Katholische Gemeinde sammelt für die Innenrenovierung der Pfarrkirche
Von Haus zu Haus für St. Ludgerus

Albersloh -

Wer heute die historische Ludgerus-Kirche betritt, dem bleibt nicht verborgen, dass viel Arbeit und Kreativität investiert wurden, um die Kirchenräume neu zu gestalten. Natürlich kostet eine solche Renovierung auch viel Geld. Darum hat sich die Kirchengemeinde dazu entschlossen, eine Haussammlung durchzuführen.

Donnerstag, 29.08.2019, 06:00 Uhr
Um die Neugestaltung der Ludgerus-Kirche mitfinanzieren zu können, wollen Edith Pufahl, Petra Greiwe, Eva Maria Jansen, Elke Oestermann und Alexandra Hartmann mit weiteren Helfern eine Haussammlung durchführen.
Um die Neugestaltung der Ludgerus-Kirche mitfinanzieren zu können, wollen Edith Pufahl, Petra Greiwe, Eva Maria Jansen, Elke Oestermann und Alexandra Hartmann mit weiteren Helfern eine Haussammlung durchführen. Foto: Christiane Husmann

Die dunkelgrauen Wände mit rissigem und verschmutztem Anstrich sind Geschichte. Und auch die Orgel zeigt sich in neuem Gewand. Wer heute die historische Ludgerus-Kirche betritt, dem bleibt nicht verborgen, dass viel Arbeit und Kreativität investiert wurden, um die Kirchenräume neu zu gestalten. Das Gotteshaus präsentiert sich schon vor seiner offiziellen Wiedereröffnung hell, freundlich und für die Zukunft augenscheinlich gut aufgestellt.

Natürlich kostet eine solche Renovierung auch viel Geld. Darum hat sich die Kirchengemeinde dazu entschlossen, eine Sammlung durchzuführen. Eine von vielen Aktionen, um den erforderlichen Eigenanteil aufzubringen. Nachdem schon Kalender und Likör verkauft, Orgelpfeifen versteigert und Sammelboxen aufgestellt wurden, werden die Mitglieder des Arbeitskreises zur Innenrenovierung der Kirche mit Unterstützung weiterer ehrenamtlicher Helfer in Albersloh von Haus zu Haus ziehen.

Auch die Sanierung der Orgel gehört zum ,Nice-to-have‘ – also den Dingen, die schön wären.

Alexandra Hartmann

Insgesamt wird die Innenrenovierung und Umgestaltung der Kirche etwa 840 000 Euro kosten. „Das Bistum Münster übernimmt bei solchen Maßnahmen generell alle baulichen Veränderungen, also zum Beispiel die Verlegung des Altares, den Einbau der Elektrik und die Reparatur des Putzes“, erklärt Alexandra Hartmann als Verwaltungsreferentin der Kirchengemeinde. Für „Verschönerungen“ wird allerdings ein Beitrag der Gemeinde gefordert, also vor allem für den Anstrich der Wände sowie für farbige Schmuckteile und das Lackieren der Türen. „Aber auch die Sanierung der Orgel gehört zum ,Nice-to-have‘ – also den Dingen, die schön wären“, ergänzt die Verwaltungsreferentin und erklärt: „Die Kirchengemeinde soll 200 000 Euro Eigenanteil zusammentragen, fordert das Bistum Münster.“

Dass die Innenrenovierung und Umgestaltung der Kirche unumgänglich geworden war, um die Kirche für die Nutzung in kommenden Jahrzehnten fit zu machen, darüber seien sich wohl auch die meisten Gemeindemitglieder einig, ist sich der Arbeitskreis zur Innensanierung sicher. Extreme Verrußung, Risse im Putz, sehr veraltete Elektrik inklusive schwacher Beleuchtung und die nicht zufriedenstellende Beschallung hätten für einen nicht mehr zeitgemäßen Kirchenraum gesorgt. „Durch die Umgestaltung des Altarraums und der frei werdenden Flächen wird die Möglichkeit geboten, auch bei kleiner werdender Gottesdienstgemeinde in schöner Atmosphäre zusammenzukommen – sei es für Sonntagsgottesdienste, für Hochzeiten oder Beerdigungen in kleineren Familien oder für Jugendgottesdienste“, meinen die Mitglieder des Arbeitskreises und ergänzen: „Im Zuge der Renovierung werden auch technische Neuerungen wie Beamer und Leinwand sowie an manchen Stellen farbige Beleuchtung ermöglicht.“

„Konzerte, Erlebnisausstellungen oder gemeinsames Singen in der Kirche werden im veränderten Innenraum möglich sein – und wenn die vorhandenen Kirchenbänke mal für eine größere Zahl an Besuchern nicht ausreichend sein sollten, dann wird es die Möglichkeit geben, durch zusätzliche Bestuhlung Sitzplätze anzubieten“, nennt Pfarrer Clemens Lübbers weitere Vorteile der Umgestaltung.

Konzerte, Erlebnisausstellungen oder gemeinsames Singen in der Kirche werden im veränderten Innenraum möglich sein.

Pfarrer Clemens Lübbers

Am 1. September sind im Rahmen des Pfarrfestes alle Interessierten eingeladen, sich selbst über den Baufortschritt zu informieren. „Es wird schon einiges zu sehen geben“, stellen die Arbeitskreismitglieder, die auch vor Ort sein werden, in Aussicht. Ende November soll es dann soweit sein: Bischof Felix Genn hat sich angekündigt. „Er will am 24. November den neuen Altar weihen und den Kirchraum wieder zur Nutzung an die Gottesdienstgemeinde übergeben“, freut man sich.

Als Mitglied des Arbeitskreises zur Innenrenovierung der Ludgerus-Kirche erklärt Elke Oestermann: „Wir Arbeitskreismitglieder werden sammeln gehen. Ich freue mich sehr, dass wir dabei von einigen weiteren Gemeindemitgliedern unterstützt werden, denen die Renovierung der Kirche am Herzen liegt“. Die Sammler werden sich vorstellen und haben vom Pfarrbüro ausgestellte Sammlerausweise dabei. „Für die Spenden nutzen wir die verplombten Sammeldosen der Sternsinger“, so Oestermann weiter. Wenn jemand eine Spendenquittung haben möchte, können die Sammler ein Adressformular ausfüllen lassen, so dass das Pfarrbüro die Bestätigung im Nachhinein schreibt. Elke Oestermann hofft mit den Gemeindemitgliedern darauf, dass die Albersloher die Innenrenovierung der Kirche kräftig unterstützen werden.

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