25 Jahre Pax-Christ-Gruppe in Sendenhorst
Für Frieden und Gerechtigkeit

Sendenhorst -

Am 10. August 1994 die Pax-Christi-Gruppe Sendenhorst gegründet, deren Gründerin und Sprecherin Annette Paschke ist. Seither beschäftigt sich die Gruppe mit Themen wie „Gerechtigkeit“, „Frieden“ und „Bewahrung der Schöpfung“ und hat mit ihren Aktion viele „Sympathisanten“ gefunden.

Donnerstag, 01.08.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 02.08.2019, 15:00 Uhr
Ob Mahnwachen zur Flüchtlingspolitik (oben), das Christlich-muslimische Friedensgebet (unten li.) oder auch das Friedenslieder-Singen (unten re.): Pax Christi ist immer wieder aktiv und fordert die Menschen zum Nachdenken auf.
Ob Mahnwachen zur Flüchtlingspolitik (oben), das Christlich-muslimische Friedensgebet (unten li.) oder auch das Friedenslieder-Singen (unten re.): Pax Christi ist immer wieder aktiv und fordert die Menschen zum Nachdenken auf. Foto: Anke Weiland

Durch die Teilnahme an einer Versammlung in Dortmund zu den Themen „Gerechtigkeit“, „Frieden“ und „Bewahrung der Schöpfung“ vor 25 Jahren entstand damals der Gedanke, erinnert sich Annette Paschke noch gut: „Mit einem zu diesen Themen gegründetet Sachausschuss hat die katholische Pfarrgemeinde daran teilgenommen.“ Doch einigen Mitglieder des Sachausschusses war das zu wenig. Sie wollten dauerhaft und immer wieder an diese Themen erinnern. „Wie können wir uns beteiligen?“, war damals die Frage.

Es ging um Themen, die eigentlich genau auf die katholische Friedensbewegung Pax Christi zutreffen, fanden die Aktiven um Annette Paschke. So trafen sich die Sendenhorster zunächst mit der Pax-Christi-Gruppe in Ahlen. Doch schnell wurde klar, dass es sinnvoll ist, eine eigene Gruppe zu gründen. Mit sechs Mitgliedern wurde am 10. August 1994 die Pax-Christi-Gruppe Sendenhorst gegründet, deren Gründerin und Sprecherin Annette Paschke ist.

Mehr Mitglieder sind es in den 25 Jahren nicht geworden, so Paschke. Doch die Gruppe habe durch ihre Arbeit vor Ort eine Vielzahl an „Sympathisanten“ gewonnen. Einige regelmäßige Veranstaltungen werden im Laufe des Jahres durchgeführt, wie das Singen von Friedensliedern, das christlich-muslimische Friedensgebet und Informationen zum „Tag der Menschenrechte“. Darüber hinaus schaue die Gruppe immer, wo es aktuell brenne. Zum Irak-Krieg beispielsweise wurde eine Mahnwache gehalten, auf die Flüchtlingskrise wurde mit einem Boot hingewiesen. „Immer im Sinn der Gewaltfreiheit“, betont Paschke.

„Aber es sollte nicht nur in der Kirche etwas passieren“, meint Paschke. „Wichtig ist auch, dass in der Politik etwas passiert.“ Pax Christi gehe es darum, den anderen zu verstehen: „Nicht gucken, was uns trennt, sondern was wir gemeinsam haben“, bringt die Sprecherin es auf den Punkt. Um das gegenseitige Verständnis zu fördern, veranstaltet die Gruppe in regelmäßigen Abständen den „christlich-muslimischen Dialog“. Bei den Informationsabenden geht es da zum Beispiel um Begriffe wie „Scharia“ und „Dschihad“, um den Salafismus, den Vergleich von Bibel und Koran, den modernen Islam oder auch die Rolle der Frau im Islam.

„Wir machen keine Parteipolitik, aber wir ergreifen Partei für die Schwachen und sind für Frieden und Gerechtigkeit“, sagt Annette Paschke und fügt ein Zitat von Bischof Martin Happe zum 20-jährigen Bestehen der Gruppe an: „Pax Christi kann die Welt nicht verändern. Aber wenn sie die Leute zum Nachdenken bringen können, ist schon viel erreicht.“

 

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