Das St.-Josef-Stift ohne Baukran
Ein seltener Anblick

Sendenhorst -

Das St.-Josef-Stift mal ohne Baukran? Nach langer Zeit war es jetzt möglich, aktuelle Fotos vom Campus aus der Luft aufzunehmen – ohne Großbaustelle. Das heißt aber nicht, dass im Stift nicht gebaut wird.

Freitag, 02.08.2019, 06:00 Uhr
Seit vielen Jahren wr am St.-Josef-Stift immer irgendwo ein Baukran zu sehen. Derzeit richtet sich der Fokus aber auf Maßnahmen im Inneren.
Seit vielen Jahren wr am St.-Josef-Stift immer irgendwo ein Baukran zu sehen. Derzeit richtet sich der Fokus aber auf Maßnahmen im Inneren. Foto: St.-Josef-Stift

Das St.-Josef-Stift mal ohne Baukran? Nach langer Zeit war es jetzt möglich, aktuelle Fotos vom Campus aus der Luft aufzunehmen – ohne Großbaustelle. Das ist eine Vorstellung, die viele Sendenhorster wohl nicht erwartet hätten, so wie beispielsweise Pfarrer Manfred Böning , der in der Geschichtensammlung „Mein Sendenhorst“, die zum 700-Jährigen der Stadt erschienen ist, schrieb: „Es wird wohl noch weitere 700 Jahre dauern, bis am St.-Josef-Stift nicht mehr gebaut wird.“ Mit dieser Ansicht behält der Pfarrer der evangelischen Gemeinde nur zum Teil Recht. Denn derzeit ist – zumindest im Außenbereich – keine Baustelle zu erkennen. Die vergangenen drei Jahrzehnte waren geprägt von einer intensiven Bauphase. Allein in den vergangenen zehn Jahren sind viele große Projekte realisiert worden, die das Stiftsensemble nachhaltig verändert und ihm ein modernes Gesicht verliehen haben. Auf dem Luftbild oben sind die Bauabschnitte zu erkennen:

(1) Die Magistrale (2008 – 2010) als zentrale Verkehrsachse im Haus und lichtdurchflutetes Entree;

(2) Neues Funktionsgebäude an der Pennigstiege (2012 – 2014) mit neuer orthopädischer Werkstatt, Labor, Zentralsterilisation und drei neuen OP-Sälen;

(3) Neubau Südflügel (2013 – 2015) mit dem Spithöver-Forum, fünf modernen Stationsbereichen inklusive Lounge und Nebenräumen sowie elektrotechnischer Werkstatt im Sockelgeschoss;

(4) Ertüchtigung des Bettenhauses mit neuem Südeingang (2015 – 2018): Vier bestehende Stationen und Pflegestützpunkte wurden auf Neubaustandard gebracht, eine fünfte Stationsebene aufgestockt, die Fassade nach außen erweitert und ein repräsentativer neuer Zugang ins Gebäude gebaut;

(5) Die Reha-Klinik (2009 – 2011) mit 100 Plätzen für die Anschlussheilbehandlung am gleichen Standort;

(6) Reha-Erweiterung (2015 – 2017) mit Verdoppelung der Platzzahl auf 180 stationäre und 20 ambulante Plätze, je einem zusätzlichen Therapiezentrum und Restaurant sowie einer Sporthalle;

(7) Tagespflege St. Elisabeth (2017 – 2018) mit 24 Plätzen;

(8) der neue Rosengarten, entstanden in zwei Abschnitten 2013 und 2018.

Gebaut wird im Stift allerdings auch derzeit. Die Küche zum Innenhof des St.-Elisabeth-Stifts wird erweitert. Darüber hinaus werden im Ostflügel des historischen Ursprungsgebäudes Patientenzimmer für die Schmerzklinik auf den neuesten Stand gebracht. Auch ohne Baukran geht es also weiter: Aktuell richtet sich der Fokus intensiv nach innen, um die Prozesse und Abläufe in Krankenhaus und Reha-Zentrum zum Wohle der Patienten und Mitarbeiter weiter zu optimieren. Mit 359 Betten ist das St.-Josef-Stift das größte Krankenhaus im Kreis Warendorf, teilt das Haus mit.

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