Neuenten Unternehmerforum der Stadt Sendenhorst
Mobilitätsangebote für Firmen

Sendenhorst -

Nicolas Hendricks von der IHK Nord Westfalen ist für das Betriebliche Mobilitätsmanagement zuständig und war Gast beim neunten Unternehmerforum der Stadt Sendenhorst am Donnerstagabend in der „Waldmutter“.

Samstag, 11.05.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 12.05.2019, 14:10 Uhr
Gestalteten das neunte Unternehmerforum der Stadt Sendenhorst zum Thema „Neue Mobilitätsangebote für Unternehmen“: Annette Görlich (Wirtschaftsförderung), Nicolas Hendricks (IHK), Bürgermeister Berthold Streffing, Bettina Küch-Wallmeyer (Allgemeine Vertreterin) und Oliver Hock („Teilautos“, v.l.).
Gestalteten das neunte Unternehmerforum der Stadt Sendenhorst zum Thema „Neue Mobilitätsangebote für Unternehmen“: Annette Görlich (Wirtschaftsförderung), Nicolas Hendricks (IHK), Bürgermeister Berthold Streffing, Bettina Küch-Wallmeyer (Allgemeine Vertreterin) und Oliver Hock („Teilautos“, v.l.). Foto: Stadt Sendenhorst

Wie kommen meine Mitarbeiter zu ihrem Arbeitsplatz? Können neue Angebote die betriebliche Mobilität verbessern, die Umwelt schonen, aber auch Kosten senken? Nicolas Hendricks von der IHK Nord Westfalen ist von Letzterem überzeugt. Als Referent für Mobilität ist Hendricks für das Betriebliche Mobilitätsmanagement zuständig und war Gast beim neunten Unternehmerforum der Stadt Sendenhorst am Donnerstagabend in der „Waldmutter“.

Mit dem Titel der Veranstaltung „E-Mobilität, Jobrad und Carsharing – neue Mobilitätsangebote für Unternehmen“ war ein breites Spektrum an Möglichkeiten umrissen, wie Betriebe Anreize setzen können. „Wer mit Hilfe eines Dienstradmodells seine Mitarbeiter zu mehr Bewegung auf den Arbeitswegen motiviert, tut nicht nur viel für die Gesundheitsförderung, sondern auch für die Fachkräftesicherung im Unternehmen“, gab der Referent zu bedenken.

Mit vielen konkreten Beispielen zur Mitarbeitermobilität, bei Dienstreisen und beim Fuhrpark warb Nicolas Hendricks bei den Teilnehmern für ein strategisches Vorgehen und die Einführung eines Mobilitätsmanagements. „Die Industrie- und Handelskammern unterstützen dabei mit einem für Unternehmen kostenfreien Zertifikatslehrgang bei der Umsetzung“, führte er aus. Wer jetzt beispielsweise mit der Umstellung auf E-Mobilität im Unternehmen ernst zu machen beabsichtige, treffe aktuell auf attraktive neue Förderprogramme von Bund und Land – und zwar sowohl für Fahrzeuge als auch für die dazugehörige Ladeinfrastruktur. Mittlerweile gebe es eine große Bandbreite an E-Fahrzeugen, auch im Bereich der Nutzfahrzeuge. Knackpunkt sei sicherlich noch die Reichweite der E-Fahrzeuge. Wer allerdings beispielsweise viel innerstädtisch oder in der Region unterwegs sei, brauche sich über die mangelnde Reichweite keine Gedanken zu machen, so Hendricks.

Das Job-Ticket und ab 1. August das neue Azubi-Ticket sollen Beschäftigte zum Umstieg auf den ÖPNV motivieren, denn es lasse sich auch für private Fahrten einsetzen, erfuhren die Teilnehmer ebenfalls. Für Unternehmen sind Job-Ticket oder Azubi-Ticket steuerlich als Betriebsausgabe absetzbar.

Dass auch Unternehmen von Carsharing profitieren können, erläuterte im Anschluss Oliver Hock vom Carsharing-Anbieter „Teilautos“ aus Beckum. Ob dabei ausschließlich Firmen-Carsharing-Fahrzeuge bereitgestellt werden oder Pool-Fahrzeuge zum Einsatz kommen, ist firmen- und standortabhängig – verschiedene Varianten können realisiert werden. Die Akzeptanz der Mitarbeiter beim Thema Carsharing jedenfalls sei sehr groß: So würden nach einer Umfrage aus dem Jahr 2016 71 Prozent der Befragten ihren Dienstwagen gegen ein Corporate-Carsharing-Fahrzeug eintauschen, davon 27 Prozent sogar bedingungslos, stellte Oliver Hock dar.

Die Stadtverwaltung habe ebenfalls das E-Carsharing-Auto von Teilautos, das seit Februar an der E-Ladesäule auf dem Parkplatz Schlabberpohl stationiert sei, als Dienstwagen im Einsatz und ein älteres Fahrzeug dafür aus dem Bestand genommen, berichtete Bürgermeister Berthold Streffing. Die Erfahrungen seien durchweg positiv. Damit sei die Stadt mit ersten Schritten auf dem richtigen Weg, mit Hilfe des städtischen Klimaschutzmanagers, Dr. Johannes Hofmeister, dürften künftig noch weitere Fortschritte beim Thema „Mobilität und Klimaschutz“ folgen, so Bürgermeister Streffing.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6601840?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
“O’zapft is” - Münsters Wiesn eröffnet
Oktoberfest 2019: “O’zapft is” - Münsters Wiesn eröffnet
Nachrichten-Ticker