Albersloher Ortskern ist wieder erreichbar
Wieder freie Fahrt durchs Dorf

Albersloh -

Es geht ein Aufatmen durchs Dorf. Die zentralen Albersloher Straßen sind heute nach Fertigstellung der ersten Bauphase für Pkw wieder freigegeben. Alle Geschäfte sind uneingeschränkt erreichbar, und die Sackgassensituation ist Geschichte.

Donnerstag, 08.08.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 12.08.2019, 14:12 Uhr
Symbolisch schieben Klaus Neuhaus, Christian Fischer, Ilwa Olgemöller, Markus Uhlenbrock, Bernhard Gnegel, Berthold Streffing und Reinhard Schnecking (v.l.) nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts die Baken zur Seite.
Symbolisch schieben Klaus Neuhaus, Christian Fischer, Ilwa Olgemöller, Markus Uhlenbrock, Bernhard Gnegel, Berthold Streffing und Reinhard Schnecking (v.l.) nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts die Baken zur Seite. Foto: Christiane Husmann

Gut zwei Monate herrschte im Dorf Ausnahmezustand – nicht nur für die Anwohner, die irgendwie ihre Häuser erreichen mussten, oder für die Autofahrer, für die es Umwege in Kauf zu nehmen galt, sondern auch für die Geschäftsleute, die unter der fehlenden Laufkundschaft und somit mangelndem Umsatz zu leiden hatten. „Wir möchten uns bei den Albersloher Kunden bedanken, die uns trotz der Baustelle treu geblieben sind und zu uns gefunden haben“, sind sich die Kaufleute einig. Einige von ihnen haben sich mit Vertretern der Stadt und des baubegleitenden Ingenieurbüros getroffen, um symbolisch die Baken zur Seite zu schieben, die die Straßen für die Pkw gesperrt hatten.

Nun hoffen die Kaufleute darauf, dass auch die Kunden von außerhalb wieder in die Albersloher Geschäfte finden. „Wir werden die Beschilderung entsprechend anpassen“, erklärt Klaus Neuhaus als Leiter der städtischen Eigenbetriebe. „Wir wollen den Verkehr langsam regulieren“, ergänzt er. „Wir stimmen uns diesbezüglich mit dem Kreis Warendorf und Straßen NRW ab“, erklärt Bürgermeister Berthold Streffing.

„Der Auto-Verkehr ist unser Umsatzverkehr“, sagt Reinhard Schnecking von der Raiffeisen-Genossenschaft und freut sich, dass dieser nun wieder fließen kann. Die Lkw sollen, wie schon in den vorangegangenen Monaten, auch während der nächsten Bauphasen weiträumig um das Dorf geleitet werden. „Die dicken Kisten brauchen wir auch nicht – das sind nicht unsere Kunden“, weiß Reinhard Schnecking.

Dem stimmt auch Markus Uhlenbrock als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Albersloher Kaufleute zu und freut sich indes, dass der für das Dorf schwierigste Bauabschnitt im angekündigten Zeitplan fertiggestellt wurde. „In Anbetracht dieser riesigen Baustelle klappt die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Baustellenleitung sehr gut“, lobt Markus Uhlenbrock. „Mein Dank an Sie als Gewerbetreibende und an die Anwohner“, gibt Klaus Neuhaus mit Blick auf die Geduld der Albersloher zurück, die ebenso wie die Verantwortlichen bei der Stadt erleichtert sein dürften, dass nun schon mal ein dicker Batzen der Großbaustelle in angesetzter Zeit gestemmt werden konnte.

Während das Dorf wieder uneingeschränkt über die Bergstraße, die Münsterstraße, die Wolbecker Straße und nach wie vor von Sendenhorst erreichbar ist, gehen die Sanierungsarbeiten an einem Teil der Sendenhorster Straße weiter. Wenn alles glatt läuft, sollen im März nächsten Jahres die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Ein Albersloher schaut den Bauarbeitern derweil bei ihrer Arbeit zu – sein Kommentar zum Thema: „Wat mutt, dat mutt.“

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