Albersloher Jugendfeuerwehr feiert 50-jähriges Bestehen
Ehre, wem Ehre gebührt

Albersloh -

Vor 50 Jahren war die Albersloher Jugendfeuerwehr gegründet worden. Das wurde am Samstagabend groß gefeiert. Zu Gast war viel Prominenz, unter anderem auch der NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper. Gründungsmitglied Reinhard Seebröker lud die Gäste auf eine unterhaltsame Zeitreise ein.

Montag, 16.09.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 13:34 Uhr
Finanzminister Lutz Lienenkämper (li.) und Bezirksbrandmeister Donald Niehues (re.) gratulierten den Jugendwarten Mario Baiger (2.v.li.) und Tobias Litoborski.
Finanzminister Lutz Lienenkämper (li.) und Bezirksbrandmeister Donald Niehues (re.) gratulierten den Jugendwarten Mario Baiger (2.v.li.) und Tobias Litoborski. Foto: Christiane Husmann

In den ersten Reihen nahm die Prominenz Platz. Vom Bürgermeister bis zum NRW-Finanzminister waren alle gekommen, um der Albersloher Jugendfeuerwehr zum 50-jährigen Bestehen zu gratulieren. Die beste Position im voll besetzten Gerätehaus hatte sich aber der Heilige Florian gesichert, dem als Schutzpatron der Feuerwehr ein Ehrenplatz auf der Bühne gebührte.

Unterhaltsame Zeitreise

Natürlich erhielten die beiden Jugendwarte Tobias Litoborski und Mario Baiger als erste das Wort. Sie nutzten das am Samstagabend, um die Festgäste willkommen zu heißen. Dabei fassten sie sich kurz, und überließen es dem Chef der Sendenhorster und Albersloher Feuerwehr, Heinz Linnemann, die Ehrengäste namentlich zu benennen. „Die Hütte ist voll, das freut uns sehr“, brachte es Frank Rüdiger auf den Punkt, der die Veranstaltung launig moderieren sollte. „Ein paar wenige Gäste konnten der Einladung nicht folgen, haben uns aber ein paar Grußworte geschickt“, berichtete der Löschzugführer und verwies auf verschiedene Schreiben, unter denen auch eines von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu finden war.

Glückwünsche von der Kanzlerin

Selbstverständlich sollten die Festgäste von den Anfängen der Jugendfeuerwehr im Jahre 1969 erfahren und ließen sich mit Kreisbrandmeister und Gründungsmitglied Reinhard Seebröker auf eine unterhaltsame Zeitreise ein, die aus Sicht des „kleinen Reinhard“ erzählt wurde.

Für sein Lob auf die Jugend überreichte Frank Rüdiger (l.) Dirk Aschenbrenner ein hölzernes Feuerwehrauto.

Für sein Lob auf die Jugend überreichte Frank Rüdiger (l.) Dirk Aschenbrenner ein hölzernes Feuerwehrauto.

Für den stand früh fest: „Ich werde Feuerwehrmann!“. Das war er geworden, und er ist es bis heute geblieben. Dem verdienten Feuerwehrmann ist für 50 Jahre aktiven Dienst schon viel Ehre beschert worden – und an diesem Abend erhielt er zusätzlich die Auszeichnung „Gold mit Goldkranz“. Lob an Reinhard Seebröker hatte auch Finanzminister Lutz Lienenkämper im Gepäck: „Wir haben ihn zum Kreisbrandmeister gewählt – das war nicht doof.“

Was sie machen, ist einer der wichtigsten Dienste, die für unsere Gesellschaft geleistet werden können.

NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper

Im gleichen Zug lobte der Minister die Arbeit der gesamten Feuerwehr: „Was sie machen, ist einer der wichtigsten Dienste, die für unsere Gesellschaft geleistet werden können.“ Weiteres Lob hatte er dann auch noch für das Dorf Albersloh dabei, das er bereits beim Spatenstich zum Rummler-Radweg kennengelernt hatte: „Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit spielen scheinbar eine große Rolle in Albersloh – machen sie weiter so.“

Die „alten Hasen“ Werner Keppler und Berni Münstermann (v.re.) gratulierten ebenfalls mit einem Geschenk.

Die „alten Hasen“ Werner Keppler und Berni Münstermann (v.re.) gratulierten ebenfalls mit einem Geschenk.

Ein „weiter so“ bei der Feuerwehr wünschte sich auch Bürgermeister Berthold Streffing, der sich mit lädiertem Fuß und Gehhilfen auf die Bühne wagte. Bevor sich dieser gebührend über das Engagement der Feuerwehrleute äußern konnte, bekam er selbst ein Lob: „Er ist immer bei der Stelle, auch wenn es mal brennt“, meinte Frank Rüdiger mit Blick auf die Unterstützung des Bürgermeisters in Belangen der Feuerwehr. „Die Feuerwehr handelt nicht ,nur’, wenn es brennt, sondern engagiert sich unter anderem für die Jugend, die vorsichtig und behutsam an die Feuerwehrarbeit herangeführt wird“, erklärte Streffing. Und an die Jugendfeuerwehr gerichtet sagte er: „Ich finde es fantastisch, was ihr macht.“

Ein Lob auf die Jugend hatte auch der Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes und Schirmherr des Jubiläumsfestes, Dirk Aschenbrenner, im Gepäck: „Sie hat Energie, sie hat Elan und sie setzt sich für die Welt ein.“ Natürlich gäbe es immer was zu „moppern“, aber die Jugend sei innovativ und habe „Bock“, sich zu engagieren. „Macht euch auf den Weg, gestaltet den Wandel, ihr seid 112 Prozent Zukunft“, motivierte Aschenbrenner.

Als alte Hasen der Feuerwehr hatten Berni Münstermann und Werner Keppler aus der Ehrenabteilung ebenfalls etwas für die Jugend dabei: Lobende Worte und ein Horn, das aus einer alten Orgelpfeife gebogen worden war.

Viele Feuerwehrmänner wurden für ihren langjährigen Dienst ausgezeichnet. Reinhard Seebröker (vorne l.) erhielt das Abzeichen Gold mit Goldkranz für 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst von Donald Niehues (vorne r.).

Viele Feuerwehrmänner wurden für ihren langjährigen Dienst ausgezeichnet. Reinhard Seebröker (vorne l.) erhielt das Abzeichen Gold mit Goldkranz für 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst von Donald Niehues (vorne r.).

Viele Geschenke, jede Menge „Dankeschön“ und noch mehr Lob wurden beim Jubiläum verteilt. Aber auch leckeres Essen, das im Anschluss genossen wurde. Der Spielmannszug wurde am späteren Abend von einem DJ abgelöst – und das Gerätehaus tanztauglich gemacht. Bis spät in der Nacht feierte die Feuerwehr wohlverdient und gebührend den runden Geburtstag.  

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