Plattdeutsche Theatergruppe stellt Kiepenkerlfigur auf
Der doppelte Willi

Albersloh -

Blauer Kittel, Kiepe, Holzschuhe, Schirmmütze – das kann doch nur der Kiepenkerl sein. Die Plattdeutsche Theatergruppe des Heimatvereins hat einen Kiepenkerl anfertigen lassen, der nun feierlich eingeweiht wurde und die Riege der Albersloher Alltagsmenschen vergrößert.

Donnerstag, 04.07.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 10.07.2019, 14:40 Uhr
Die Plattdeutsche Theatergruppe mit Anne Vorderderfler (vorne links) hat es möglich gemacht, dass eine Kopie von Kiepenkerl Willi Berheide in Form einer Statue die Besucher im Dorf begrüßt.
Die Plattdeutsche Theatergruppe mit Anne Vorderderfler (vorne links) hat es möglich gemacht, dass eine Kopie von Kiepenkerl Willi Berheide in Form einer Statue die Besucher im Dorf begrüßt. Foto: Christiane Husmann

Blauer Kittel, Kiepe, Holzschuhe, Schirmmütze – das kann doch nur der Kiepenkerl sein. Und wenn sich Willi Berheide neben die neue Betonfigur stellt, die neuerdings am Dorfeingang steht, lässt sich die Ähnlichkeit zumindest in Punkto Arbeitskleidung nicht leugnen. Die Plattdeutsche Theatergruppe des Heimatvereins hat einen Kiepenkerl anfertigen lassen, der nun feierlich eingeweiht wurde.

Nachdem Martin Pälmke als Vorsitzender des Heimatvereins die Dorfbewohner willkommen geheißen hatte, die zur noch verhüllten Statue gekommen waren, schloss auch Anne Vorderderfler von der Theatergruppe ein paar Worte an: „Wenn es etwas Besonderes sein soll, tritt unser Willi in der Kluft des Kiepenkerls auf.“ Viele offizielle und auch inoffizielle Anlässe begleite er mit Humor und Wissen über Altes und Neues in Abschlau. „Willi macht das stets mit einer Freude und Hingabe, so dass wir von unserer Theatergruppe dem Kiepenkerl und Willi ein Denkmal setzen wollen“, erklärte die Regisseurin des Theaterensembles.

Dafür, dass genug Geld zusammengekommen sei, um den mittlerweile vierten „Alltagsmenschen“ bei Künstlerin Christel Lechner in Auftrag zu geben, bedankte sich Anne Vorderderfler an erster Stelle bei den Theaterspielern und den Helfern, aber natürlich auch beim Publikum, das schließlich die Eintrittskarten gekauft habe.

Bevor das unter weißem Tuch verborgene Geheimnis gelüftet werden sollte, meldete sich das Kiepenkerl-Original Willi Berheide zu Wort und bedankte sich bei Anne Vorderderfler und der Theatergruppe für die ihm zuteil werdende Ehre. Er meinte aber mit Blick auf sein Double: „Wenn der liebe Herrgott zwei von mir gemacht hätte, wäre das nicht gut.“ Dem stimmte niemand zu. Im Gegenteil: Es wurde allgemein begrüßt, dass der beliebte Kiepenkerl nun auch als Statue am Dorfeingang steht.

Mit einem plattdeutschen Gedicht, Mettendchen und manchem Kaltgetränk feierte die Festgesellschaft den enthüllten und den echten Kiepenkerl. Natürlich wurden die beiden miteinander verglichen: „Die Statue ist schön, aber das Original ist noch viel schöner“, lautete die einhellige Meinung.

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