Bau- und Gewerbeflächenreserven analysiert
Wenig Platz für Unternehmen

Sendenhorst -

Im Rahmen der Vorbereitung der Fortschreibung beziehungsweise Neuaufstellung des städtischen „Handlungskonzeptes 2020“ hat die Stadt Daten zu vorhanden oder kurzfristig verfügbaren Wohnbau- und Gewerbeflächen zusammengetragen. Dabei sind vor allem Flächen für gewerbliche Nutzung derzeit rar.

Dienstag, 14.05.2019, 06:00 Uhr
 In Albersloh stehen Wohnbauflächen im Kohkamp kurzfristig bereit. Doch Gewerbeflächen gibt es im Wersedorf aktuell nicht zu vergeben.
 In Albersloh stehen Wohnbauflächen im Kohkamp kurzfristig bereit. Doch Gewerbeflächen gibt es im Wersedorf aktuell nicht zu vergeben. Foto: Josef Thesing

Insgesamt sind für den Ortsteil Sendenhorst im Flächennutzungsplan aktuell etwa 6,8 Hektar Gewerbeflächenreserven vorhanden. Die Daten dazu hat die Verwaltung im Rahmen der Vorbereitung der Fortschreibung beziehungsweise Neuaufstellung des städtischen „Handlungskonzeptes 2020“ zusammengetragen. Ein Zwischenbericht zu dieser Erhebung wird heute Abend in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ab 18 Uhr im Kommunalforum Thema sein.

Die Stadt teilt in diesem Bericht mit, dass von den 6,8 Hektar allerdings keine Flächen innerhalb eines Geltungsbereiches eines Bebauungsplanes liegen. Eine Fläche – östlich des Industriewegs mit etwa 2,7 Hektar – wäre bei einer Einigung mit dem Grundeigentümer aber kurzfristig mobilisierbar, heißt es in dem Bericht.

Eine weitere Fläche liegt nördlich des Funkturms (etwa 4,1 Hektar) und könne ebenfalls relativ kurzfristig mobilisiert werden. Dort gelte es aber, Verkaufsverhandlungen mit elf Einzeleigentümern zu führen.

Darüber hinaus wurde in diesem Zwischenbericht auch ein Überblick über Wohnbauflächenreserven in Sendenhorst und Albersloh zusammengestellt. Insgesamt seien im derzeit wirksamen Flächennutzungsplan im Ortsteil Sendenhorst rund 14,7 Hektar Wohnbauflächenreserven vorhanden. Allerdings auch hier wieder keine Flächen innerhalb des Geltungsbereiches eines Bebauungsplans. Insgesamt seien in Sendenhorst derzeit kurzfristig rund 2,7 Hektar mobilisierbare Wohnbauflächen zuzüglich einer eventuellen Erweiterungsfläche (FNP-Änderung erforderlich) von bis zu 1,5 Hektar vorhanden. Unter der Bedingung einer Verkaufsbereitschaft von Landwirten wären weitere 5,3 Hektar zeitnah realisierbar.

In Albersloh stehen derzeit keine Flächenreserven für Gewebegebiete zur Verfügung, ist dem Bericht zu entnehmen. Was die Wohnbauflächenreserven im Wersedorf angeht, sieht die Lage besser aus. Der Flächennutzungsplan weise für Albersloh Wohnbauflächenreserven von aktuell insgesamt rund 11,8 Hektar aus. Eine Fläche mit etwa 10,5 Hektar befindet sich innerhalb des in Aufstellung befindlichen Bebauungsplans „Kohkamp“.

Außerdem stünden über den „Kohkamp“ hinaus derzeit noch eine aktivierbare Wohnbauflächen von 1,3 beziehungsweise 2,4 Hektar an anderen Orten zur Verfügung. Voraussetzung sei in diesen Fällen aber die Verkaufsbereitschaft der Eigentümer.

Derzeit ist die Verwaltung zum Teil bereits im Gespräch mit einigen Grundstückseigentümern in den beiden Ortsteilen, mit weiteren werde das Gespräch nach Bedarf kurzfristig gesucht. Sollten die Flächen nicht verfügbar sein, zum Beispiel weil landwirtschaftliche Betriebe mittelfristig fortbestehen oder keine Einigungen über Entwicklungskonditionen erzielt werden können, sollten die Flächen getauscht werden, blickt die Verwaltung in die Zukunft. Dafür müssten aber alternative Standorte gefunden und der Flächennutzungs- und der Regionalplan angepasst werden.

Die mittel- bis langfristige Planung sieht außerdem vor, das Handlungskonzept 2020 neu aufzustellen und zu einem Handlungskonzept 2035 auszubauen. Dafür sind im Haushalt 2019 35 000 Euro vorgesehen.

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