Stadt informiert über Fördermöglichkeiten beim Bauen und Sanieren
Klimaschutz beginnt am Haus

Sendenhorst/Albersloh -

Die Stadt will die Besitzer älterer Häuser dafür sensibilisieren, in energetische Sanierung zu investieren. Dr. Johannes Hofmeister, Klimaschutzmanager der Stadt, hat für Interessierte eine Mappe zusammengestellt, in der es viele Infos auch zu Förderungsmöglichkeiten gibt.

Mittwoch, 14.08.2019, 10:00 Uhr
Dr. Johannes Hofmeister (li.) und Bürgermeister Bertold Streffing werben für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, zum Beispiel durch die Sanierung älterer Häuser oder Anlagen.
Dr. Johannes Hofmeister (li.) und Bürgermeister Bertold Streffing werben für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, zum Beispiel durch die Sanierung älterer Häuser oder Anlagen. Foto: Josef Thesing

Klimaschutz fängt hinter der eigenen Haustür an. Davon sind Bürgermeister Berthold Streffing und Dr. Johannes Hofmeister , seit einiger Zeit Klimaschutzmanager der Stadt, überzeugt. Denn Klimaschutz ist für sie nicht nur die Nutzung von Bussen, Bahn, Fahrrädern und E-Autos, sondern auch der gesamte Bereich von Energie-Nutzung und -Gewinnung an, auf und in Gebäuden. Und da spielen private Häuser wegen ihrer weit überwiegenden Anzahl in der Stadt eine überragende Rolle. „50 Prozent der Häuser in der Stadt sind 40 Jahre und älter“, sagt Berthold Streffing. Und sie müssten deshalb mit Blick auf Treibhausgase und Co. sowie bezogen auf die Energieeffizienz in Teilen saniert werden. Zugrunde liege bei diesen Gebäuden oftmals die Wärmeschutzverordnung aus dem Jahr 1978, erklärt Dr. Johannes Hofmeister. Und die sei unter heutigen Aspekten bezogen auf den Umgang mit Energieverlust und Ressourcenverbrauch nicht mehr zeitgemäß.

„Europäische Energie- und Klimaschutzkommune“

Sendenhorst ist als „Europäische Energie- und Klimaschutzkommune“ zertifiziert und seit 2016 mit dem „European Energie Award“ ausgezeichnet. In der Stadt werden 86 Prozent des verbrauchten Stroms aus regenerativer Energie – zum Beispiel Windkraft – erzeugt, erklärt Johannes Hofmeister. Das sei weit über dem Durchschnitt im Kreis Warendorf, in dem dieser Anteil bei 37 Prozent liege.

Das Bewusstsein für diese Themen ist heute größer als noch vor zehn Jahren.

Dr. Johannes Hofmeister

Um auch die Bürger, die in älteren Gebäuden wohnen, auf dem Weg zu einer „Klima-Gemeinde“ mitzunehmen, hat die Stadt die Informationsmappe „Bauen und Sanieren – energieeffizient, zukunftsorientiert, klimagerecht“ aufgelegt. Denn klar ist: Die energetische Sanierung eines älteren Hauses muss man sich leisten können, wissen auch Berthold Streffing und Johannes Hofmeister. Deshalb gibt es auch die Mappe mit vielen Informationen. „Es hat noch nie so viele Fördermöglichkeiten wie heute gegeben“, ist Hofmeister überzeugt. Und diese hat er in der Mappe zusammengestellt – als einen ersten Überblick, um Hemmschwellen zu nehmen. „Auf dieser Basis kann dann professionell weitergeplant werden“, sagt Hofmeister, der davon ausgeht, dass die Kosten aber nur ein Teil des Komplexes sind, wenn die Heizungsanlage erneuert oder das Haus mit einer zusätzlichen Dämmung und neuen Fenstern versehen werden soll. „Das Bewusstsein für diese Themen ist heute größer als noch vor zehn Jahren. Viele wollen aus Überzeugung in diese Bereiche investieren“, so Hofmeister.

Infos über Fördermöglichkeiten

Deshalb seien in der Mappe, die im Rathaus erhältlich ist, zum Beispiel leicht verständlich Fördermöglichkeiten aufgezeigt. Zudem will die Stadt zu diesem Thema weitere Informationsveranstaltungen anbieten. Sie hat sich vorgenommen, aktiv auf die Bürger zuzugehen und diese dabei zu unterstützen, den ersten Schritt in Richtung einer Gebäudesanierung zu gehen. „Es gibt viele Vorurteile. Diese können aber abgebaut werden“, meint Hofmeister.

Und so lautet die Überschrift über einem der Skripte in der Mappe: „Zehn Irrtümer über die Sanierung im Altbau.“

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