Trinkwasser-Versorgung ist gesichert
Keine Anzeichen für Engpässe

Sendenhorst -

68 000 Kubikmeter Trinkwasser haben die Sendenhorster im vergangenen Juni verbraucht. Wenn man sich vorstellt, dass ein Schwimmbecken mit einer 50-Meter-Bahn, das 25 Meter breit und drei Meter tief ist, 3750 Kubikmeter fasst, dann lässt sich schnell errechnen, dass in Sendenhorst im Juni Wasser verbraucht wurde, das gut 18 dieser Schwimmbecken hätte füllen können.

Freitag, 26.07.2019, 06:00 Uhr
Die Trinkwasserversorgung ist auch in diesem Jahr in Sendenhorst gesichert. Das städtische Wasserwerk vertraut auf seinen Vorlieferanten, der über sichere Ketten und Talsperren als Speicher verfügt.
Die Trinkwasserversorgung ist auch in diesem Jahr in Sendenhorst gesichert. Das städtische Wasserwerk vertraut auf seinen Vorlieferanten, der über sichere Ketten und Talsperren als Speicher verfügt. Foto: Hubert Link

68 000 Kubikmeter Trinkwasser haben die Sendenhorster im vergangenen Juni verbraucht. Eine Ziffer, die zunächst sehr abstrakt klingt. Wenn man sich aber vorstellt, dass ein Schwimmbecken mit einer 50-Meter-Bahn, das 25 Meter breit und drei Meter tief ist, 3750 Kubikmeter fasst, dann lässt sich schnell errechnen, dass in Sendenhorst im Juni Wasser verbraucht wurde, das gut 18 dieser Schwimmbecken hätte füllen können.

Ja, das ist ein wenig mehr als der Durchschnitt, der aufs Jahr gerechnet etwa 50 000 Kubikmeter beträgt.

Klaus Neuhaus

„Ja, das ist ein wenig mehr als der Durchschnitt, der aufs Jahr gerechnet etwa 50 000 Kubikmeter beträgt“, erklärt Klaus Neuhaus , Leiter des Sendenhorster Wasserwerkes. Doch während in anderen Gemeinden angesichts der Trockenheit und des aktuellen Grundwassermangels davon abgeraten wird, beispielsweise Trinkwasser für die Gartenbewässerung zu verwenden, meint Neuhaus: „Es gibt derzeit keinerlei Erkenntnisse, dass es zu Lieferungsengpässen in Sendenhorst oder Albersloh kommen kann.“

Am bisher heißesten Tag in dieser Hitzeperiode wurde es gestern Mittag auch den Tauben am Brunnen vor dem Rathaus und der Sparkasse zu heiß. Sie nutzten den Aufenthalt am Wasser für allerlei Verrenkungen, damit die Flügel auch von unten etwas von dem kostbaren und erfrischenden Nass abbekommen konnten.

Am bisher heißesten Tag in dieser Hitzeperiode wurde es gestern Mittag auch den Tauben am Brunnen vor dem Rathaus und der Sparkasse zu heiß. Sie nutzten den Aufenthalt am Wasser für allerlei Verrenkungen, damit die Flügel auch von unten etwas von dem kostbaren und erfrischenden Nass abbekommen konnten. Foto: Josef Thesing

Den Grund dafür sieht Neuhaus im seiner Ansicht nach sehr gut aufgestellten Vorlieferanten Gelsenwasser. Sendenhorst werde mit aufbereitetem Wasser aus der Ruhr versorgt. Der Wasserstand der Ruhr wiederum wird über Zufluss aus Talsperren geregelt. Darin sieht Neuhaus einen Vorteil gegenüber Grundwasserwerken. „Unser Vorlieferant verfügt über sichere Ketten, zu denen alleine sechs Wasserwerke im Verbund gehören.“ Außerdem habe Gelesenwasser bei der Aufbereitungstechnik von Rohwasser zu Reinwasser aufgerüstet und liefere sehr gute Trinkwasserqualität. Sendenhorst sei also gut abgesichert. Das habe auch ein Wasserversorgungskonzept ergeben, das die Stadt für die Bezirksregierung Münster erstellt habe. Diese hatte es im Hinblick auf die Faktoren Demografie und Klima in Auftrag gegeben. Neben der Trinkwasserversorgung ist die Stadt aber auch für die Bereitstell- ung von Löschwasser im innerstädtischen Bereich zuständig. „Das wird über die Hydranten geregelt, die 4,2 bar zur Verfügung stellen.“ Was das bedeutet? „Wenn wir die Leitung voll aufdrehen, gibt es eine 40 Meter hohe Wassersäule.“

 Annette Metz

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6804105?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Der Müll bleibt länger liegen
An einigen Stellen in Münster sah es aus wie hier am Aa-Seitenweg am Zentrum Nord: randvolle Papierkörbe und verstreuter Abfall.
Nachrichten-Ticker