Übermittagsbetreuung in der Gnadenkirche
In der Schule ist kein Platz mehr

Albersloh -

Die Stadtverwaltung und die evangelische Kirchengemeinde Wolbeck-Albersloh sind sich einig: Die Übermittagsbetreuung kann von der Ludgerussschule in die Gnadenkirche umziehen. Der Platz in der Schule reicht für den gestiegenen Bedarf nicht mehr aus. Nun muss noch die Politik zustimmen.

Mittwoch, 12.06.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 12.06.2019, 15:00 Uhr
Wenn der Haupt- und Finanzausschuss zustimmt, findet ab Sommer in der evangelischen Gnadenkirche die Übermittagsbetreuung der Ludgerusschule statt.
Wenn der Haupt- und Finanzausschuss zustimmt, findet ab Sommer in der evangelischen Gnadenkirche die Übermittagsbetreuung der Ludgerusschule statt.

Der Haupt- und Finanzausschuss muss am Donnerstagabend noch zustimmen. Wenn er das tut, und wenn dann anschließend die Verträge unterschrieben sind, dann betreten die Stadt und die evangelische Kirchengemeinde Wolbeck-Albersloh Neuland bei der Übermittagsbetreuung von Schülern. Diese findet dann ab dem 1. August in der evangelischen Gnadenkirche an der Friedensstraße unweit der Ludgerusschule statt.

Alles bislang Beteiligten sind sich in dieser Sache einig. Viele Gespräche wurden hierfür hinter den Kulissen geführt, und die Kirche wurde ausführlich unter die Lupe genommen. Auch die Miete einschließlich Betriebs- und Reinigungskosten ist ausgehandelt. Die Stadt hat hierfür 6300 Euro für 2019 kalkuliert.

Nachfrage nach Betreuungsplätzen steigt kontinuierlich

Die Nachfrage nach Betreuungsangeboten an der Ludgerusschule ist traditionell hoch. Und sie steigt zum kommenden Schuljahr weiter, macht die Stadtverwaltung deutlich. Betreut werden die Kinder von einem Team der Arbeiterwohlfahrt Ruhr-Lippe-Ems (AWO).

Für die OGS an der Ludgerusschule liegen für das kommende Schuljahr 60 Anmeldungen vor, führt die Verwaltung in ihrer Vorlage für die Sitzung am morgigen Donnerstag aus. In den bisher hierfür vorhandenen Räume konnten 50 Kinder versorgt werden. Da künftig mit einer noch höheren Nachfrage gerechnet werden müsse, müsse die Stadt für diese Betreuungsform einen weiteren Raum in der Schule zur Verfügung stellen, um dem Anspruch der Eltern gerecht werden zu können. In der Grundschule stünden keine weiteren Räumlichkeiten zur Verfügung. Ein Auswahlverfahren, bei dem eben nicht alle Eltern zum Zuge kommen würden, wolle die Stadt vermeiden. Eine Erweiterung der Schule ist zwar in den kommenden Jahren geplant, kann aber auf die Schnelle nicht realisiert werden.

Die Raumkapazität ist voll ausgeschöpft.

Einschätzung der Stadtverwaltung

Für die Übermittagsbetreuung wurden 45 Kinder angemeldet. Das sind fünf mehr als bisher in den vorhandenen Räumen betreut wurden. „Die Raumkapazität ist voll ausgeschöpft“, führt die Stadt aus. Deshalb sei die Verwaltung auf die evangelische Kirchengemeinde zugegangen. Mitte Mai habe das Presbyterium zugestimmt, die kleine Kirche für die Übermittagsbetreuung zur Verfügung zu stellen. In den vergangenen Jahren war in der Gemeinde immer mal wieder über die künftige oder auch über eine zusätzliche Nutzung der Kirche diskutiert worden.

Projekt für drei Jahre

Die AWO habe angekündigt, eine zusätzliche Betreuerin einzustellen. Die Kinder, die an der Übermittagsbetreuung teilnehmen, werden nach Unterrichtsende zur Kirche begleitet. Dort können sie dann von den Eltern abgeholt werden.

Die zusätzlichen Personalkosten könnten zunächst über die höhere Pauschale des Landes und die Elternbeiträge gedeckt werden, erklärt die Stadtverwaltung.

Die Vereinbarung zwischen Stadt und evangelischer Gemeinde soll zunächst für drei Jahre gelten, schlägt die Verwaltung vor.

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