Waschfrauen machen mit „Baustellencafé“ auf Verkehrssituation aufmerksam
„Süße Brummis“ statt großer Lkw

Albersloh -

Mit ihrem „Baustellencafé“ wollen die Waschfrauen zeigen, dass der Widerstand gegen den Lkw-Verkehr nicht vorbei ist.

Dienstag, 25.06.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 27.06.2019, 15:24 Uhr
Mit dem „Baustellencafé“ wollen die Waschfrauen kreativ auf die Verkehrssituation im Dorf hinweisen. Das findet nicht nur der Kiepenkerl gut.
Mit dem „Baustellencafé“ wollen die Waschfrauen kreativ auf die Verkehrssituation im Dorf hinweisen. Das findet nicht nur der Kiepenkerl gut. Foto: Christiane Husmann

„Ohne Brummis ist es still, so wie Albersloh es will“, steht auf einem Bettlaken, das die Waschfrauen aufgehängt haben. Und zwar an einer ganz besonderen Stelle: mitten auf der Baustelle im Dorf. Dort, wo sonst die Baumaschinen rollen, werden Kaffee und Kuchen serviert. „Wir wollen damit in Erinnerung rufen, dass die Aktion ,Stoppt den Lkw-Verkehr in Albersloh’ noch lange nicht vom Tisch ist“, sagen die Waschfrauen und schenken weiter Kaffee aus.

Trotz der Hitze haben sich nicht nur viele Albersloher solidarisch an die lange Kaffeetafel gesetzt. Einige Radtouristen halten neugierig an, genießen nicht nur den selbst gebackenen Kuchen, sondern lassen sich auch über die Verkehrssituation im Dorf informieren. „Das ist ja echt klasse, was sich die Leute hier einfallen lassen“, findet eine Besucherin.

Die Waschfrauen machen deutlich, was sie wollen.

Die Waschfrauen machen deutlich, was sie wollen. Foto: Christiane Husmann

Klasse sind auch die Plätzchen, die Elisabeth Haves gebacken hat. „Süße Brummis“, die aus Teig so gar nicht mehr bedrohlich wirken. „Und mit einem Happs sind sie weg“, lachen die Waschfrauen.

„Wenn das doch so einfach wäre“, schwärmt Willi Berheide, der sich als Kiepenkerl auf den Weg gemacht hatte, um das „Baustellencafé“ zu besuchen. „Ich freue mich, dass die Waschfrauen uns so kreativ unterstützen“, sagt der Mitinitiator der Aktion „Stoppt den Lkw-Verkehr in Albersloh“. An der gut bestückten Kaffeetafel ist man sich einig, dass die Umleitung für die Lkw auch nach Fertigstellung der Baustelle bestehen bleiben sollte.

Elisabeth Haves hat „Süße Brummis“ gebacken.

Elisabeth Haves hat „Süße Brummis“ gebacken. Foto: Christiane Husmann

„In der Kurve ist es stumm, ohne Brummis drumherum“, steht auf einem anderen Bettlaken. Den Waschfrauen geht es beim Blick auf die Laken darum, sich, wie sie sagen, mit ihrer Aktion für ein Dorf ohne laute, gefährliche und stinkende Lastwagen von außerhalb einzusetzen. Dafür opfern sie gerne das Blütenweiß der Laken. „Wir werden die Initiative auch weiterhin unterstützen“, sagen sie. Und es soll nicht die letzte Aktion dieser Art sein.

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