Baustellen-Management von Straßen.NRW am Beispiel von Albersloh
Vieles hängt mit vielem zusammen

Albersloh/Sendenhorst/Drensteinfurt -

Große Straßenbaustellen haben Einfluss auf den Verkehr auf anderen Straßen uin der Region. Andere dringende Bauvorhaben müssen zudem warten. Das macht Straßen.NRW unter anderem anhand der Baustelle in Albersloh deutlich.

Mittwoch, 25.09.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 25.09.2019, 13:32 Uhr
Die  Straßenbaustelle in Albersloh hat Auswirkungen auf den Verkehr auf vielen anderen Straßen in der Region.
Die  Straßenbaustelle in Albersloh hat Auswirkungen auf den Verkehr auf vielen anderen Straßen in der Region. Foto: Josef Thesing

Um die Belastungen der Verkehrsteilnehmer bei großen Straßenbaustellen so gering wie möglich zu halten, setzt Straßen.NRW verstärkt auf Baustellenmanagement. „Wir haben technische Möglichkeiten geschaffen, Baustellen unterschiedlicher Akteure zu koordinieren, suchen aber auch den direkten Kontakt“, sagte Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek am Montag bei der ersten regionalen Baustellenkonferenz in Coesfeld, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde. Betroffen seien dabei auch Projekte im Bereich der Städte Sendenhorst und Drensteinfurt.

Wir müssen mit allen Beteiligten und Betroffenen so früh wie möglich ins Gespräch kommen.

Elfriede Sauerwein-Braksiek

Die unterschiedlichen Baulastträger – wie die Bahn und die Städte – stellen ihre planbaren Baustellen über ein unkompliziert zu bedienendes Webportal ein und können die Informationen so bereits frühzeitig einem Fachkreis zugänglich machen, berichtet Straßen.NRW. „Wir müssen mit allen Beteiligten und Betroffenen so früh wie möglich ins Gespräch kommen“, erklärt Elfriede Sauerwein-Braksiek.

Neben den direkten Absprachen diene nun auch die digitale Plattform „Traffic Information Center“ (TIC) der Koordination. „Hier können verkehrsrelevante Baustellen eines Baulastträgers schnell und unkompliziert auf mögliche Konflikte mit Baustellen von anderen Baulastträgern überprüft werden“, erklärte Jan Lohoff, Leiter der Straßen.NRW-Stabsstelle „Baustellenkoordination“, dass so schon bei den ersten Planungsschritten erkannt werden kann, wo parallele Bautätigkeit zu Problemen für den Verkehr führen könnten.

Auch Navi-Betreiber werden informiert

Die Daten hätten auch für die Verkehrsteilnehmer einen konkreten Nutzen. Die Informationen würden in das Straßen.NRW-Verkehrsportal www.verkehr.nrw einfließen, auf dem künftig auch alle Informationen für das so genannte nachgeordnete Straßennetz – zu denen auch die Landesstraßen gehören – zu finden seien. Alle Infos würden auch Navi-Betreibern zur Verfügung gestellt.

Als Beispiele nennt Straßen NRW die derzeitige Großbaustelle in Albersloh, den weiteren Ausbau der Landesstraße 851, die vorgesehene Sanierung der Landesstraße 520 und die Reaktivierung der WLE.

Die Ortsdurchfahrt von Albersloh – L 586 – befindet sich momentan unter Vollsperrung im Bau. Mit der Stadt Sendenhorst sei die zeitgleiche Kanalsanierung abgestimmt worden. Der gesamte überörtliche Verkehr müsse über die L andesstraßem 520 und 585 sowie großräumig über die Bundesstraßen 58 und 54 sowie über die Landesstraße 586 umgeleitet werden. Die Erreichbarkeit des Handels und der Gewerbebetriebe in Albersloh sei dabei immer zu gewährleisten.

Eine Baustelle nach der anderen

Dringend erforderliche Sanierungsmaßnahmen auf der L 520 von Wolbeck nach Sendenhorst und auf der L 585 von Drensteinfurt nach Albersloh könnten wegen der Arbeiten an der L 586 im Dorf erst in den kommenden zwei bis drei Jahren erfolgen, da wechselweise andere Strecken als Umleitungsstrecken zur Verfügung stehen müssten. „Ebenfalls zeitlich eingepasst und abgestimmt werden muss der zweite Bauabschnitt des Ausbaues der L 851 von Drensteinfurt nach Sendenhorst“, so Straßen.NRW.

Weiterer Koordinierungsbedarf bestehe bei den Maßnahmen zur Reaktivierung der WLE-Strecke zwischen Münster und Sendenhorst.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6957141?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Starker Anstieg der Mäusepopulation im Münsterland
Rötelmäuse wie diese übertragen das Hantavirus.
Nachrichten-Ticker