Gerhard Bachtelers Leidenschaft für Indien
Ein Land und seine Menschen

Albersloh -

Gerhard Bachteler hat zwei Leidenschaften: Indien und das Fotografieren. Beides hat der frühere Lehrer bei seiner Arbeit im Auslandsschuldienst und bei Reisen unter einen Hut gebracht. Und so ist eine umfangreiche Fotosammlung entstanden. „Neugier ist eine wesentliche Voraussetzung“, sagt der Albersloher.

Dienstag, 04.06.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 07.06.2019, 15:12 Uhr
Die Leidenschaft für Indien wird auch im Arbeitszimmer von Gerhard Bachteler deutlich.
Die Leidenschaft für Indien wird auch im Arbeitszimmer von Gerhard Bachteler deutlich. Foto: Christiane Husmann

Die Fotos, die Gerhard Bachteler zeigt, zeugen von Leidenschaft. Nicht nur für die Fotografie, sondern auch für ein Land, in dem er gearbeitet und das er mehrfach bereist hat: Indien. Fasziniert von den Menschen, der Kultur und von der Landschaft hat sich der Albersloher intensiv mit dem riesigen Land befasst. So entstand eine imponierende Sammlung von Eindrücken, die er mit in die Heimat nehmen konnte.

Von 1968 bis 1973 im Auslandsschuldienst

„Als junger Lehrer hatte ich die Möglichkeit, im Auslandsschuldienst zu arbeiten“, erzählt Gerhard Bachteler. So zog es ihn von 1968 bis 1973 an die deutsche Schule in Bombay, heute Mumbai. „Im Rückblick sehe ich die fünf Jahre zweigeteilt“, sagt der pensionierte Pädagoge. Zum einen sei da die sehr anstrengende Zeit der Arbeit unter extremen klimatischen Bedingungen gewesen: „Hitze bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit.“ Zum anderen habe er die Ferien nutzen können, das Land von der Südspitze bis zum Himalaya zu bereisen. Während man heute oft von touristischem Highlight zu Highlight fahre, habe er schon damals versucht, das Land individuell zu bereisen. „Da muss man natürlich die Bereitschaft mitbringen, sich auf das Fremde einzulassen“, glaubt der Albersloher und sagt: „Neugier ist eine wesentliche Voraussetzung.“

Neugier ist eine wesentliche Voraussetzung.

Gerhard Bachteler

Der Neugier Gerhard Bachtelers und seinem Talent für die Fotografie ist es nun zu verdanken, dass es eine beachtliche Sammlung von farbenprächtigen und aussagestarken Fotos gibt, die den Betrachter an den Reiseerlebnissen des Alberslohers teilhaben lässt.

„Früher wurde ja noch analog fotografiert“, erinnert sich der Hobbyfotograf und erzählt von den 36-er Filmen, auf denen schnell nur noch für vier Fotos Platz war und bei denen man sich genau überlegen musste, was später lohnenswert im Labor entwickelt werden sollte. Heute sei das natürlich deutlich einfacher. Zumindest bezogen auf die Technik. „Wenn man ein gutes Porträtfoto erhalten möchte, muss man mit den Menschen in Kontakt treten“, findet Gerhard Bachteler und versichert: „Das Einverständnis wird immer erbeten.“

Persönliche Fotos von Menschen

So entstanden sehr persönliche Fotos, die Menschen bei der Arbeit oder in anderen Situationen zeigen. Beispielsweise die junge Frau, die in einer Küche hockt und den Gästen auf einem einfachen Lehmofen Tee zubereitet. Oder den Bauern, der offen in die Kamera guckt. Auf dem nächsten Foto sind Frauen in farbenprächtigen Saris zu sehen, die dem Fotografen ein freundliches Lächeln schenken.

Überall im Haus der Eheleute Bachteler stößt der Besucher auf indische Kultur. An einer Wand hängt ein Sarangi, ein indisches Saiteninstrument, an einer anderen „Ganesh“, einer der Hindugötter, und nebenan ein indischer Elefant.

Auch wenn es sich für Gerhard Bachteler im Jahr 1978 noch ein zweites Mal ergeben hatte, für drei Jahre im Ausland zu arbeiten – diesmal als Leiter der deutschen Schule in Bagdad –, hat es ihm nicht so sehr der arabische Raum, sondern immer eher Indien angetan.

► Am Mittwoch, 19. Juni, lädt Gerhard Bachteler um 19.30 Uhr ins Sozial-Zentrum Fels ein, um dort nicht nur eine Auswahl seiner Fotos zu zeigen, sondern sich mit Interessierten über Indien auszutauschen. „Das soll kein Vortrag werden. Es geht um Erzählungen von Begegnungen mit Menschen mit vielen Bildern“, beschreibt Bachteler die kostenlose Veranstaltung, die eine unterhaltsame Möglichkeit sein soll, viel über das facettenreiche Indien zu erfahren.

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