Schützenbrüder lassen sich beim Antreten ordentlich die Leviten lesen
„Hülse“ macht kurzen Prozess

Albersloh -

Am Ende ging es ganz schnell und mit dem hölzernen Federvieh wurde kurzer Prozess gemacht. Mit dem 182. Schuss setzte sich Christof „Hülse“ Hülsmann am Sonntagabend um 18.55 Uhr die Krone auf. An seiner Seite wird Henrike Seebröker als Königin regieren.

Sonntag, 07.07.2019, 19:48 Uhr aktualisiert: 10.07.2019, 14:40 Uhr
Entschlossen machte Christof „Hülse“ Hülsmann mit dem Vogel um 18.55 Uhr kurzen Prozess.
Entschlossen machte Christof „Hülse“ Hülsmann mit dem Vogel um 18.55 Uhr kurzen Prozess. Foto: Christiane Husmann

Das Fest begann am frühen Nachmittag traditionell mit dem Antreten auf der Wiemhove. Sicher darf man als Schützenbruder sensibel sein – sollte man aber nicht. Zumindest nicht beim sonntäglichen Antreten. Denn da wird Tacheles geredet. Es geht um Disziplin. „Die ist längst nicht jedermanns Sache“, wusste Spieß Wolfgang Franke zu berichten und ließ die 234 angetretene Männer in Erwartung entsprechender Konsequenzen stramm stehen.

Auf der Wiemhove hatten sich wieder viele Zuschauer versammelt, die sich das unterhaltsame „Einnorden“ nicht entgehen lassen wollten. Doch erst einmal wurde eingeordnet. Und zwar alle bisherigen Könige in jeweils drei Mann starke Züge. Nach einigem Hin und Her gelang das auch und rief die ehemals gekrönten Häupter und deren Regentschaft anschaulich in Erinnerung.

Dass Lob und Tadel oft dicht beieinander liegen, ließ Spieß Wolfgang Franke die Anwesenden in der Folge spüren. Seit 15 Jahren schmücken sie mit ihren Auftritten das Schützenfest: Die jungen Damen der Fahnengarde. Und seit 15 Jahren werden sie von Andrea Hörnemann angeleitet. Doch die hört nun auf. „Du hast das immer ganz toll gemacht“, lobte der Spieß und überreichte Blumen. Als Nachfolgerinnen stellte er Katharina Jeiler und Steffi Moß vor.

Bürgerschützen-Fest in Albersloh

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  • Die Albersloher Bürgerschützen genossen ihren Jahreshöhepunkt. Foto: Christiane Husmann
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  • Die Albersloher Bürgerschützen genossen ihren Jahreshöhepunkt. Foto: Christiane Husmann
  • Die Albersloher Bürgerschützen genossen ihren Jahreshöhepunkt. Foto: Christiane Husmann
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  • Die Albersloher Bürgerschützen genossen ihren Jahreshöhepunkt. Foto: Christiane Husmann
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  • Die Albersloher Bürgerschützen genossen ihren Jahreshöhepunkt. Foto: Christiane Husmann
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  • Die Albersloher Bürgerschützen genossen ihren Jahreshöhepunkt. Foto: Christiane Husmann
  • Die Albersloher Bürgerschützen genossen ihren Jahreshöhepunkt. Foto: Christiane Husmann
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  • Die Albersloher Bürgerschützen genossen ihren Jahreshöhepunkt. Foto: Christiane Husmann
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  • Die Albersloher Bürgerschützen genossen ihren Jahreshöhepunkt. Foto: Christiane Husmann
  • Die Albersloher Bürgerschützen genossen ihren Jahreshöhepunkt. Foto: Christiane Husmann
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  • Die Albersloher Bürgerschützen genossen ihren Jahreshöhepunkt. Foto: Christiane Husmann
  • Die Albersloher Bürgerschützen genossen ihren Jahreshöhepunkt. Foto: Christiane Husmann
  • Die Albersloher Bürgerschützen genossen ihren Jahreshöhepunkt. Foto: Christiane Husmann

Tadel hatte Wolfgang Franke hingegen für einige „Trödelheinis“ im Gepäck, die von Feldwebel Rainer Lehmkuhl nach vorne zitiert wurden – unter ihnen auch Pfarrer Clemens Lübbers. Ihnen erklärte er mit deutlichen Worten, wie man sich beim Anpfiff zu verhalten habe. „Bier auftrinken, Getränkebehälter an Ort und Stelle zurückbringen und nicht an irgendwelche Hecken stellen, dann vielleicht noch schnell Pipi machen und flott wieder einordnen.“ Nachdem das geklärt werden konnte, hielt er der Geistlichkeit eine Gardinenpredigt. Dem Feldwebel seien Beschwerden insbesondere einiger älterer Gottesdienstbesucher zu Ohren gekommen: „Wenn der Pastor die Messe hält, dauert das immer so lange.“ Man könne sich noch an Zeiten erinnern, als Pfarrer Egon Dirks in einer dreiviertel Stunde – wenn’s gut lief sogar in einer halben Stunde - mit dem Gottesdienst durch war und man zügig ins Wirtshaus kam. So traf das unvermeidliche Disziplinarverfahren auch den Pfarrer, der sich tapfer in sein Schicksal fügte und mit den übrigen „Trödelheinis“ auf Pfeifbefehl singend über die Wiemhove spurtete.

Dass der Feldwebel auch vorm Vorsitzenden der Schützenbrüder nicht halt macht, amüsierte die Zuschauer ein weiteres Mal. Beim Jubiläumsfest der Fahnengarde hatten es Udo Borgmann, König Ingo Rehbaum und weitere Männer des Vorstands im wahrsten Sinne des Wortes ordentlich krachen lassen. Im Verlauf des Festes habe der Vorsitzende auf Stühlen getanzt, dabei das Gleichgewicht verloren, sich an einer Dachrinne festhalten wollen, diese aber stückweise mit in die Tiefe gerissen. „Ich habe hier eine Trophäe“, schmähte der Spieß und befestigte ein Stück der zerstörten Dachrinne mahnend am Spazierstock des Vorsitzenden.

Lob gab’s zum Schluss dann auch. Und zwar für Manni Röckmann, der nach 24 „meist unterhopften“ Dienstjahren als Dankeschön einen Bierkrug von seinem Nachfolger Raimund Hille überreicht bekam.

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