Großbaustelle Albersloh – Sperrung für Lkw gilt ab kommendem Mittwoch
Am 13. Mai geht’s im Dorf los

Albersloh -

Am 13. Mai starten die Kanal- und Straßenbauarbeiten im Dorfzentrum von Albersloh. Dann ist eine Durchfahrt über die Sendenhorster Straße nicht mehr möglich. Die Bergstraße wird zur Sackgasse. Der Lkw-Verkehr wird bereits ab dem 8. Mai weiträumig umgeleitet.

Samstag, 04.05.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 16:46 Uhr
Zunächst besprachen die Beteiligten am Morgen den Baustellenverlauf. Anschließend hatten die WN viele Fragen.
Zunächst besprachen die Beteiligten am Morgen den Baustellenverlauf. Anschließend hatten die WN viele Fragen. Foto: Christiane Husmann

„Wann geht’s los?“, war die erste Frage eines Anliegers am Freitagmorgen an der Ecke Sendenhorster Straße/Bergstraße. Dort hatten sich all jene zur Besprechung eingefunden, die mit der kommenden Großbaustelle zu tun haben. Allen voran Klaus Neuhaus , Leiter der städtischen Eigenbetriebe, sowie Thomas van der Giet und Bernhard Gnegel vom Sendenhorster Planungsbüro, die gemeinsam mit dem Tiefbauunternehmen aus Osnabrück in den kommenden neun bis zwölf Monaten – abhängig von den Wetterbedingungen und dem Verlauf der komplizierten und komplexen Baustelle – alle Fäden in der Hand haben.

Die Frage des Bürgers war schnell beantwortet: Ab Montag, 13. Mai, wird Albersloh zur Großbaustelle. Und zwar im ersten Bauabschnitt zwischen der Eisdiele und der Abzweigung zur Bergstraße.

Bergstraße wird zur Sackgasse

Dann geht in diesem Bereich für den Autoverkehr (fast) nichts mehr. „Hier ist die Bergstraße dann eine Sackgasse“, erklärt Klaus Neuhaus, auf der Bergstraße stehend. Allerdings: Für den Rettungsdienst und die Feuerwehr sei ein Durchkommen zumeist möglich. „Das ist so vereinbart“, sagt Neuhaus. Für den innerörtlichen Verkehr sind dann Umleitungen ausgeschildert.

Lkw von außerhalb, die kein direktes „Anliegen“ im Dorf haben, sollte es dann schon seit ein paar Tagen nicht mehr im Dorf geben – wenn sich die Brummifahrer daran halten. Denn ab Mittwoch, 8. Mai, sind die großräumig angelegten Umleitungsstrecken wirksam, damit sich die Fahrer gewissermaßen an die Sperrung des Dorfes gewöhnen können.

Der Schwerlastverkehr wird am Hiltruper Kreuz, am neuen Kreisverkehr an der Umgehungsstraße kurz vor Wolbeck, in Tönnishäuschen und in Drensteinfurt umgeleitet. Dass hat das Fachbüro MSC, das auf Verkehrsregelungen spezialisiert ist, in Zusammenarbeit mit Straßen.NRW, dem Kreis Warendorf und mit der Stadt Sendenhorst ausgetüftelt. „Das ist eine tragbare Lösung“, meint Neuhaus.

Kontrolle der Lkw

Doch er geht, wie auch die anderen Beteiligten, zunächst einmal nicht davon aus, dass sich alle Brummifahrer in jedem Fall an den Umleitungsschildern orientieren werden – vor allem nachts nicht, auch wenn Polizei und Ordnungsamt kontrollieren werden und die Mitarbeiter der Baufirma ebenso ihre Augen aufhalten werden. „Nachts ist das größte Problem. Der eine oder andere Lkw wird sicher hier stehen“, ist Bernhard Gnegel überzeugt. Und zwar deshalb, weil mancher Chauffeur lieber dem Navi glaube als den großen Umleitungsschildern.

Und dann? Dann geht’s nur noch rückwärts bis zum kleinen Kreisverkehr am „Zegen Esch“. Oder, wie Klaus Neuhaus es bei anderen Bauvorhaben erlebt hat: „Einige drehen dann in den Vorgärten.“ Natürlich hoffen er und die anderen Beteiligten, dass es nicht so kommt.

An dieser Stelle geht’s los, erklären Thomas van der Giet, Bernhard Gnegel und Klaus Neuhaus (v.li.).

An dieser Stelle geht’s los, erklären Thomas van der Giet, Bernhard Gnegel und Klaus Neuhaus (v.li.). Foto: Christiane Husmann

Die Baustelle wird in den kommenden Monaten durch das Dorf wandern, stets in Abschnitten von 30 bis 40 Metern. Regelmäßig sollen die Albersloher darüber informiert werden, was wo passieret. Jeden Donnerstag ist um 9 Uhr „Sprechstunde“ im Baubüro. Wo das eingerichtet wird, steht noch nicht fest – entweder in einem Baucontainer oder in einem der leerstehenden Büros im Dorf. Auch die WN werden natürlich über den Stand informieren. Und über den QR-Code auf dem Baustellen-Flyer werden die Nutzer auf die städtische Homepage geleitet, auf der auch die Ansprechpartner genannt werden. „Wir informieren zeitnah. Alles andere sind Gerüchte“, sagt Thomas van der Giet. Lob und Tadel wollen die Verantwortlichen dabei auch entgegennehmen. „Schön wär’s, wenn sich das die Waage hält“, schmunzelt Bernhard Gnegel.

Das Gute ist, dass hier alle gewillt sind, ihren Beitrag zu leisten.

Klaus Neuhaus

Die beiden Baustellen für die Mehrfamilienhäuser können weitergeführt werden, auch wenn es – wie für alle anderen auch – etwas aufwändiger mit der Belieferung werden wird. „Das Gute ist, dass hier alle gewillt sind, ihren Beitrag zu leisten“, blickt Klaus Neuhaus dem entgegen, was kommt. Und er verspricht, dass nicht getrödelt wird. „Das wird hier keine Baustelle, wie wir sie aus anderen Orten kennen.“

Der zweite Bauabschnitt führt über die Sendenhorster Straße in Richtung Ortsausgang. Für ihn sind etwa drei bis fünf Monate geplant. Vorgesehen ist auch, die Erschließung des Neubaugebiets Kohkamp gleich mit abzuwickeln. Aber dafür stehen die letzten Genehmigungen im Moment noch aus, berichtet Neuhaus.

Die roten Hinweise für die Bauabschnitte sind schon auf die Straße gemalt. Klaus Neuhaus erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Großbaustelle „ja kein Mittel zum Selbstzweck ist“.

Keine Kosten für die Anlieger

Die Kanalsanierung sei ebenso fällig wie die Erneuerung der maroden Straße. Das Kanalsystem werde durch den Einbau größerer Rohre optimiert und für Strakregenereignisse hergerichtet. Davon würde das Dorf profitieren.

Im Zuge der Straßensanierung werden auch die Gehwege auf Vordermann gebracht. Sie werden nicht komplett erneuert, aber angeglichen und ausgebessert. „Wir können sie leider nicht verbreitern“, flachst Bernhard Gnegel. „Alles soll hier nachher richtig schick sein“, verspricht Klaus Neuhaus.

Für die Anlieger entstehen übrigens keine Kosten: weder für die Kanalsanierung noch für den Straßenbau. Der städtische Eigenbetrieb und Straßen.NRW investieren in die gesamte Baumaßnahme rund 2,2 Millionen Euro.

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