Weiteres Sanierungsprojekt der Eigenbetriebe
Dieses Pumpwerk hat es hinter sich

Sendenhorst -

Das Pumpwerk an der Kopernikusstraße stammt aus dem Jahr 1982. Es wurde in den 1990-er Jahren erweitert. Und auch die Pumpen – vier an der Zahl – wurden schon ausgetauscht. Dennoch: Die Technik hat sich inzwischen mit Siebenmeilenstiefeln weiterentwickelt. Daher wird in den nächsten etwa zweieinhalb Monaten dort eine Baustelle der städtischen Eigenbetriebe abgearbeitet.

Samstag, 13.07.2019, 16:00 Uhr
Momentan ist nicht viel Platz, um die Pumpen mit ihren schweren Bauteilen für die Wartung in dem engen, sechs Meter tiefen Kellerraum auseinanderzunehmen, wie Klaus Neuhaus (r.) und Sven Knauff (kl. Foto) zeigen. Das soll sich nach der Sanierung der Anlage und der Steuerung, bei der neue Technik verbaut wird, ändern.
Momentan ist nicht viel Platz, um die Pumpen mit ihren schweren Bauteilen für die Wartung in dem engen, sechs Meter tiefen Kellerraum auseinanderzunehmen, wie Klaus Neuhaus (r.) und Sven Knauff (kl. Foto) zeigen. Das soll sich nach der Sanierung der Anlage und der Steuerung, bei der neue Technik verbaut wird, ändern. Foto: Annette Metz

Wer kennt das nicht: Wenn man erst mal mit dem Sanieren oder Renovieren anfängt, kommt oft eines zum anderen. So, oder so ähnlich kommt es einem zurzeit vor, wenn man an Sanierungsprojekte der Sendenhorster Eigenbetriebe denkt. In den vergangenen zwei Jahren der Kanal unter der Durchgangsstraße in Sendenhorst, in diesem Jahr der Kanal in der Ortsdurchfahrt Albersloh, der Abriss des alten Klärwerkes ( WN berichteten gestern) und nun das Pumpwerk an der Kopernikusstraße. Gut, der Vergleich mit dem Renovieren hinkt ein wenig, denn schließlich entstehen in Sachen Wasser- und Abwasser keine Notwendigkeiten durch vorangegangene Projekte. Doch momentan reiht sich eben eine Maßnahme an die andere.

Und doch ist allen Projekten etwas gemeinsam: Die Anlagen sind in die Jahre gekommen. Das Pumpwerk an der Kopernikusstraße stammt aus dem Jahr 1982. Es wurde in den 1990-er Jahren erweitert. Und auch die Pumpen – vier an der Zahl – wurden schon ausgetauscht. Dennoch: Die Technik hat sich inzwischen mit Siebenmeilenstiefeln weiterentwickelt. Daher wird in den nächsten etwa zweieinhalb Monaten auch dort eine Baustelle entstehen.

Über das Pumpwerk an der Kopernikusstraße wird Schmutzwasser aus den Wohngebieten „Nordensiedlung“, Breede, „Auf der Geist“ und „Auf dem Bült“ in Richtung Klärwerk befördert. Genauer gesagt, fließt das Schmutzwasser aus den genannten Gebieten über Gefälle in den Sammelbehälter des Pumpwerkes. Von dort wird es bergauf Richtung Realschule gepumpt. Dann fließt es erneut über Gefälle Richtung Kläranlage ab.

„Das Gebäude selbst ist in einem ordentlichen Zustand“, erklärt Klaus Neuhaus , Leiter der Eigenbetriebe. Doch sowohl die Anlage als auch die Steuerung seien in die Jahre gekommen. Und die Pumpenmechanik kommt an ihre Grenzen. „Derzeit gibt es vier Pumpen, zwei, die 27 Liter pro Sekunde befördern können, und zwei, die 55 Liter befördern“, erklärt Sven Knauff, Leiter der Kläranlage. Von jedem Typ kann jeweils eine zur gleichen Zeit laufen.

Nun aber soll es eine neue technische, leistungsfähigere Anlage geben, in die rund 340 000 Euro investiert wird. Auch der Sammelbehälter wird erneuert. Auch dieser hat seine Schuldigkeit getan und wird verschrottet. „Da nun also alles rauskommt, teilen wir den sechs Meter tiefen Raum neu auf. So hat die benötigte Technik Platz und wir gewinnen mehr Raum, um uns für die Wartung der Anlage in dem runden Kellerbereich zu bewegen“, erläutert Klaus Neuhaus, während er demonstriert, wie man sich derzeit um die Pumpen herumquetschen muss, um sie auseinanderzubauen. Außerdem werde die neue Technik deutlich weniger Strom verbrauchen als die alte.

Die Anwohner hat die Verwaltung über die anstehende Bauphase inzwischen informiert. Denn es wird sich auch um das Pumpengebäude herum viel tun. Nicht nur die anfahrenden Bau- und Lieferfahrzeuge werden für Betrieb sorgen. Während der Bauzeit muss auch der Pumpbetrieb aufrecht erhalten bleiben. Das wird durch ein Provisorium geschehen, das in unmittelbarer Nähe aufgestellt wird.

Der Bauzaun steht bereits. Am Montag geht‘s schon los.

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