Nach 33 Jahren gibt Annette Mertens die Leitung der Christlichen Krankenhaushilfe ab
Die Visitenkarte des St.-Josef-Stifts

Sendenhorst -

33 Jahre stand Annette Mertens an der Spitze der Christlichen Krankenhaushilfe des St.-Josef-Stifts. Nun gab sie den Staffelstab an Veronika Kunstleben weiter. Künftig wird die Sendenhorsterin im Krankenhaus als unabhängige Patientenfürsprecherin fungieren.

Donnerstag, 13.06.2019, 08:00 Uhr
Eine Ära endet: Kuratoriumsvorsitzender Werner Strotmeier (li.) und Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann würdigten die großen Verdienste von Annette Mertens (2.v.li.), die die Leitung der Christlichen Krankenhaushilfe nach 33 Jahren an Veronika Kunstleben weitergab.
Eine Ära endet: Kuratoriumsvorsitzender Werner Strotmeier (li.) und Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann würdigten die großen Verdienste von Annette Mertens (2.v.li.), die die Leitung der Christlichen Krankenhaushilfe nach 33 Jahren an Veronika Kunstleben weitergab. Foto: Bettina Goczol

Eine Ära endet an der Spitze der Christlichen Krankenhaushilfe des St.-Josef-Stifts: Nach 33 Jahren als Leiterin gab Annette Mertens den Staffelstab an Veronika Kunstleben weiter. Mehr als drei Jahrzehnte prägte Annette Mertens die Krankenhaushilfe, die 1984 mit 14 Frauen gegründet worden war und heute rund 30 Mitglieder zählt.

Am Dienstag würdigte das St.-Josef-Stift mit einem Gottesdienst und einem festlichen Empfang ihre Verdienste und dankte ihr im Namen von Mitarbeitern, Patienten und Besuchern für ihr ehrenamtliches Wirken. Zugleich wurden mit Renate Hagemann , Anneliese Kersting, Gertrud Wermelt und Mechthild Decker vier weitere langjährige Mitglieder aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

Mit ihrem Dienst haben sie ein Krankenhaus herzlicher und wärmer gemacht.

Ulrike Haßelbeck

Dass die Krankenhaushilfe im St.-Josef-Stift etwas Besonderes ist, machte bereits Ulrike Haßelbeck deutlich. Als Bundesvorsitzende der Katholischen Krankenhaus-Hilfe hat sie den Vergleich und hob als herausstechendes Merkmal die hohe Identifikation mit dem St.-Josef-Stift und die gute Atmosphäre hervor: „Mit ihrem Dienst haben sie ein Krankenhaus herzlicher und wärmer gemacht.“

Das Geheimnis des Erfolges lüftete Kuratoriumsvorsitzender Werner Strotmeier, der in seiner früheren Funktion als Geschäftsführer drei Jahrzehnte vertrauensvoll mit Annette Mertens zusammengearbeitet hat. „Mit deiner zurückhaltenden Art warst du zielgerichtet, umsichtig und den Menschen – Patienten wie Mitarbeitern – zugewandt. Das hast du vorgelebt und warst ein Vorbild.“ Neuen Patienten in einer Ausnahmesituation Ängste zu nehmen und Orientierung zu geben, machte die Krankenhaushilfe zu einer „Visitenkarte des St.-Josef-Stifts“.

Zusammenhalt im guten Team

Darüber hinaus habe Annette Mertens mit sehr hohem persönlichen und zeitlichen Engagement aus der Krankenhaushilfe eine Gemeinschaft geformt, habe Informationen mit Umsicht weitergegeben und habe dafür gesorgt, dass es ihren Mitarbeiterinnen gut geht. Ausflüge, Reisen, Studientage und die festliche Weihnachtsfeier mit niveauvollen Impulsen nannte er, aber auch den Zusammenhalt mit den Ehemaligen, die sich monatlich im St.-Josef-Stift treffen.

Wie bunt und vielfältig die Gemeinschaft ist, verdeutlichten die Krankenhaushilfen, die ihrer langjährigen Leiterin mit jeweils einer Blume aus dem eigenen Garten dankten und diese zu einem üppigen Bouquet zusammenstellten.

Die Mitarbeiterinnen überreichten Blumen.

Die Mitarbeiterinnen überreichten Blumen. Foto: Bettina Goczol

12 000 Tage mögen es wohl gewesen sein, so Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann, an denen Annette Mertens Empfangsdienste übernahm und Patienten mitsamt Koffer auf die Stationen begleitete. So habe es nahe gelegen, Annette Mertens zum Abschied einen Reisetrolley zu schenken.

Neues Amt als Patientenfürsprecherin

Dieser wird sie auch auf ihrer nächsten Dienstreise begleiten, wenn sie sich für ihr neues Ehrenamt fortbildet: Für das St.-Josef-Stift wird sie als sogenannte Patientenfürsprecherin fungieren – eine unabhängige Ansprechpartnerin, an die Patienten vertrauensvoll Lob und Beschwerden richten können.

Das Schlusswort hatte Annette Mertens, die zuallererst ihren Mitarbeiterinnen für das vertrauensvolle Miteinander und die gute Gemeinschaft dankte: „Allen war wichtig, dass der Laden läuft.“

Veronika Kunstleben folgt nach

In der Geschäftsführung habe sie immer offene Türen eingerannt: „Danke für das Wohlwollen und die Wertschätzung.“ Ihr Ehrenamt habe sie immer mit Freude ausgeübt – wegen der Gemeinschaft und der vielen schönen Begegnungen. Es war eine tolle Zeit.“

Ihrer Nachfolgerin Veronika Kunstleben „hinterlasse sie ein gut bestelltes Haus“. Als ehemalige, langjährige Mitarbeiterin kenne Veronika Kunstleben das St.-Josef-Stift und seine Mitarbeiter: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Mache dir diesen Zauber zunutze.“

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