Der ehemalige Chefarzt Dr. Hans Sundermann wird 80 Jahre alt
Die erste Hüft-OP erlebte er 1971

Sendenhorst -

Rund 35 Jahre war Dr. Hans Sundermann im St.-Josef-Stift tätig, davon 25 Jahre als ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Orthopädie. Am heutigen Sonntag vollendet er sein 80. Lebensjahr.

Sonntag, 30.06.2019, 10:00 Uhr
Dr. Hans Sundermann schaut auf ein erfülltes Leben. Mehr als drei Jahrzehnte wirkte er im St.-Josef-Stift, davon 25 Jahre als Chefarzt der Orthopädie und ärztlicher Direktor.
Dr. Hans Sundermann schaut auf ein erfülltes Leben. Mehr als drei Jahrzehnte wirkte er im St.-Josef-Stift, davon 25 Jahre als Chefarzt der Orthopädie und ärztlicher Direktor. Foto: Bettina Goczol

Die Medizin war immer seine heimliche Liebe. Und gegen den Wunsch seiner Eltern ergriff Dr. Hans Sundermann den Beruf, der ihm immer eine Berufung war: Rund 35 Jahre war er im St.-Josef-Stift tätig, davon 25 Jahre als ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Orthopädie. Am heutigen Sonntag vollendet er sein 80. Lebensjahr.

1939 in Ibbenbüren geboren, erlebte er seine frühe Kindheit während des Zweiten Weltkriegs . Nach Abitur und Bundeswehrzeit folgten Studienjahre in Münster und Freiburg, 1966 die erste Assistenzarztstelle in Dortmund und schließlich 1970 der Wechsel nach Sendenhorst in die Orthopädische Klinik mit Chefarzt Dr. Heinrich Book .

Im St.-Josef-Stift erlebte er 1971 seine erste Hüftgelenkersatzoperation. „Das St.-Josef-Stift war früh dabei“, erinnert sich Sundermann an die Aufbruchzeiten in der Orthopädie. Als er 1979 die Nachfolge von Dr. Book als Chefarzt antrat, hatte die Klinik für Orthopädie 250 Betten. „Das war viel zu viel.“ Doch mit dem Aufbau der Klinik für Rheumatologie im Jahr 1980, war die Initialzündung für die beispiellose Spezialisierung auf Orthopädie und Rheumatologie mit heute acht Fachabteilungen gegeben.

Lebensmittelpunkt in Sendenhorst

Auch in fachlicher Hinsicht schaut Sundermann heute noch gerne auf eine spannende Zeit in der Orthopädie zurück. „Die Hälfte unserer orthopädischen Patienten wurde damals konservativ behandelt mit Verweildauern von weit mehr als 30 Tagen. 2004 waren es lediglich noch etwa 14 Tage und fast ausschließlich operative Patienten.“ In den 1980-er Jahren revolutionierten Ultraschall, Kernspin und Arthroskopie die Diagnostik. „Bei der Weiterentwicklung der noch jungen Endoprothetik blieb das St.- Josef-Stift immer am Ball und eine Nasenlänge voraus“, so der ehemalige Chef.

Seinen Lebensmittelpunkt hat Sundermann mit seiner Frau Anne schon früh nach Sendenhorst verlegt, wo auch Sohn Christoph aufgewachsen ist. Seit seinem Ruhestand vor 15 Jahren hört Dr. Hans Sundermann jede Woche an der Uni Vorlesungen zu Mittelalter und Kirchengeschichte. Er hat sein Französisch und Spanisch aufgepäppelt und mit seiner Frau Reisen nach Spanien, Südamerika und Afrika unternommen. Golfen, Radfahren, Gartenarbeit, Zeit mit dem Enkel – all das hält ihn fit. Die prägenden Jahre im Stift bewahrt er als Schatz: „Es ist schön, dass ich diese dynamische Entwicklung miterleben konnte.“

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