VHS-Programm für Sendenhorst vorgestellt
Weiterlernen hält jung

Sendenhorst -

Das separat erstellte VHS-Programmheft für Sendenhorst enthält 73 Kurse und Veranstaltungen, die in Sendenhorst und Albersloh stattfinden und die Themenvielfalt der Gegenwart abbilden, unterstrich Bettina Küch-Wallmeyer, Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, bei der Programmvorstellung. Dazu kommen Studienreisen und Exkursionen, die für alle drei Trägerstädte angeboten werden.

Donnerstag, 22.08.2019, 06:00 Uhr
Stellten das neue VHS-Programm 2019/20 vor: Uwe Schnafel, Christine Klang (beide VHS) Martina Bäcker, Birgit Stumm (VHS Nebenstelle/Stadt Sendenhorst) und Bettina Küch-Wallmeyer (allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, v li.).
Stellten das neue VHS-Programm 2019/20 vor: Uwe Schnafel, Christine Klang (beide VHS) Martina Bäcker, Birgit Stumm (VHS Nebenstelle/Stadt Sendenhorst) und Bettina Küch-Wallmeyer (allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, v li.). Foto: Annette Metz

Das Jahr 1919 hat eine besondere Bedeutung für die Volkshochschulen in Deutschland. In diesem Jahr wurde der Grundstein für die Entwicklung der Weiterbildung in öffentlicher Verantwortung gesetzt: Artikel 148 der Weimarer Verfassung forderte damals alle staatlichen Ebenen dazu auf, das Volksbildungswesen einschließlich der Volkshochschulen zu fördern. Die Weiterbildung erhielt damit erstmals Verfassungsrang und wurde zum integralen Bestandteil des öffentlichen Bildungssystems. Dies löste deutschlandweit eine Welle von Volkshochschulgründungen aus. Dazu gehörte auch die Volkshochschule Ahlen, die seit vielen Jahren auch in Mit-Trägerschaft der Städte Sendenhorst und Drensteinfurt geführt wird. Darauf wies der stellvertretende Leiter der VHS, Uwe Schnafel, bei der Vorstellung des Jahresprogramms 2019/2020 im Sendenhorster Rathaus hin.

„Bis vor Kurzem waren wir noch der Meinung, dass die VHS Ahlen im Jahr 1946 gegründet worden sei. Doch nun ist ein Dokument aufgetaucht, das eindeutig belegt, dass es schon 1919 VHS-Kurse in Ahlen gegeben hat“, berichtet Schnafel nicht ohne Stolz.

Das Jubiläum wird daher natürlich auch im vorliegenden Programm eine Rolle spielen. Am 20. September wird es bundesweit die „Lange Nacht der Volkshochschule“ geben. In Ahlen wird es von 18 bis 24 Uhr im Rathaus die Gelegenheit geboten, sich ein Bild von den letzten 100 Jahren Erwachsenenbildung zu machen.

Für den Bereich Sendenhorst stellt das separat erstellte Programmheft 73 Kurse und Veranstaltungen vor, die in Sendenhorst und Albersloh stattfinden und die Themenvielfalt der Gegenwart abbilden, unterstrich Bettina Küch-Wallmeyer , Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, bei der Programmvorstellung. Dazu kommen Studienreisen und Exkursionen, die für alle drei Trägerstädte angeboten werden.

Jeder, der aufhört zu lernen, ist alt, mag er 20 oder 80 Jahre zählen. Jeder, der weiterlernt, ist jung, mag er 20 oder 80 Jahre zählen.

Henry Ford

In Sendenhorst wird es dabei einige Schwerpunkte geben, die ganz spezifisch zugeschnitten sind. So werde beispielsweise das Thema „Umwelt und Klimaschutz“ eine Rolle spielen. Der Höhepunkt dazu wird sicher eine Exkursion unter der Leitung von Martina Bäcker und dem städtischen Klimaschutzmanager, Dr. Johannes Hofmeister, sein, die nach Bremerhaven ins Klimahaus führt. Diese Exkursion findet am Sonntag, 20. Oktober, statt.

Die traditionelle „Politisch-kulturelle Woche“ findet im Januar statt. Sie befasst sich mit dem Thema „30 Jahre Deutsche Einheit“. In Sendenhorst wird dazu im Haus Siekmann der Film „Ballon“ gezeigt. Der Film erzählt nach einer wahren Begebenheit die Geschichte zweier Familien, die die Flucht aus der DDR per Ballon wagen. Außerdem wird Manfred Kehr das „politische Lied in der DDR“ vorstellen.

Auch die „Woche der Brüderlichkeit“ wird es im März 2020 in Zusammenarbeit des Vereins und der VHS geben.

Fünf Kino-Vorstellungen wird es im Haus Siekmann angeboten. Das VHS-Frauenkino zeigt am 11. Oktober „Astrid“, die Geschichte der jungen Astrid Lindgren. In einer Sonderveranstaltung zum Internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ wird am 22. November der Dokumentar-Film „Female Pleasure“ gezeigt. Und am 14. Februar wird das Drama „Maria Stuart, Königin von Schottland“ auf die Leinwand projiziert. Das VHS-Seniorenkino zeigt am 22. September „Der Junge muss an die frische Luft“ und am 26. Januar eine Neuverfilmung von „Mord im Orientexpress“.

Ein besonderer Hinweis bei der Vorstellung galt einer Lesung mit Burkhard Spinnen. In seinem Buch „Die letzte Fassade – Wie meine Mutter dement wurde“ beschreibt er den Weg, den seine Mutter durch die Krankheit gegangen ist. Die Lesung findet am 28. Oktober statt und ist eine Kooperationsveranstaltung der VHS, der Stadt und des Demenznetzes Sendenhorst-Albersloh.

Neben vielen weiteren Bildungsangeboten rund um Sprachen, Politik, Umwelt und Gesellschaft, Arbeit, Beruf und Ausbildung, Gesundheit, Gymnastik und Sport sowie Kunst, Kultur und kreatives Gestalten wird es auch im kommenden Jahr wieder zwei Frauen-Kultur-Cafés, organisiert in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Sendenhorst, Martina Bäcker, geben. Im Oktober stellt Dr. Birgit Poppe darin „Malweiber – Aktive Künstlerinnen um 1900“ vor. Und am 19. Januar spricht sie über „Kälte, Eis und Schnee – Winterbilder in der Kunst“.

Ein Blick ins Programmheft dürfte sich also für nahezu jeden lohnen. Denn, so zitiert Bürgermeister Berthold Streffing in seinem Grußwort im Programmheft den ehemaligen US-Präsidenten Henry Ford: „Jeder, der aufhört zu lernen, ist alt, mag er 20 oder 80 Jahre zählen. Jeder, der weiterlernt, ist jung, mag er 20 oder 80 Jahre zählen.“

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