Neuer Weg am Naherholungsgebiet Schützen- und Bürgerwald
Für Radler, Jogger und Hunde

Sendenhorst -

Das Naherholungsgebiet am Hof Schmetkamp soll weiter aufgewertet werden. Der Anfang wird mit einem neuen Fuß- und Radweg gemacht, der am Ende des Industrieweges erstellt wird. Die Kosten hierfür übernimmt die Familie Hartleif.

Mittwoch, 26.06.2019, 10:00 Uhr
Michael Fritsche, Berthold Streffing, Jörg Rottmann, Bernhard Gnegel, Rolf Löckmann und Edith Harig (v.li.) informierten Andreas Hartleif (re.) darüber, wie der Weg werden soll.
Michael Fritsche, Berthold Streffing, Jörg Rottmann, Bernhard Gnegel, Rolf Löckmann und Edith Harig (v.li.) informierten Andreas Hartleif (re.) darüber, wie der Weg werden soll.

Der Bürgerwald im Umfeld des ehemaligen Hofes Schmetkamp soll in Zukunft weiter wachsen und an einigen Stellen schöner gestaltet werden. Das gilt unter anderem auch für die Wege. Das zumindest ist der feste Wille der Naturfördergesellschaft (NFG).

Ein erster Schritt

Ein erster Schritt wird in den kommenden zwei Wochen getan. Der etwa 450 Meter lange und bisher sehr schmale Weg unweit des Ostheidebaches vom Ende des Industrieweges bis zur unlängst neu aufgestellten Sitzgruppe wird neu gestaltet. Derzeit ist die Firma Rottmann mit Bagger und Tieflader im Einsatz. „Das ist baulich nicht sehr schwierig, aber wichtig“, erklärte Bernhard Gnegel, der die Planungen übernommen hat, beim Ortstermin. Der Weg wird etwa zwei Meter breit sein und mit einer wassergebundenen Decke versehen – was vor allem die vielen Jogger und Hundehalter freuen dürfte. Aber auch Radfahrer werden dort künftig bequemer in die Pedale treten können.

Der Bagger ist bereits im Einsatz.

Der Bagger ist bereits im Einsatz. Foto: Josef Thesing

Die Kosten für die Umgestaltung übernimmt die Familie Hartleif . „ Heinrich und Rita Laumann wollten das immer. Und die beiden haben den Weg auch immer genutzt, zum Beispiel zur ,Waldmutter’“, sagte Andreas Hartleif. Auch er ist einer der zahlreichen Nutzer der „Runde“. „Ich gehe hier oft mit dem Hund her und jogge hier auch.“ Für Heinrich Laumann sei der Bürgerwald immer ein großes Anliegen gewesen, für das sich der VEKA-Gründer engagiert habe. „Er hat erzählt, dass es für ihn, als er nach Sendenhorst gekommen ist, regelrecht ein Schock war, wie wenig Wald es hier gab“, erzählte Schwiegersohn Hartleif.

Visionen für die Zukunft

Der Wunsch, auch die Wegeverbindungen weiter zu entwickeln, sei groß. Eine Zukunftsvision von ihm sei zum Beispiel, den Park des Krankenhauses an das Naherholungsgebiet Bürger- und Schützenwald anzubinden, sagte Andreas Hartleif. „Wir würden das weiter unterstützen. „Wir freuen uns über jeden Baum, der hier gepflanzt wird.“ Allerdings sei die räumliche Erweiterung des Areals nicht ganz einfach, fügte Bürgermeister Berthold Streffing, qua Amt Vorsitzender der NFG, an. Denn die umliegenden Flächen seien in Privatbesitz.

Ich gehe hier oft mit dem Hund her und jogge hier auch.

Andreas Hartleif

Derzeit wird auch in anderen Bereichen des Areals gearbeitet. Zum Beispiel im „Schulgarten“ der Montessori-Schüler. Und auch im Bereich der „Apfelbaumallee“, wo wuchernde Gehölze beschnitten werden und eine Brachfläche eingezäunt wird. Dort werden künftig die Schafe von Benno Rehbaum für „Ordnung“ sorgen. Ziel ist, die Artenvielfalt – etwa bei Insekten – zu erhalten und zu erweitern. Auch das Bienenhaus ist nach wie vor in Betrieb.

Apropos Artenvielfalt: Die Naturfördergesellschaft hat mit Unterstützung von Experten herausgefunden, dass es auf dem Gelände zwei Apfelarten gebe, „die bislang niemand in Deutschland kennt“, erklärte Edith Harig von der Naturfördergesellschaft. Bleibe es dabei, könne die NFG womöglich neue Sendenhorster Namen vergeben, die dann eingetragen werden.

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