150 Jahre Kirchenchor St. Martin
„Gemeinsam sind wir ein Lied“

Sendenhorst -

150 Jahre Kirchenchor St. Martin: Das war ein Grund zum Feiern. Nach dem – natürlich vom Chor gestalteten – Festgottesdienst kamen die Sänger mit Vertretern der Vereine, der Stadt und der Kirchengemeinde sowie mit ehemaligen Mitgliedern zum Empfang im Haus Siekmann zusammen. Dort wurde auch zurückgeblickt.

Dienstag, 11.06.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 14.06.2019, 14:12 Uhr
Der Festausschuss hatte sich um die Organisation der Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr gekümmert.
Der Festausschuss hatte sich um die Organisation der Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr gekümmert. Foto: Anke Weiland

Zahlreiche Präsente und Gratulationen gab es am Samstag zum 150-jährigen Bestehen des Kirchenchores St. Martin. Nach einer Festmesse, die von Pfarrer Clemens Lübbers, Pater Babu und Pfarrer em. Norbert Gellenbeck gehalten wurde und in der der Chor mit Solisten und einem Orchester die Messe in B-Dur von Franz Schubert unter der Leitung von Winfried Lichtscheidel sang, trafen sich Chor und Gäste im Haus Siekmann.

Der Vorsitzende des Kirchenchors, Matthias Tacke , begrüßte die Vereine, befreundeten Chöre und die zahlreichen Gäste und dankte zunächst Chorleiter Winfried Lichtscheidel für die Durchführung der Proben trotz seiner Elternzeit. „150 Jahre – Respekt, wir haben uns gut gehalten“, das meint auch Tackes elfjährige Tochter, schmunzelte der Vorsitzende. Und dem konnte er nur zustimmen: Die Gemeinschaft sei immer geblieben, durch alle Höhe und Tiefen der Jahrzehnte. „Beständig ist der Chor auch heute noch“, erinnerte Tacke an zahlreiche Erlebnisse und Auftritte, die auch im Laufe des Abends in einer Bilderschau in Erinnerung gerufen wurden.

Der Vorsitzende Mathhias Tacke blickte zurück.

Der Vorsitzende Mathhias Tacke blickte zurück. Foto: Anke Weiland

„Der Chor gibt Schwingungen weiter“, habe es in der Predigt geheißen. So dankte Tacke dem Chor für den guten Zusammenhalt und freute sich über die tollen Chorleiter, die es gegeben hatte. „Ihr habt uns ganz schön gefordert. Das ist manchmal auch anstrengend – aber es kommt ein tolles Erfolgserlebnis raus.“ Der Chor sei eine gute, „homogene“ Gruppe mit Mitgliedern zwischen 30 Jahren und Ende 80. „Jeder ist für den anderen da“, so Tacke. Als er vor 20 Jahre Mitglied im Kirchenchor wurde, hatte er noch mit Klischees zu kämpfen: „Im Kirchenchor singen doch nur Ältere“, habe es da geheißen. „Aber wir haben uns immer weiter entwickelt – und Nachwuchs haben wir auch.“

Teamarbeit im Vorstand

Auch die Teamarbeit im Vorstand lobte Tacke: „Es macht Spaß mit euch.“ Und mit einem Blick auf die  Aufzeichnungen vergangener Jahre musste er schmunzelnd feststellen: „Die Probleme sind heute noch die gleichen“ – Mitglieder,    die  zu spät oder nur unregelmäßig zu den Probenkommen, oder auch das Quatschen mit dem Nachbarn . . .

Wir haben uns immer weiter entwickelt – und Nachwuchs haben wir auch.

Matthias Tacke

Er wünschte dem Chor für die Zukunft, weiter gut aufgestellt zu sein, sich gesanglich weiterzuentwickeln und einen guten Zusammenhalt: „Einzeln sind wir nur Töne, gemeinsam sind wir ein Lied.“

Der „Männer-Gesang-Verein“ ist längst Geschichte.

Der „Männer-Gesang-Verein“ ist längst Geschichte. Foto: Anke Weiland

Pfarrer Clemens Lübbers sagte dem Kirchenchor zu Beginn seines Grußwortes weiterhin die Unterstützung seitens der Kirche zu. Dann warf er einen Blick auf die Probenarbeit, die zwar an sich nicht spektakulär sei, aber harte Arbeit und wichtig: „Nicht auf dem Gipfel entsteht Kultur, sondern an der Basis.“ Mit einem Blick zu Winfried Lichtscheidel versprach er: „An dem Probenraum müssen wir noch etwas ändern.“

Norbert Gellenbeck erinnert sich

Der frühere Sendenhorster Pfarrer em. Norbert Gellenbeck erinnerte sich an Zeiten, in denen es noch sechs Organisten an St. Martin gab. Es seien Zeiten des Umbruchs gewesen, in denen man über eine neue     Orgel und einen hauptamtlichen Kirchenmusiker nachgedacht habe. Mit seinem Nachfolger Pfarrer Wilhelm Buddenkotte seien diese Überlegungen dann realisiert worden. An schöne Fahrten mit dem Kirchenchor konnte er sich ebenfalls gut erinnern: „Das alles hat die Grundlage gelegt, dass der Chor heute so gut dasteht.“

Volles Haus im Haus Siekmann.

Volles Haus im Haus Siekmann. Foto: Anke Weiland

Schlussendlich gratulierte Bürgermeister Berthold Streffing im Namen des Rates. Vereine seien die tragenden Säulen des kommunales Systems. Er betonte die „tolle Entwicklung“ des Chors. Das Vereinsleben und die gute Gemeinschaft machten eine Kleinstadt wie Sendenhorst besonders lebenswert. Das habe auch die Umfrage im Zuge des „GUGL“-Projekts gezeigt. Dazu leiste der Chor einen guten Beitrag. Und ohne Gesang gehe es auch bei Kindern nicht. Das habe die Landesregierung erkannt, und sie fördere deshalb diese Entwicklung.

Zu guter Letzt bedankte er sich auch für die Bereicherung durch den Kirchenchor in der „Stadt der Stimmen“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6678609?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
In diesem Jahr tut sich nichts mehr
Komplett verwaist ist die Baustelle des Hafencenters. Daran wird sich vorerst auch nichts ändern, da die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes nur schleppend vorankommt. Den bisherigen Bebauungsplan hat das Oberverwaltungsgericht für nichtig erklärt.
Nachrichten-Ticker