Neues Dorfzentrum mit vielen Funktionen
Ein Ort für alles und jeden

Albersloh -

Die Stadt hat vom Land NRW 16 000 Euro für die konzeptionelle Entwicklung eines „multifunktionales Dorfzentrums“ erhalten. In diesem soll ein umfassendes Serviceangebot entwickelt werden. Untergebracht werden könnten die Geldinstitute, ein Arzt, die Verwaltungsnebenstelle und eine Postagentur.

Dienstag, 13.08.2019, 11:00 Uhr
Albersloh wächst weiter. Den zurückgegangenen Serviceleistungen setzt die Stadt die Idee eines „multifunktionales Dorfzentrums“ entgegen.
Albersloh wächst weiter. Den zurückgegangenen Serviceleistungen setzt die Stadt die Idee eines „multifunktionales Dorfzentrums“ entgegen. Foto: WN

Zuerst ist es der Stadt trotz intensiver Bemühungen und vieler Gespräche nicht gelungen, die Deutsche Post AG davon zu überzeugen, den Menschen im Dorf mehr als den derzeit spärlichen Service zu bieten. Alle Versuche, in Kooperationen mit einem Gewerbetreibenden eine Postagentur einzurichten, sind bislang gescheitert.

Neuer Standort für Bankdienstleitungen?

Dann haben die beiden Geldinstitute – ebenfalls trotz vieler Gespräche und jeder Menge Proteste – ihr Angebot erheblich eingedampft. Und nun soll es einen neuen Anlauf geben, der bislang allerdings noch theoretischer Natur ist. Praktisch und handfest ist hingegen das, was das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW dazu beisteuert: 16 000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm, wie dieser Topf landläufig genannt wird. Mit diesem Geld sollen die konzeptionellen Vorarbeiten für ein „multifunktionales Dorfzentrum“ finanziert werden, heißt es im Zuwendungsbescheid des Landes. Die Stadt hatte einen entsprechenden Förderantrag gestellt.

Die Post und die Banken sind so gut wie verschwunden. Das ist keine gute Situation.

Bürgermeister Berthold Streffing

Hinter dem „multifunktionalen Dorfzentrum“ verbirgt sich die Idee, alle öffentlichen Serviceleistungen an einem Ort zu bündeln, erklärt Bürgermeister Berthold Streffing im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten. „Die Post und die Banken sind so gut wie verschwunden. Das ist keine gute Situation“, erklärt der Bürgermeister.

Postagentur und Arzt

Das müsse aber nicht so bleiben, auch aus Sicht der Geldinstitute. Seit rund eineinhalb Jahren seien er und Wirtschaftsförderin Annette Görlich diesbezüglich mit den Geldinstituten im Gespräch, erläutert Streffing. Und seitens der Banken sei durchaus erneuter Veränderungswille zu erkennen, wenn Angebote an einem Ort gebündelt würden. „Wenn wir es schaffen, ein Gebäude für alle Dienstleistungen einzurichten, dann könnten sich die Banken vorstellen, dabei zu sein“, sagt Streffing. Er stellt sich vor, auch einen Arzt und die Nebenstelle der Stadtverwaltung dort unterzubringen. Zugleich könne eine solche Einrichtung auch ein „Ort der Begegnung“ sein. Entwickelt werden solle ein solches Projekt nicht nur mit fachlicher Begleitung – für die das Geld des Landes vorgesehen ist –, sondern auch mit den Menschen in Albersloh. Dazu gehöre unter anderem, den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln. Denn „für die Vitalität und Attraktivität des Ortskerns von Albersloh ist der Erhalt der lokalen In-frastruktur von großer Bedeutung“, heißt es in der Erläuterung zu diesem Projekt.

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