Handball: Frauen-Kreisliga Münster 1
Holger Westhoff will mit der SG Sendenhorst nicht kleckern, sondern klotzen

Sendenhorst -

Mit einem neuen Trainer starten die Kreisliga-Handballerinnen der SG Sendenhorst am Sonntag in die Saison. Mit Holger Westhoff gibt nun der bisherige Coach der weiblichen A-Jugend die Richtung vor. Und der lässt keinen Zweifel daran, dass sein Blick nach oben geht.

Freitag, 13.09.2019, 17:00 Uhr
Einen Aufstieg hat Holger Westhoff schon hinter sich – den von den A-Juniorinnen zum Trainer der Frauen. Mit denen möchte er nun gerne Meister werden.
Einen Aufstieg hat Holger Westhoff schon hinter sich – den von den A-Juniorinnen zum Trainer der Frauen. Mit denen möchte er nun gerne Meister werden. Foto: Dirk Vollenkemper

Holger Westhoff ist ein SGler durch und durch, war bei seinem Stammverein einst selbst aktiver Spieler („Das ist aber ziemlich lange her“) und trainierte dann verschiedene Nachwuchsteams – zuletzt die weibliche A-Jugend. Nun tritt er als neuer Coach der Frauen seine erste Trainerstation im Seniorenbereich an und startet mit ihnen am Sonntag um 17.45 Uhr beim SV Mauritz Münster in die Kreisliga-Saison.

Herausforderung hat Holger Westhoff gereizt

„Diese Herausforderung hat mich schon gereizt“, verrät er, warum er nicht lange zögern musste, als ihm im Frühjahr die neue Aufgabe angeboten wurde. Zumindest nicht allzu lange: „Kurz überlegt habe ich schon“. räumt er ein. „Die Damenmannschaft nimmt ja doch mehr Zeit für die Vorbereitung in Anspruch. Deshalb musste ich das erst mal mit meiner Familie klären, dass ich dann etwas seltener da bin.“

Dass keine deswegen abgehauen ist, ist ja zumindest ein gutes Zeichen.

Holger Westhoff

Von dort gab es grünes Licht, sodass Holger Westhoff nach oben aufrücken konnte. Ebenso wie übrigens der größte Teil seines bisherigen A-Jugend-Kaders, der nun in die erste Mannschaft integriert werden soll. Dass die Nachwuchsspielerinnen dort wieder auf ihren alten Trainer treffen, dürfte ihnen den Wechsel wohl erleichtert. „Ja, leichter macht es ihnen das vielleicht. Aber ob sie sich auch gefreut haben, als sie gehört haben, dass ich dort Trainer werde, weiß ich nicht“, sagt Westhoff mit einem Schmunzeln und fügt lachend hinzu: „Dass keine deswegen abgehauen ist, ist ja zumindest ein gutes Zeichen.“

Drei Abgänge im Kader

Dass dennoch zwei bisherige A-Juniorinnen das Weite gesucht haben, liegt daran, dass sie noch nicht den Sprung zu den Frauen wagen wollen. Lea Westmeier ist deshalb nach Everswinkel gewechselt, Theresa Schlautmann nach Beckum. Sabine Barthel wiederum nimmt die Herausforderung bei den Landesliga-Frauen der Ahlener SG an.

„Wir haben somit eine sehr junge Truppe, mit 18 Spielerinnen, die zum Stammpersonal gehören, und unseren Studentinnen, die in den Ferien dazustoßen, aber auch einen sehr breiten Kader“, erklärt der Coach. Dem Spiel der Mannschaft will er seinen eigenen Stempel aufdrücken. „Ich habe mir vorgenommen, moderneren Handball zu spielen, vor allem mit mehr Tempo“, verrät der 49-Jährige. Das – und daraus macht er keinen Hehl – laufe aber noch nicht so rund, wie er sich das wünsche. „In der Abwehr sind wir noch nicht da, wo wir hinwollen. Und auch im Angriffsspiel passen die Spielzüge und Laufwege noch nicht immer“, lautet seine Analyse. „Aber wir sind auf einem guten Weg“, ist er nach einer intensiven Vorbereitung mit einigen Freundschaftsspielen zuversichtlich.

Wir haben in den beiden vergangenen Jahren oben mitgespielt. Jetzt möchte ich gerne Meister werden.

Holger Westhoff

Und auch am Ehrgeiz des Trainers mangelt es nicht, denn für seine erste Saison lautet seine ambitionierte Devise: nicht kleckern, klotzen – auch wenn er nicht weiß, wie schwer die Konkurrenz den SG-Frauen das Leben machen wird. „In dieser ganz neu zusammengewürfelten Frauen-Kreisliga Münster 1 kenne ich die Hälfte der Mannschaften nicht und weiß nicht, wie stark sie einzuschätzen sind“, sagt Westhoff. Eines weiß er aber ganz sicher: „Wir haben in den beiden vergangenen Jahren oben mitgespielt. Jetzt möchte ich gerne Meister werden.“

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