Sanierung der Schönstatt-Kapelle auf der Zielgeraden
Fast fit für die Zukunft

Sendenhorst -

Die Schönstatt-Kapelle am Ostpreußenring ist ein ganz besonderes Gebäude. Mit Unterstützung der Stadt und Spenden aus der Bevölkerung konnten notwendige Sanierungsarbeiten in Angriff genommen werden. Nun muss noch die Giebelwand saniert werden. Auch dafür hofft der kleine Kapellenverein auf Unterstützung.

Samstag, 08.06.2019, 13:00 Uhr
Die Sanierung der Schönstatt-Kapelle geht in den Endspurt. Der Kapellen-Vorstand besprach mit Unternehmer Kurt Gunnemann (3.v.r.) und Bürgermeister Berthold Streffing (r.), wie die beschädigte Giebelwand (kl. Foto) saniert werden kann.
Die Sanierung der Schönstatt-Kapelle geht in den Endspurt. Der Kapellen-Vorstand besprach mit Unternehmer Kurt Gunnemann (3.v.r.) und Bürgermeister Berthold Streffing (r.), wie die beschädigte Giebelwand (kl. Foto) saniert werden kann. Foto: Annette Metz

Es ist schon viel geschafft. Als sich der kleine Kapellenverein mit Josef und Antonie Maslowski und deren Mitstreitern Heinrich Ptok und Therese Wonschik im Herbst des vergangenen Jahres die Aufgabe gestellt hatte, die Schönstatt-Kapelle am Ostpreußenring zu sanieren, schien die Aufgabe groß und das finanzielle Budget sehr klein. So entschloss sich Irene Goroncy , ihre Eltern Josef und Antonie Maslowski zu unterstützen. Sie wandte sich an die Stadt Sendenhorst und die Sendenhorster Öffentlichkeit. Mit Erfolg. Nun ist das kleine Gebäude bis auf eine letzte Maßnahme wieder fit für die Zukunft. Und auch für die letzten Arbeiten an der Giebelseite sagten Bürgermeister Berthold Streffing und Bauunternehmer Kurt Gunnemann bei einem Ortstermin in dieser Woche ihre Unterstützung zu.

Eigenleistung und Spenden

Mit Eigenleistungen, Spenden aus der Bürgerschaft und Mitteln, die die Stadt aus der Sparkassengewinnausschüttung zur Verfügung gestellt hatte, wurde in den vergangenen Monaten vor allem der Sockel neu abgedichtet. „Wir haben zunächst die Bepflanzung rund um das Gebäude beseitigt“, berichtet Kurt Gunnemann. Die Sträucher und Bäume hatten nicht nur sichtbar dem Plattenweg, sondern auch dem Sockel rundherum arg zugesetzt. Nun ist der Weg neu verlegt, der Sockel neu eingedichtet und ein Kiesbett rundherum angelegt, das rund zehn Zentimeter höher gesetzt wurde und den Sockel nun besser vor Nässe schützen soll.

So sieht es in der Kapelle aus.

So sieht es in der Kapelle aus. Foto: Annette Metz

Jetzt gilt es noch, die Giebelwand zu sanieren. „Es hat sich erst nach der Beseitigung des Bewuchses herausgestellt, wie sehr die Verblendsteine am Giebel beschädigt sind“, erklärt Kurt Gunnemann, während er an einige der Steine klopft, um zu demonstrieren, wie hohl sie sind.

Die Steine der Giebelwand sind marode

Diese Steine einzeln herauszuklopfen, sei nicht sinnvoll. Der Vorschlag ist, den Giebel einzurüsten, die komplette Verblendung zu beseitigen und dann wieder neu davorzusetzen. Nach möglichem Material, das zu den etwa 37 Jahre alten restlichen Verblendsteinen passt, hat sich der Bauunternehmer schon umgesehen.

Die Klinker der Giebelwand müssen erneuert werden.

Die Klinker der Giebelwand müssen erneuert werden. Foto: Annette Metz

Doch da die im Herbst zusammengetragene Summe inzwischen aufgebraucht ist, bleiben nun noch einmal rund 3800 Euro zu stemmen. Dafür wollen sich die Beteiligten erneut gemeinsam stark machen. Der Kapellenverein will Freiwillige mobilisieren, die unter der Aufsicht von Kurt Gunnemann den alten Verblendstein entfernen. Zum restlichen Betrag werde wohl auch die Stadt noch etwas zusteuern, sicherte Bürgermeister Berthold Streffing zu, und auch Gunnemann versprach, dem Verein entgegenzukommen. „Kapellen gehören zu unserer Landschaft. Mit dieser 1982 fertiggestellten Marienkapelle wurde damals ein Ort für die Spätaussiedler in Sendenhorst geschaffen, der heute täglich allen Gläubigen zur Verfügung steht“, unterstrich Streffing noch einmal die Bedeutung der Schönstatt-Kapelle für Sendenhorst.

Kapellen gehören zu unserer Landschaft. Mit dieser 1982 fertiggestellten Marienkapelle wurde damals ein Ort für die Spätaussiedler in Sendenhorst geschaffen, der heute täglich allen Gläubigen zur Verfügung steht.

Bürgermeister Berthold Streffing

So ist die Erleichterung dem Kapellen-Vorstand deutlich anzusehen. Ihr Dank gilt schon jetzt allen, die die Sanierung möglich gemacht haben. „Wir möchten uns gerne im Herbst mit einer kleinen Grillaktion bei unseren Unterstützern bedanken“, erklärt Irene Goroncy. Genaueres werde dazu noch bekannt gegeben.

Doch auch darüber hinaus sollen nun weitere Wege beschritten werden, um den Bestand der kleinen Kapelle zu sichern. „Wir haben vor, einen Förderverein zu gründen“, erklärt Irene Goroncy. Bislang hat der Kapellen-Vorstand die Betriebskosten aus eigenen Mitteln gezahlt. Das war nicht wenig. Allein die Stromkosten für die Nachtspeicherheizung waren beträchtlich. Dazu kamen Kerzen- und Blumenschmuck sowie regelmäßige Anstriche des Innenraums. Da gibt es einiges zu finanzieren. Ein Förderverein soll künftig dabei helfen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6672977?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
In diesem Jahr tut sich nichts mehr
Komplett verwaist ist die Baustelle des Hafencenters. Daran wird sich vorerst auch nichts ändern, da die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes nur schleppend vorankommt. Den bisherigen Bebauungsplan hat das Oberverwaltungsgericht für nichtig erklärt.
Nachrichten-Ticker