AAV saniert das Gelände der alten Kläranlage
Abriss verläuft planmäßig

Sendenhorst -

Seit Mitte Juli hat der AAV, der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung, die Regie auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage am Helmbach übernommen. Inzwischen sind die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass es nun auch den oberirdischen Gebäudebestandteilen an den Kragen geht.

Freitag, 09.08.2019, 06:00 Uhr
Die alte Kläranlage wird nicht nur einfach abgerissen, die Bestandteile werden auch gleich voneinander getrennt, selbst die Stahlseile aus den Betonbrocken werden herausgetrennt (re.). Der Lavastein, der hier noch auf dem Mauervorsprung gelagert ist, wird übrigens nach einer gründlichen Reinigung wiederverwendet.
Die alte Kläranlage wird nicht nur einfach abgerissen, die Bestandteile werden auch gleich voneinander getrennt, selbst die Stahlseile aus den Betonbrocken werden herausgetrennt (re.). Der Lavastein, der hier noch auf dem Mauervorsprung gelagert ist, wird übrigens nach einer gründlichen Reinigung wiederverwendet. Foto: Annette Metz

Seit Mitte Juli hat der AAV, der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung, die Regie auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage am Helmbach übernommen. Inzwischen sind die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass es nun auch den oberirdischen Gebäudebestandteilen an den Kragen geht. Aber auch das, was sich im Boden versteckt, Becken oder Leitungen, wird bis zu einer Tiefe von vier Metern abgebrochen. Im Anschluss wird das Gelände mit Kies und sauberem Bodenmaterial aufgefüllt, damit eine Fläche für den von der Stadt geplanten Wohnungsbau an dieser Stelle entsteht.

„Wir hätten dieses Gelände selbst nicht sanieren können“, erklärt Klaus Neuhaus , Leiter der Sendenhorster Eigenbetriebe. „Es ist eine Menge Know-how erforderlich. Denn Bauwerke dieser Art müssen fachgerecht saniert werden, da dem damaligen Bauwesen entsprechend oft Material verwendet wurde, das nicht einfach so entsorgt werden darf“, führt er weiter aus.

Die Bauschadstoffsanierung haben wir innerhalb weniger Tage durchgeführt.

Julian Mainzer, AAV

Im Vorfeld wurden daher von einem Ingenieurbüro Bodenuntersuchungen durchgeführt, die keine relevante Schadstoffbelastung ergeben haben, fügt Julian Mainzer , Projektleiter des AAV, hinzu. Auch bei der Bausubstanz habe es keine Überraschungen gegeben. Mit Asbest- und PCB-haltigen Bestandteilen im Inneren habe man gerechnet und diese zunächst entsprechend geschützt gesondert entsorgt. „Die Bauschadstoffsanierung haben wir innerhalb weniger Tage durchgeführt“, beschreibt Mainzer den reibungslosen Ablauf der Maßnahme.

Bis zum 27. August, also pünktlich zu Schuljahresbeginn, soll alles erledigt sein. Dann ist das etwa 4500 Quadratmeter große Gelände mit Kies und unbelastetem Bodenmaterial so vorbereitet, dass gebaut werden könnte – inklusive eines Gutachtens, dass das Gelände uneingeschränkt für Wohnfolgenutzung geeignet ist. Davor stehen aber noch die notwendigen planungsrechtlichen Schritte für einen gültigen Bebauungsplan, führt Bauamtsleiter Daniel Fühner aus. Der nächste Schritt in diese Richtung soll in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses getan werden.

Mit Abschluss der Arbeiten, so erklärt Klaus Neuhaus weiter, kann dann auch der Fuß- und Radweg, der am Gelände vorbeiführt und ein stark genutzter Schulwegabschnitt ist, wieder freigegeben werden.

Die Kosten für die Untersuchungen, den Rückbau der Anlagen, die Entsorgung sowie die Wiederverfüllung übernimmt übrigens der AAV mit seinem Sonder-Förderprogramm aus Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen zu 100 Prozent. Sie liegen für diese Maßnahme voraussichtlich in einem mittleren sechsstelligen Bereich, teilt der AAV mit.

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