WLE-Reaktivierung
Landtag stellt die letzten Weichen

Sendenhorst/Münster -

Die letzte Weiche ist gestellt – zumindest politisch: Der Verkehrsausschuss des Landes Nordrhein-Westfalen hat zur Freude aller Befürworter vor Ort in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig beschlossen, die WLE-Strecke zwischen Sendenhorst und Münster in den Bedarfsplan des Landes aufzunehmen.

Donnerstag, 04.07.2019, 16:43 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 15:06 Uhr
Noch verkehren ausschließlich Gütertransporte auf der WLE-Strecke. Nachdem der Verkehrssauschuss nun grünes Licht gegeben hat, kann mit der Reaktivierung für den Personennahverkehr zwischen Sendenhorst und Münster begonnen werden.
Noch verkehren ausschließlich Gütertransporte auf der WLE-Strecke. Nachdem der Verkehrssauschuss nun grünes Licht gegeben hat, kann mit der Reaktivierung für den Personennahverkehr zwischen Sendenhorst und Münster begonnen werden. Foto: Thesing

Die letzte Weiche ist gestellt – zumindest politisch: Der Verkehrsausschuss des Landes Nordrhein-Westfalen hat in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig beschlossen, die WLE-Strecke zwischen Sendenhorst und Münster in den Bedarfsplan des Landes und in den Finanzierungsplan aufzunehmen (die WN berichteten gestern auf der Seite Westfalen). Für die Strecke liegt nach Angaben des Verkehrsministeriums eine eindeutig positive Wirtschaftlichkeitsberechnung vor.

Im Vorfeld hatten sich im Rahmen von Informationsveranstaltungen und Sonderaktion Vertreter aller Parteien, des Kreises Warendorf und der Stadt Münster für die Reaktivierung eingesetzt. Im Gegensatz dazu zweifelte vor allem eine „Bürgerinitiative gegen die WLE-Reaktivierung“ immer wieder vehement Argumente an.

Der heimische CDU-Landtagsabgeordnete und Mitglied des NRW-Verkehrsausschusses, Henning Rehbaum aus Albersloh, freut sich über die Zustimmung des Verkehrsausschusses zur Aufnahme der WLE-Strecke Sendenhorst-Münster in den ÖPNV-Bedarfsplan des Landes. Damit folge der Landtag dem Vorschlag von Verkehrsminister Hendrik Wüst ( CDU ), teilt der Landtagsabgeordnete mit.

„Ein attraktives Bahnangebot auf der WLE ist ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz. Die CDU-FDP-Koalition will es Pendlern schmackhaft machen, ihr Auto stehen zu lassen. Diese weitere Bahnverbindung von Münster ins Umland kann den überhitzten Münsteraner Wohnungsmarkt wie eine Art Ventil entlasten und stärkt die Anliegergemeinden als Wohn- und Wirtschaftsstandort“, so der Wirtschaftspolitiker, ehemalige Busunternehmer und – wie er von sich selbst sagt – leidenschaftliche Bahnnutzer Henning Rehbaum.

Entlang der Strecke entstünden derzeit neue Wohngebiete. Täglich pendelten Tausende Berufstätige und Schüler nach Münster, Hunderte Arbeitnehmer fahren aus Münster zum Krankenhaus und zu den großen Industriebetrieben in Sendenhorst. „Die WLE ist ein echtes Plus für das Klima, für Münster und die Stadtregion“, fasst Rehbaum zusammen. „Der Landtag hat den Weg freigemacht und ermöglich die Finanzierung aus ÖPNV-Mitteln. Nun heißt es in der Region Ärmel hochkrempeln und die Reaktivierung zügig verwirklichen.“ Dabei setzt Rehbaum mit Blick auf die „Batterieforschungsstadt Münster“ auf flüsterleisen Elektroantrieb oder Wasserstoff. Die WLE sei gelebter Klimaschutz und attraktiver Standortfaktor für Familien und Firmen.

Gestern Abend hatte die Sendenhorster CDU bereits um 19.30 Uhr in der „Titanic“ zu einem Informationsabend eingeladen. Johann Ubben von der WLE, Michael Geuckler, Geschäftsführer des Schienenzweckverbands, und Bürgermeister Berthold Streffing erklärten, wie es nun weitergeht mit der Reaktivierung der WLE.

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