Natural Horsemanship-Tage in Albersloh
Was wir von Pferden lernen können

Albersloh -

Mark Langley kommt aus Australien. In seinem Leben dreht sich sehr vieles um Pferde. Am Samstag, 1. Juni, möchte der Pferdetrainer in der Bauerschaft Ahrenhorst seine Art der Arbeit mit Pferden vorstellen, um begeisterten Pferdemenschen ihre vierbeinigen Partner näher zu bringen.

Freitag, 10.05.2019, 06:00 Uhr
Prinzipien der Natural Horsemanship, so wie er sie für sich erarbeitet hat,möchte der Australier Mark Langley am 1. Juni in Albersloh vermitteln.
Prinzipien der Natural Horsemanship, so wie er sie für sich erarbeitet hat,möchte der Australier Mark Langley am 1. Juni in Albersloh vermitteln.

Mark Langley kommt aus Australien. In seinem Leben dreht sich sehr vieles um Pferde. Am Samstag, 1. Juni, möchte der Pferdetrainer in der Bauerschaft Ahrenhorst seine Art der Arbeit mit Pferden vorstellen, um begeisterten Pferdemenschen ihre vierbeinigen Partner näher zu bringen und um die gegenseitige Kommunikation sowie das Vertrauen ineinander zu stärken.

Wie wichtig gegenseitiges Vertrauen und Verstehen ist, das erfährt Pauline Maria Höfener in ihrer Arbeit täglich. Pauline Maria Höfener ist Pferdetrainerin nach Natural Horsemanship, sie hat bei Mark Langley in Australien gelernt und gearbeitet und hat ihren Lehrer nun von „Down Under“ ins Münsterland eingeladen. „Es wird eine Demonstration geben, in der Mark seine Arbeit nicht nur theoretisch erklären wird, sondern alle wieder hautnah miterleben können, wie kleine Veränderungen im eigenen Verhalten große Veränderungen für unsere Pferde bedeuten können“, kündigt sie an.

Aber nicht nur für die Pferde. Auch die Menschen können im Umgang mit den Pferden viel über sich selbst lernen.

Der australische „Horseman“ ist nun schon zum dritten Mal in Albersloh. „I am not here as a trainer, but as a helper“, sagt er von sich selbst, er sei nicht in erster Linie als Trainer gekommen sondern zur Unterstützung. Dazu hat er jede Menge Erfahrung und Pferdewissen im Gepäck von „Down Under“.

Schon immer waren Pferde ein großer Teil von Mark Langleys Leben. Sein Vater setzte ihn schon als kleinen Jungen aufs Pferd, ehe er überhaupt laufen konnte. Im australischen Outback, wo Langley aufgewachsen ist, sind Pferde noch selbstverständliche Arbeits- und Farmtiere. Als junger Mann lernte er von vielen Trainern, unter anderem in Schottland, England und Amerika, und hat sich von ihnen inspirieren lassen. Doch am meisten lernte er von den unzähligen Pferden, die aus ganz Australien zu ihm gekommen sind und mit denen er inzwischen zusammengearbeitet hat. In einem jahrelangen Prozess entwickelte sich seine eigene Philosophie im Umgang mit den Pferden, heißt es in einem Bericht von Pauline Maria Höfener.

„Der Grundgedanke ist nicht, Druck aufzubauen und das eigene Pferd dazu zu bringen, Dinge zu tun, die es gar nicht möchte, wie zum Beispiel in einen kleinen, dunklen Hänger zu gehen“, erläutert Pauline Maria Höfener den besonderen Ansatz im Konzept von Mark Langley. „Sondern es geht darum, eine Verbindung zu dem Pferd aufzubauen, dass es vertraut und sich aus eigenen Stücken entscheidet zu folgen.“ Wichtige, grundlegende Aspekte der Zusammenarbeit mit den Vierbeinern seien Aufmerksamkeit, Körpersprache und ein entspannter Umgang mit dem Pferd.

Es gebe viele verschiedene Horsemanship-Ansätze und Methoden, teilweise mit speziellem Equipment und Anleitungen, erklärt Höfener. Mark Langleys Art und Weise, mit Pferden umzugehen, habe er von niemandem gezeigt bekommen. Vielmehr sei seine Philosophie durch Ausprobieren entstanden: Seit 20 Jahren ist er nun hauptberuflich Pferdetrainer und arbeitet viel mit Jungpferden, aber auch mit schwierigen, nervösen oder wilden Pferden. Die Besucher/Teilnehmer seiner Demonstrationen oder Lehrgänge erhalten daher weniger eine Schritt-für-Schritt-Anleitung: „Das ist nicht hilfreich, weil jedes Mensch-Tier-Paar eine ganz eigene Unterstützung braucht“, weiß Pauline Maria Höfener aus ihrer eigenen Trainingsarbeit.

Langleys Idee dagegen ist, dass jede und jeder für sich selbst herausfinden kann, was für die eigene Partnerschaft mit dem Pferd funktioniert und wie Probleme am besten gelöst werden können. Eine festgefahrene Methode führe hierbei nicht unbedingt zum Erfolg, schon gar nicht zu einem besseren gegenseitigen Verständnis. Kreativität und die Freude am Ausprobieren bewirken das hingegen schon. Dass dies mit viel Freude und Humor geschieht, davon können sich die Besucher der Demonstration in Albersloh selber überzeugen. Denn dann wird Mark Langley auf fachmännische und sehr unterhaltsame Weise seine Arbeit ganz konkret vorstellen. Damit alle etwas verstehen, wird Pauline Maria Höfener die Erklärungen ihres Ausbilders übersetzen. Am Ende des Tages werden womöglich beide etwas gelernt haben, Mensch und Tier.

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