Frauen vom DAF-Depot hoffen auf viele Kunden und Besucher
Ein besonderer Ort der Begegnung

Sendenhorst -

Das Angebot ist vielfältig und reichhaltig. Und das DAF-Depot an der Hoetmarer Straße ist für Menschen auch ein Ort der Begegnung. Doch die rund Frauen, die sich ehrenamtlich dort engagieren, sind davon überzeugt, noch mehr Bedürftigen helfen zu können. Doch viele trauen sich nicht.

Samstag, 29.06.2019, 16:00 Uhr
Das Team des DAF-Depots ist ehrenamtlich im Einsatz. Am kommenden Freitag lädt es zum „Nachmittag der offenen Tür“ ein. Die Frauen wünschen sich viele Besucher.
Das Team des DAF-Depots ist ehrenamtlich im Einsatz. Am kommenden Freitag lädt es zum „Nachmittag der offenen Tür“ ein. Die Frauen wünschen sich viele Besucher. Foto: Josef Thesing

Viele Bürger aus beiden Ortsteilen kennen die Einrichtung gar nicht. Ausgenommen sind natürlich diejenigen, die schnell mal etwas vorbeibringen. Das kann Kleidung sein oder auch das eine oder andere Teil aus dem Haushalt, das nicht mehr benötigt wird. „Viele Leute trauen sich nicht, hier mal ’reinzuschauen“, sagt Gerburgis Kleikamp .

Nachmittag der offenen Tür

Das soll sich ändern, und so bietet das rund 15-köpfige Frauen-Team vom DAF-Depot an der Hoetmarer Straße 24 am Freitag, 5. Juli, von 15 bis 18 Uhr einen „Nachmittag der offenen Tür“ an. Denn: „Wir können vielen helfen“, meint Gerburgis Kleikamp vom Team.

Für Familien mit Kindern gibt es Spiele.

Für Familien mit Kindern gibt es Spiele. Foto: Josef Thesing

Nur müssten jene, die Hilfe gebrauchen können, das auch wissen. Material wie Kleidung, Haushaltsgegenstände und einiges mehr, das gegen eine kleine, symbolische Spende abgegeben wird, gibt’s genug. „Wir haben unter anderem eine Frauenecke, eine Männerecke und eine Kinderecke“, sagt Gerburgis Kleikamp, die wie das gesamte Team, das sich bei den Schichten ablöst, ehrenamtlich im Einsatz ist. „Wir sind immer gut sortiert.“ Von den Spenden werde dann bei Bedarf das gekauft, was im Depot nicht vorrätig ist. Zum Beispiel Matratzen.

Wir können vielen helfen.

Gerburgis Kleikamp

Wer mithelfen will, ist übrigens stets willkommen. Die Nachbarn machen das bereits an der einen oder anderes Stelle. „Wir werden gut unterstützt. Auch von der Stadt.“

Alle sollen sich angesprochen fühlen

Die Kundschaft besteht bislang hauptsächlich aus Flüchtlingen. Und die kommen freitags gar nicht mal nur dann, wenn sie etwas benötigen. Sie kommen auch, um miteinander und mit dem Team zu quatschen. „Wir sind eine richtige kleine Begegnungsstätte“, erzählt Gerbugis Kleikamp. Und das sei auch gut so. „Hier herrscht immer eine tolle Kommunikation.“ Und die soll sich auch auf jene ausweiten, die bisher nicht kommen. „Alle sollen sich angesprochen fühlen.“ Und wer noch einen gut erhaltenen Schulranzen auf Lager hat, der kann den am kommenden Freitag gleich mitbringen. „Wir brauchen Schulranzen“, blickt Gerburgis Kleikamp vor den Ferien schon auf deren Ende voraus.

In den Müll kommt übrigens nichts, was im DAF-Depot abgegeben wird. Was gar nicht mehr geht, wird an die Kolpingsfamilie gespendet. Anderes geht in die „Give-Box“. Und wenn die Stadt schnell etwas für Neuankömmlinge braucht, schaut sie auch vorbei. „Eine Hand wäscht die andere“, sagt Gerburgis Kleikamp.

Im DAF-Depot findet sich auch viel Hausrat.

Im DAF-Depot findet sich auch viel Hausrat. Foto: Josef Thesing

Am kommenden Freitag soll ab 15 Uhr auch Kaffeehaus-Atmosphäre herrschen. Vor der Tür wird ein Pavillon aufgebaut. Im Angebot sind unter anderem Kaffee und frische Waffeln. Ein besonderer Ort der Begegnung halt.

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