Polizei weist auf Gefahren für Radfahrer hin
„Geisterradeln“ kann teuer werden

Sendenhorst -

Unfälle mit Fahrradfahrern nehmen im Kreisgebiet Warendorf in so deutlichem Maß zu, dass sich die Kreispolizeibehörde entschlossen hat, in diesem Bereich präventiv tätig zu werden. Einer der Gründe für diese Zunahme sei das Fahren auf der falschen Fahrbahnseite als „Geisterradler“.

Mittwoch, 28.08.2019, 17:11 Uhr aktualisiert: 28.08.2019, 17:40 Uhr
Bettina Küch-Wallmeyer (Stadt Sendenhorst), Robert Kempe, Dagmar Hille und Bodo Kowatz (v.l.) machen darauf aufmerksam, dass auch Radfahrer den Radweg auf der richtigen, der rechten Seite benutzen müssen.
Bettina Küch-Wallmeyer (Stadt Sendenhorst), Robert Kempe, Dagmar Hille und Bodo Kowatz (v.l.) machen darauf aufmerksam, dass auch Radfahrer den Radweg auf der richtigen, der rechten Seite benutzen müssen. Foto: Annette Metz

Unfälle mit Fahrradfahrern nehmen im Kreisgebiet Warendorf in so deutlichem Maß zu, dass sich die Kreispolizeibehörde entschlossen hat, in diesem Bereich präventiv tätig zu werden. Allein in Sendenhorst stieg die Zahl der Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren, von 15 im Jahr 2017 auf 20 im Jahr 2018. Ein Großteil dieser Unfälle ereignete sich innerhalb von geschlossenen Ortschaften. Im Kreis gab es dabei im vergangenen Jahr sogar zwei Tote sowie 100 Schwer- und 323 Leichtverletzte zu beklagen.

Einer der Gründe für diese Zunahme sei das Fahren auf der falschen Fahrbahnseite als „Geisterradler“. „Auch für Radfahrende gilt grundsätzlich das Rechtsfahrgebot“, klären Dagmar Hille und Bodo Kowatz von der Kreispolizeibehörde auf. Ausnahmen dazu müssen ausdrücklich durch Verkehrszeichen ausgeschildert sein. Das Befahren der „falschen Radwegseite“ geschehe meist aus Bequemlichkeit, zur Zeitersparnis oder um sich Umwege zu ersparen, wissen die beiden Polizeibeamten, die sich gemeinsam mit dem Sendenhorster Bezirksbeamten Robert Kempe und der Vertreterin des Bürgermeisters, Bettina Küch-Wallmeyer, an der Lorenbeckstraße getroffen haben, um auf dieses Problem und die Kampagne „Geisterfahrer – Seite wechseln“ aufmerksam zu machen.

Mit der Kampagne will die Polizei im Kreis Warendorf diesem Trend entgegenwirken. Radfahrende sollen grundsätzlich für ihr Fehlverhalten sensibilisiert werden, da Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Zweirädern fast zwangsläufig Verletzungen nach sich ziehen, erklären die Beamten, die an dieser Stelle auch noch einmal den „Fahrradhelm“ erwähnen, der für Radfahrende den einzig passiven Schutz darstelle.

In Sendenhorst werden an zwölf neuralgischen Punkten Graffitis mit einem „radelnden Geist“ sowie der Aufforderung „Seite wechseln“ aufgesprüht.

Damit will die Polizei die Radfahrenden zu einem Umdenken bewegen, da die Radwege für den Begegnungsverkehr oft viel zu schmal sind. Auch aus Nebenstraßen und Grundstücken einfahrende Autofahrer rechneten nicht mit dem „Geisterradler“, führen sie aus. Neben anderen Radfahrern und Fußgängern gefährde der „Geisterradler“ sich in erster Linie selbst, da Fahrräder keine Knautschzone hätten.

Nach dem Aufsprühen der Graffitis wird die Polizei die Aktion zwei Wochen lang präventiv begleiten. Dann soll in Aufklärungsgesprächen und mit Flyern den Bürgern verdeutlicht werden, wie gefährlich das „Geisterradeln“, aber auch anderes Fehlverhalten durch Radfahrende im Straßenverkehr sein kann. In einem weiteren Schritt werden dann durch die Polizeibeamten Verwarnungsgelder in Höhe von zehn bis 35 Euro erhoben.

An folgenden Stellen sollen die Symbole aufgesprüht werden: am Westtor, an der Hoetmarer Straße und an der Lorenbeckstraße jeweils an mehreren Stellen. Die benutzte Sprühkreide löst sich nach einiger Zeit auf.

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