Montessori-Schüler demonstrieren am „Fridays-for-Futur“-Aktionstag
„Dampf tut der Sache sicher gut“

Sendenhorst -

„Denkt an das Klima! Denkt an das Klima!“ Diese Rufe waren gestern in Sendenhorst laut und deutlich zu hören. In einem Demonstrationszug zogen rund 100 Schülerinnen und Schüler der Montessori-Gesamtschule zum Sendenhorster Rathaus, um dort einen von der Schülerschaft unterschriebenen Antrag abzugeben, in Sendenhorst den Klimanotstand auszurufen.

Freitag, 20.09.2019, 16:53 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 17:01 Uhr
Schülerinnen und Schüler der Montessori-Gesamtschule forderten in einer genehmigten Demonstration dazu auf, sich für das Klima stark zu machen. Im Rathaus überreichten sie an Umweltamtsleiter Wolfgang Huth einen Antrag, in Sendenhorst den Klimanotstand auszurufen.
Schülerinnen und Schüler der Montessori-Gesamtschule forderten in einer genehmigten Demonstration dazu auf, sich für das Klima stark zu machen. Im Rathaus überreichten sie an Umweltamtsleiter Wolfgang Huth einen Antrag, in Sendenhorst den Klimanotstand auszurufen. Foto: Annette Metz

„Denkt an das Klima! Denkt an das Klima!“ „Hopp, Hopp, Plastik Stopp!“, oder der allseits bekannte Ruf; „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!“ Diese Rufe waren gestern auch in Sendenhorst laut und deutlich zu hören. In einem Demonstrationszug zogen rund 100 Schülerinnen und Schüler der Montessori-Gesamtschule zum Sendenhorster Rathaus, um dort einen von der Schülerschaft unterschriebenen Antrag abzugeben, in Sendenhorst den Klimanotstand auszurufen.

Im Rathaus angekommen, war es dann zunächst einmal schwierig, einen Ansprechpartner zu finden. Sowohl der Bürgermeister als auch seine Vertreterin und der Klimaschutzmanager waren nicht im Haus. Mit Wolfgang Huth , Leiter des Umweltamtes, wurde dann aber doch ein Gesprächspartner gefunden. „Wir haben die Demonstration angemeldet und erst gestern vom Kreis genehmigt bekommen“, berichtet die stellvertretende Leiterin der Schule, Silke Friedrich. Daher war eine Terminabstimmung nicht mehr möglich.

Und so stellte sich Wolfgang Huth den Schülervertretern Lena Wollny, Elena Wallmeier, Julian Wollny und Ben Herweg in einem kurzen Gespräch. „Es ist schön, dass ihr das macht“, so Huth. „Die Stadt unterstützt das und ist auch auf dem Gebiet Klimaschutz aktiv“, erklärte Huth. „Der Dampf, den ihr damit rein bringt, tut der Sache sicher gut.“

Der Antrag, so erklärte Huth weiter, werde nun in die politischen Gremien gegeben und dort sicher diskutiert. „Vielleicht wird er schon in die Tagesordnung der nächsten Fachausschusssitzung aufgenommen“, blickte Huth voraus.

Währenddessen warteten die Mitschüler vor dem Rathaus und wurden nicht müde, ihr Anliegen kundzutun. Auf bunten Plakaten hatten sie zusammengefasst, was sie sich in den vergangenen Wochen in verschiedenen AGs überlegt hatten. Und da gestern morgen doch etliche Sendenhorster zwischen den Marktständen vor dem Rathaus unterwegs waren, blieben ihre Forderungen nicht ungehört und wurden durchaus auch kommentiert. Da war auf der einen Seite zu hören: „Gut, dass ihr das macht!“ Und auf der anderen Seite meinte eine Passantin: „Ich vermute, dass viele gar nicht mit dem Herzen dabei sind, sondern nur, weil dann keine Schule ist.“ Doch wer die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Rathaus eifrig über das Thema diskutieren gehört und miterlebt hat, wie selbstständig, diszipliniert und organisiert die Aktion durchgeführt wurde, der bekam durchaus einen anderen Eindruck. „Wir Schülerinnen und Schüler wollen zeigen, dass es uns nicht egal ist, was mit unserer Zukunft passiert. Wenn wir jetzt damit anfangen, können und werden wir ein Vorbild für andere Städte und Schulen sein“, heißt es in dem Antrag, der von vielen Schülern, der AG „Schule ohne Rassismus“ und der AG „Monte for Future“ unterzeichnet ist.

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