76 Kinder und 27 Betreuer verbringen Messdienerlager in Dittwar
Jeden Tag ein tolles Fest

Sendenhorst -

Sie Messdiener sind aus Baden-Württemberg zurück. Im Ferienlager haben sie 14 tolle tage erlebt.

Montag, 29.07.2019, 15:26 Uhr aktualisiert: 31.07.2019, 16:05 Uhr
Beste Laune herrschte im Sommerlager der Messdiener. Die Teilnehmer feierten viele Feste und verstanden sich bestens. Jeden Tag wurde etwas unternommen.
Beste Laune herrschte im Sommerlager der Messdiener. Die Teilnehmer feierten viele Feste und verstanden sich bestens. Jeden Tag wurde etwas unternommen. Foto: Katja Kordel

„Wer hat an der (Jahres-)Uhr gedreht?“, fragten sich die Teilnehmer des Messdienerlagers St. Martinus und Ludgerus, als sie nach zwei gemeinsamen Wochen wieder in Sendenhorst ankamen. Nicht nur die Zeit war wie im Flug vergangen, auch ein ganzes Jahr hatten die 76 Kinder und 27 Betreuer in den wenigen Tagen erlebt. Unter dem Motto „Hallelujah(r)“ feierten sie in Dittwar in Baden-Württemberg jeden Tag ein anderes Fest und sprangen durch die Jahreszeiten.

Von Ostern bis zum Karneval

So wurde morgens mit passender Musik zum jeweiligen Tag geweckt, Dekoration aufgehängt und das Programm an den Tag angepasst. An Ostern zum Beispiel ging es für das Geländespiel in den Wald auf die Suche nach Eiern, Eimern und Gegnern im Kampf um bunte Bändchen. An Karneval traten Mädchen und Jungen verkleidet beim „Geschlechterkampf“ an. Am Valentinstag kämpften einige Leiterinnen und Leiter mit Unterstützung der Kinder um den heiß begehrten „Bachelor“, der schon in den Tagen zuvor Rosen verteilt und Kandidatinnen verabschiedet hatte.

Ach die Leiter haben sich für die Feste schick gemacht.

Ach die Leiter haben sich für die Feste schick gemacht. Foto: Katja Kordel

An Neujahr erspielten sich die Kinder bei einem Neujahrsmarathon an verschiedenen Stationen um den Zeltplatz eine besondere Überraschung: Ganz in weiß gekleidet zelebrierten die Kinder und Leiter einen „Color-Dance“, angelehnt an das indische Farbfestival, das dort zu Neujahr gefeiert wird. Bunt gesprenkelt und glücklich hüpften und tanzten alle zusammen zu den Lager-Party-Klassikern und ließen sich anschließend nach der „Waschstraße“ in der Sonne trocknen.

Schützenfest mit Gästen

Beim Bergfest feierten die Teilnehmer mit den Besuchern, die Kuchen vorbeibrachten, gemeinsam Schützenfest und ließen keinen Programmpunkt aus: Nachdem beim Vogelschießen-Jeopardy Inga Stapel und Tim Petry zum Königspaar gekürt worden waren, mussten Kinder und Leiter antreten und die beiden zum Festessen abholen, bei dem königlich gespeist wurde. Das Kochteam, bestehend aus Hedwig Brandherm, Ingrid Krevert und Carsten Streffing, hatte für diesen Anlass ein großes, buntes Büfett gezaubert, bei dem für jeden etwas dabei war. Anschließend tanzten alle wild beim Schützenball und sangen sich die Kehle aus dem Hals.

Wandertage und Ausflüge

Auch Wandertage standen auf dem Programm, und die Sendenhorster verbrachten einen lustigen Tag beim Achter- und Wasserbahnen fahren im Freizeitpark „Tripsdrill“, probierten im „Experimenta“ in Heilbronn wissenschaftliche Versuche und Spiele aus und suchten in der Würzburger Innenstadt ihre Leiter, die unter anderem als Müllfrauen, Angler, Straßenkünstler und Klimaaktivisten unterwegs waren.

Auch Bewegung stand auf dem Programm.

Auch Bewegung stand auf dem Programm. Foto: Katja Kordel

Zum Abschluss des Lagerjahres stand dann die große Silvester-Party an. Die Menschen des Jahres wurden gekürt, es gab ein großes Festessen, und nach einer wilden Party wurde das Jahr mit Wunderkerzen, Feuerspuckern und in den Himmel steigenden Funken vom Lagerfeuer verabschiedet.

Chillen in der Abendsonne.

Chillen in der Abendsonne. Foto: Katja Kordel

„Wir hatten zwei wunderschöne Wochen. Die Stimmung unter den Leitern und Kindern war unglaublich gut und konnte auch nicht vom Diebstahl der Fahne oder dem Unentschieden zwischen Kindern und Leitern beim traditionellen Fußballspiel runtergezogen werden“, sind sich die Leiter einig.

So viele Kinder haben wir in den vergangenen Jahren nicht mitgenommen.

Kristina Gerdes-Rolf

„Ein wenig nervös waren wir vor dem Lager schon. So viele Kinder haben wir in den vergangenen Jahren nicht mitgenommen, und auch sechs Mädchenzelte schienen eine Herausforderung zu sein. Doch zum Glück sind wir ein erfahrenes und motiviertes Team und haben außerdem von verschiedenen Seiten Unterstützung und Hilfe erhalten. Besonders dankbar sind wir für die zwei neuen Zelte, die Claus Böckenholt von der Wiedeking-Stiftung in diesem Jahr gespendet hat“, berichtet Kristina Gerdes-Rolf, die zusammen mit Philipp Heyna und Katja Kordel den diesjährigen Vorstand bildete.

Müde, aber glücklich, verabschiedeten sich die Teilnehmer nach der Ankunft in Sendenhorst und sind sich sicher, sich im nächsten Jahr im Lager wiederzusehen, als Kind, Leiter oder beim nächtlichen Entwenden der Fahne.

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