Erste Ideen für eine neue „Bürger-Halle“
Schöner Ort für die Gemeinschaft?

Sendenhorst -

Nach dem Wegfall des Bürgerhauses stellt sich die Frage, ob die Stadt eine Bürgerhalle braucht. Erste Ideen und Überlegungen gibt es dazu, doch zunächst einmal muss der tatsächliche Bedarf konkretisiert werden. Das soll bis zum Herbst geschehen.

Montag, 29.04.2019, 09:00 Uhr
Die städtische Projektleiterin Katja Usunov erläuterte die bisherigen Überlegungen zum Bau einer „Bürger-Halle“ auf dem Gelände des ehemaligen Metallbauunternehmens am Westtor.
Die städtische Projektleiterin Katja Usunov erläuterte die bisherigen Überlegungen zum Bau einer „Bürger-Halle“ auf dem Gelände des ehemaligen Metallbauunternehmens am Westtor. Foto: Josef Thesing

Das Bürgerhaus in der Fußgängerzone ist in seiner bisherigen Form Geschichte. Der Saal wird abgerissen und weicht neuer Wohnbebauung. Und wo bis vor kurzer Zeit noch das schnelle Bier am Abend möglich war, werden demnächst Rezepte entgegengenommen und Tabletten verkauft. Die Apotheke Hake zieht ein, will ihren bisherigen Standort aber zusätzlich weiter betreiben, ist den Hinweisen am Bürgerhaus zu entnehmen.

Vereine aus der Stadt und auch andere Gruppen und Organisationen nutzten den Saal für Veranstaltungen, nicht allzu häufig, aber regelmäßig. Nach dessen Schließung stellt sich nun die Frage, ob Sendenhorst einen großen Veranstaltungsraum braucht, den die Stadt zur Verfügung stellt. Die Idee einer „Bürger-Halle“ – vorerst ein Arbeitstitel – wurde geboren. Als Standort ist das Gelände des ehemaligen Metallbauunternehmens am Westtor vorgesehen, das die Stadt gekauft hat.

Braucht die Stadt einer „Bürger-Halle“

Die zentralen Fragen, die sich stellen: Braucht die Stadt eine „Bürger-Halle“ mit einem großen Saal und Nebenräumen? Kann sich eine solche Einrichtung auch finanziell tragen? Wer soll einen solchen Veranstaltungsort betreiben?

Au f dem Gelände des ehemaligen Metallbau-Unternehmens könnte die Bürgerhalle errichtet werden.

Au f dem Gelände des ehemaligen Metallbau-Unternehmens könnte die Bürgerhalle errichtet werden. Foto: Josef Thesing

Für das Projekt ist im Rathaus Katja Usunov zuständig. Auf Einladung der CDU-Seniorenunion stellte sie den Sachstand dar, nachdem es unlängst eine Diskussionsrunde mit Vereinsvertretern gegeben hatte. Fest steht bisher: Die Bagger sind noch nicht beauftragt. „Wir stehen ganz am Anfang eines Prozesses“, erklärte sie zu Beginn. Und für diesen „Anfang“ mit vielen Gesprächen und Abwägungen wolle man sich etwa bis zum Herbst Zeit nehmen. Bis dahin soll auch die Frage geklärt sein, was in der „Bürger-Halle“ stattfinden kann und soll. Eine erste Idee hierzu hat sich bereits herauskristallisiert: neben großen Veranstaltungen und Feiern auch „ruhige Sportarten“, um die bestehenden Sporthallen zu entlasten.

Keine Konkurrenz zur Gastronomie

Das Projekt soll, machte Katja Usunov deutlich, nicht in Konkurrenz mit bestehenden gastronomischen Betrieben treten, sondern Veranstaltungen ermöglichen, die über die Kapazitäten der Gaststätten hinausgehen. Denkbar sind unter anderem Kulturveranstaltungen vom Format des alle zwei Jahre in Sendenhorst stattfindenden „Acappella Bundescontests“, große Konzerte und die großen Vereinsfeste. Unternehmens-Events, Bälle und größere Tagungen könnten dort durchgeführt werden.

Auch wenn vieles noch in der Schwebe ist, scheint eines sicher: Wenn die „Bürger-Halle“ gebaut wird, dann architektonisch wertvoll. Und sie soll technisch mit all dem ausgestattet werden, was für Veranstaltungen notwendig ist, damit das Equipment ständig zur Verfügung steht. Angedacht ist, dass das Catering von einem ortsansässigen Unternehmen übernommen wird.

Das soll keine Sporthalle werden, die auch anders genutzt werden kann.

Katja Usunov

Wie das Projekt finanziert werden soll und wie die laufenden Kosten gedeckt werden sollen, ist noch offen. Auch eine Kostenschätzung gibt es noch nicht. Eines machte Katja Usunov aber deutlich: „Das soll keine Sporthalle werden, die auch anders genutzt werden kann.“  

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