stifts und stellte ihr Gesellenstück, eine Unterschenkelorthese für Patienten mit einer Fußhebeschwäche, vor. Foto: Bettina Goczol

Praktika helfen bei Entscheidungen

Christiane Schwering, stellvertretende Pflegedienstleiterin, stellte die Möglichkeiten eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) vor, um sich zu orientieren, Erfahrung, Soft-Skills und Pluspunkte für den eigenen Lebenslauf zu sammeln. Für das FSJ gibt es eine kleine Vergütung. Alternativ lässt sich Taschengeldaufbesserung und Erfahrungsgewinn auch in Ferienjobs kombinieren. Tipp: „Seid flexibel, seid offen, macht Praktika.“ Selbst wenn am Ende eines Praktikums oder eines Freiwilligen Sozialen Jahres das Ergebnis steht, dass ein bestimmtes Berufsbild nicht zu einem passt, sei das auch eine wichtige Erkenntnis für die Berufswahl, so Ausbildungskoordinatorin Laura Harms.

Erfahren, wie sich alte Menschen fühlen

Eine Führung durchs Haus und Workshops rundeten die Berufsfelderkundung ab. So konnten die 14- bis 15-Jährigen in Alterssimulationsanzüge schlüpfen und mit Jens Hinkemann, Ausbildungskoordinator für die Altenhilfeeinrichtungen der Stiftung, darüber ins Gespräch kommen, wie sich pflegebedürftige alte Menschen fühlen. Die Hygienefachkräfte informierten über Händehygiene, die die Schüler in der Schwarzlichtbox testen konnten, und bei einem von den Azubis selbst entwickelten Würfelquizspiel wurde Wissen rund um die Ausbildung vertieft.

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