Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner-Raupe
Der Spinner ist wieder aktiv

Sendenhorst -

Sie sind gesundheitsgefährdend und sie werden immer mehr: Auch in diesem Jahr sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners wieder unterwegs. Auch in Sendenhorst wurden wieder Nester gesichtet. Die Stadt bemüht sich die Plagegeister einzudämmen.

Donnerstag, 06.06.2019, 06:00 Uhr
Wer ein solches Nest sichtet, sollte Abstand halten. Die feinen Härchen sind für Mensch und Tier gesundheitsgefährdend – auch wenn es sich um ein altes Nest handelt.
Wer ein solches Nest sichtet, sollte Abstand halten. Die feinen Härchen sind für Mensch und Tier gesundheitsgefährdend – auch wenn es sich um ein altes Nest handelt. Foto: Oliver Werner

Sie sind gesundheitsgefährdend und sie werden immer mehr: Auch in diesem Jahr sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners wieder unterwegs. Auch in Sendenhorst wurden wieder Nester gesichtet, unter anderem im Bürger- und Schützenwald, wie Bürgermeister Berthold Streffing auf Nachfrage erklärte.

Der Eichenprozessionsspinner trat in Sendenhorst und Albersloh zuerst in 2018 flächendeckend und in größerer Anzahl auf, erklärt die Stadtverwaltung. Es sei festgestellt worden, dass insbesondere die Eichen entlang der Wirtschaftswege im Außenbereich flächendeckend betroffen waren. „Die Baumpflegearbeiten an den Eichen im vergangenen Winter konnten daher zum Schutz der städtischen Mitarbeiter nur mit entsprechender Schutzkleidung, bestehend aus Schutzanzug, Atemschutz und Augenschutz, durchgeführt werden“, so der Bürgermeister.

Schon im vergangenen Jahr wurde daher beschlossen, im Frühjahr 2019 eine vorbeugende Behandlung mit einem biologisch wirkenden Bekämpfungsmittel durchzuführen. Anfang Mai wurden die städtischen Eichen an den Wirtschaftswegen daher flächendeckend in Zusammenarbeit mit einem Fachunternehmen aus Ascheberg mit dem biologisch wirkenden Mittel Bacillus thuringiensis behandelt. Auch die städtischen Eichen im Innenbereich, bei denen bereits ein Befall festgestellt worden war, wurden behandelt, insbesondere im Umkreis von Schulen und Kindergärten. Die Kosten für den Einsatz des Dienstleisters beliefen sich auf etwa 2800 Euro zusätzlich zu den Personalkosten des Baubetriebshofes, fasst Streffing zusammen.

Zurzeit werden wieder einzelne Herde gemeldet. Die Meldungen erfolgen an das Ordnungsamt und werden von dort an den Baubetriebshof weiter geleitet. Nester in kleinerem Umfang werden von städtischen Mitarbeitern direkt beseitigt. Größere Herde werden festgehalten, um sie zu einem späteren Zeitpunkt gesammelt von einem Fachunternehmen beseitigen zu lassen.

Bürger, die Nester an städtischen Bäumen feststellen, sollten diese dem Ordnungsamt unter ✆ 0 25 26 / 303 212 oder 303 214 melden, bittet die Stadt und empfiehlt privaten Eigentümern von befallenen Eichen, sich zur Beseitigung an ein Fachunternehmen zu wenden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6667912?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Inklusion an Gymnasien: Intransparenz ärgert Eltern
Am Schillergymnasium werden bereits seit acht Jahren Kinder mit Förderbedarf im Zuge der Inklusion unterrichtet, hier ein Foto aus dem Unterricht des ersten Jahrgangs.
Nachrichten-Ticker