Ausschuss befasst sich mit Ausbau und Waldkindergarten
Kita-Landschaft ist in Bewegung

Sendenhorst -

Sendenhorst braucht mehr Kita-Plätze – auch kurzfristig. Deshalb wird die Kita Maria Montessori erweitert. Bis das erreicht ist, gibt es Übergangslösungen. Und auch ein Waldkindergarten steht auf dem Zettel. Der Stand der Dinge wird im Ausschuss für Schule und Soziales präsentiert.

Montag, 06.05.2019, 10:00 Uhr
Die Kita-Kinder dürfen sich freuen: Für sie wird mehr Platz geschaffen.
Die Kita-Kinder dürfen sich freuen: Für sie wird mehr Platz geschaffen. Foto: dpa

Die Kindergartenlandschaft in der Stadt ist kräftig in Bewegung. Grund ist, dass es zu wenige Plätze für zu viele Kinder gibt – auch kurzfristig. Darauf muss die Kindergartenbedarfsplanung des Kreises Warendorf in Zusammenarbeit mit der Stadt reagieren. „Der Bedarf wird in den kommenden Jahren weiter steigen“, macht die Stadtverwaltung in der Vorlage für die Sitzung des Ausschusses für Schule und Soziales am Dienstag, 7. Mai, deutlich. Dort werden unter anderem die Erweiterung der Kita Maria-Montessori und der Sachstand für die Einrichtung eines Waldkindergartens vorgestellt.

Der Bedarf wird in den kommenden Jahren weiter steigen.

Einschätzung der Verwaltung

Die Kita Maria Montessori wird um zwei Gruppen und rund 366 Quadratmeter erweitert. Das Planverfahren hierfür ist abgeschlossen. Bauherr und Investor Carsten Merker stellt in der morgigen Sitzung die Details vor. Im Juni muss der Haupt- und Finanzausschuss die Vereinbarung mit dem Investor und der Kindergruppe Sendenhorst als Mieterin der Anlage beschließen. Zudem muss eine Träger- und Finanzierungsvereinbarung mit der Kindergruppe erarbeitet werden.

Küche muss erweitert werden

Auch die Küche der Kita, die ursprünglich für zwei Gruppen ausgelegt war, muss erweitert und besser ausgestattet werden. Die Kindergruppe hat hierfür 20 000 Euro bei der Stadt beantragt. Die Stadtverwaltung hält diese Ausgabe für sinnvoll und „gut nachvollziehbar“.

Bis diese Kita erweitert ist, hat die Stadt bereits Übergangslösungen beschlossen. 20 Kinder ab zwei Jahren bis zur Einschulung werden an der Langenstraße im Erdgeschoss eines bisher privat genutzten Hauses untergebracht. Die katholische Kita St. Michael wird zusätzlich zehn Kinder im Alter unter drei Jahren aufnehmen.

Ideen zum Waldkindergarten

Vorgestellt wird in der Sitzung auch, wie weit die Idee eines Waldkindergartens gediehen ist. Das Kreisjugendamt geht einerseits davon aus, dass es sich bei einer solchen Einrichtung um ein zusätzliches Angebot handeln würde, das andererseits frühestens zum Kindergartenjahr 2020/2021 zum Tragen kommen könnte – und das für eine Gruppe von bis zu 20 Kindern. Dabei sei kaum zu erwarten, das eine Wald-Kita für Kinder berufstätiger Eltern geeignet sei.

In einer Informationsveranstaltung der Stadtverwaltung zum Waldkindergarten hatte sich eine Interessengruppe zusammengefunden, die sich am kommenden Donnerstag um 19 Uhr im Kommunalforum trifft. Die Stadt unterstützt die Gründung einer solchen Einrichtung als eine „Erweiterung der Träger- und Angebotsvielfalt“, heißt es in der Vorlage. Auch die katholische Kirchengemeinde hat unlängst angekündigt, einen weiteren Kindergarten planen zu wollen.

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